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Bild: Jesús González Rebordinos

Polit-Talk

Schüler des Robert-Bosch-Berufskollegs diskutierten über Europas Zukunft

Nachricht vom 07.12.2017

Das Robert-Bosch-Berufskolleg hatte zum Polit-Talk geladen: In Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie NRW hatten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auf eine Podiumsdiskussion zur Zukunft Europas mit prominenter Besetzung vorbereitet.

Kay Bandermann in der Mitte der Diskussionsrunde mit Volkan Yetim, Philipp Middelhauve, Joost van Nek, Frau Dr. Renate Sommer, Herr Dr. Rolf Steltemeier

Die Diskussionsrunde im Dialog mit den 120 Schüler*innen zum Thema "Türkei"
Bild: Bernd Beckschulte

Ein interessantes und aktuelles Thema hatten sich die Schüler*innen der Gym 13 und FOS 13 für ihre zweitägige Veranstaltung ausgesucht, die am 30. November und 1. Dezember in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie NRW stattgefunden hat.

Um für die am zweiten Tag vorgesehene Podiumsdiskussion gewappnet zu sein, standen zunächst Referate und Workshops mit drei unterschiedlichen Themenschwerpunkten für die beiden Klassen auf dem Plan. Eifrig arbeiteten die Teilnehmer*innen zu den Themen "Wie geht es weiter mit Europas wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen?“, "Weniger Europa – zurück zu den Nationen?“ und "Europas als Global Player“.

Am zweiten Tag begrüßten die Schüler*innen dann, unterstützt vom Moderator Kay Bandermann, die Europapolitiker Dr. Renate Sommer (Abgeordnete des Europäischen Parlaments seit 1999) und Dr. Rolf Steltemeier (Europabeauftragter des BM für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit) in der Aula des RBBK zur Podiumsdiskussion.

Besonders interessant war eins der ersten Themen: Die Türkeipolitik der EU. Fragen wie: "Kann die EU etwas gegen z.B. fehlende Pressefreiheit tun?“, oder "Ist die Türkei überhaupt EU-tauglich?“ wurden kontrovers diskutiert.

Flüchtlingspolitik, Sicherheitspolitik und soziale Gerechtigkeit im Fokus

Der Umgang mit Menschenrechten und die Flüchtlingspolitik entwickelten sich zu weiteren Schwerpunkten der Debatte. Kann z.B. die Ursachenbekämpfung vor Ort in den Flüchtlingsländern eine Möglichkeit sein, um die Flüchtlingsströme zu verringern? Hierzu konnten die Referenten jedoch keine konkreten Lösungsansätze liefern.

Sicherheitspolitik und vor allem soziale Gerechtigkeit waren ebenfalls intensiv diskutierte Themen. Besonders im Umgang mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU wollen die Referenten mit mehr Bildungsangeboten entgegenwirken. Dies sei jedoch ein "Mammut-Projekt“, was die reicheren Länder nicht mal eben mitfinanzieren wollen.

Für die Schüler*innen hatte sich umfangreicher Gesprächs- und Diskussionsbedarf angesammelt, der sich in einer angeregten Abschlussrunde mit dem Publikum zeigte. So suchten viele der anwesenden 150 Schüler*innen auch nach der Veranstaltung weiter den Gedankenaustausch mit Herrn Dr. Steltemeier und Frau Dr. Sommer, die sich gerne Zeit nahmen.