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Bild: Jesús González Rebordinos

Ordnungspartnerschaft

OB Sierau dankt Task Force Nordstadt für Einsatz gegen Kriminalität - Bilanz positiv

Nachricht vom 21.12.2017

Die Bekämpfung von Straßenprostitution und Drogenkriminalität sowie die Kontrolle von Problemimmobilien - das sind die Aufgaben der Task Force Nordstadt. Am Donnerstag, 21. Dezember, verschaffte sich OB Sierau einen Eindruck der Arbeit und zog positive Bilanz.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Nordstadt erklärten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Task Force diverse Themen der täglichen Arbeit an Ort und Stelle.

Neben der Bekämpfung der Straßenprostitution zählt auch die Sanktionierung anderer ordnungswidriger Verhaltensweisen zu den täglichen Aufgaben der Einsatzkräfte. Ordnungswidrige Verhaltensweisen sind beispielsweise das Wegwerfen von Abfall oder der verbotene Alkoholkonsum auf Kinderspielplätzen. Regelmäßige Kontrollen von Gaststätten und Spielhallen, die Überprüfung von Problemhäusern und die Verkehrsüberwachung gehören ebenfalls zu den Handlungsfeldern der Task Force. Damit unterstützten die Mitarbeiter die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Neu im Fokus: Shisha-Bars

Neu im Fokus der Einsatzkräfte sind Shisha-Bars. Hier wurden in diesem Jahr sieben Schwerpunkteinsätze gemeinsam mit der Polizei und dem Hauptzollamt durchgeführt. Dabei wurden Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz und steuerrechtliche Delikte geahndet.

Die Arbeitsbereiche der Task Force Nordstadt umfassen im Detail:

Bekämpfung der Straßenprostitution

Die Bekämpfung der illegalen Straßenprostitution gehört seit der Schließung des Straßenstrichs und dem Inkrafttreten des Verbots der Straßenprostitution im Mai 2011 zu den Kernaufgaben der Task Force Nordstadt. Unmittelbar nach Schließung des Straßenstrichs verbesserte sich die Situation deutlich. Derzeit ist nur noch ein hartnäckiger Kern von 25 bis 35 Prostituierten feststellbar. Mit ihrer Präsenz und dem Einschreiten gegen Verstöße gegen das Kontaktaufnahmeverbot und die Missachtung von Durchfahrtsverboten tragen die Ordnungskräfte ihren Teil zu der Verbesserung der Situation bei.

Insgesamt wurden seit Beginn der Aktionen im Mai 2011 bis heute Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen Prostituierte sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen Freier in rund 2.900 Fällen vorgelegt. In mehr als 220 Fällen wurden Prostituierte vorübergehend dem Polizeigewahrsam zugeführt. Die Task Force wird weiter ihre Arbeit zur Bekämpfung der Straßenprostitution erfolgreich fortsetzen.

Bekämpfung der Drogenkriminalität

Im Fokus repressiver (Strafverfolgung) wie präventiver Maßnahmen (Vorbeugung) bleiben Dogenhandel und -konsum. Im aktuellen Jahr wurden bisher über 552 Fälle des Drogenkonsums zur Anzeige gebracht.

Im Rahmen einer dreimonatigen Schwerpunktsetzung von Juni bis August dieses Jahres haben die Ordnungspartner ihre Präsenz im Areal Nordmarkt / Mallinckrodtstraße / Schleswiger Straße und den angrenzenden Nahbereichen verstärkt. Dazu wurde vorübergehend Personal aus anderen Bezirken dorthin verlagert. Dies führte dazu, dass die täglichen Ansammlungen von Personengruppen sich vor allem im Bereich der Mallinckrodtstraße auflösten. Auch aktuell ist die Situation dort entspannt. Nennenswerte Ansammlungen auch sind an anderer Stelle bis dato nicht zu beobachten.

Grafik zeigt Anzahl der Problemhäuser in Dortmund von November 2012 bis November 2017

Anzahl der Problemhäuser in Dortmund, November 2012 bis November 2017
Bild: Stadt Dortmund

Problemimmobilien: weiter unter Beobachtung

Im Jahr 2017 hat das Ordnungsamt im Zusammenwirken mit anderen Fachbereichen (Bauordnungs-, Gesundheits- und Jugendamt) 138 Hauskontrollen in 101 auffälligen Immobilien durchgeführt; 23 Objekte wurden mehrfach aufgesucht. Am häufigsten waren bei den Kontrollen unerlaubte Abfallablagerungen (74 Fälle) festzustellen, gefolgt von baurechtlichen und wohnungsaufsichts-rechtlichen Missständen (jeweils 68 Fälle). Durch das Nordstadtbüro wurden nach den Problemhauskontrollen 263 Personen von Amts wegen abgemeldet. Von den aktuell in der Datenbank Problemhäuser stadtweit erfassten 96 Problemhäusern (2016: 130) liegen 75 (2016: 83) im Stadtbezirk Innenstadt-Nord.

Seit 2011 konnten 322 Vorgänge zu Problemhäusern zum Abschluss gebracht werden. Neben der Kontrolle auffälliger Immobilien und der Bearbeitung von vorgefundenen Missständen haben Maßnahmen zur Wieder-in-Wert-Setzung von Problemimmobilien zu einer positiven und nachhaltigen Veränderung in der Nordstadt geführt. An verschiedenen Stellen gibt es im Straßenbild der Nordstadt sanierte oder in Sanierung befindliche Immobilien. Die Zahlen der Problemhäuser, die beim Fallmanagement im Nordstadtbüro des Ordnungsamts geführt werden, sind im Jahr 2017 deutlich gesunken.

Eröffnung des Nordmarktbüros des Ordnungsamtes am Nordmarkt 3

Zu einer positiven Entwicklung des Quartiers Nordmarkt führte die Eröffnung des Nordmarktbüros des Ordnungsamtes am 24. März 2017. Die von der Stadt Dortmund erworbene Immobilie am Nordmarkt 3 (ehemalige Nordmarktapotheke) bekam so eine neue Nutzung. Das ehemalige Problemhaus ist eingebettet in die gesamtstädtische Strategie der konsequenten und nachhaltigen Aufwertung des Quartiers. Mit dem gezielten Ankauf von Problemimmobilien wird ein positives Zeichen im Nordmarkt-Viertel gesetzt. So werden die städtebaulichen und ordnungspolitischen Aktivitäten städtischer und anderer Mitwirkender zur Aufwertung der Nordstadt unterstützt. Zwischenzeitlich wurde auch der an den Nordmarkt 3 angrenzende Gebäudekomplex der Mallinckrodtstraße 55 bis 59 erworben.

Die Task Force Nordstadt wird ihre erfolgreiche Arbeit auch im kommenden Jahr engagiert zum Wohle der Nordstadt und der dort lebenden Menschen fortsetzen.