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Bild: Jesús González Rebordinos

Artenschutz

Zoo Dortmund unterstützt Ameisenbären-Forschung in Südamerika

Nachricht vom 10.01.2018

Der Zoo unterstützt internationale Artenschutzprojekte - unter anderem das "Projeto Tamandua" in Brasilien und Surinam. Das Projekt erforscht das Leben des seltenen Zwergameisenbärs. Im "Zoological Journal of the Linnean Society" ist aktuell zu lesen, wie die Unterstützung durch den Zoo eingesetzt wird.

Ameisenbär Baby

Der Zwergameisenbär ist der kleinste seiner Art.
Bild: Projeto Tamadua

Neben der Präsentation von Tieren zum Zweck der Bildung und Forschung, haben sich die Zoos im Rahmen der Welt-Zoo- und Aquarien-Naturschutzstrategie auch zur Förderung von Arterhaltungs- und Artenschutzprojekten in den Heimatländern der jeweiligen Tierarten verpflichtet.

Auch der Zoo Dortmund unterstützt mit Hilfe seiner Besucher bzw. deren Spenden Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt.

Wappentier des Zoos ist der Große Ameisenbär. Entsprechend fördert der Zoo Dortmund den Schutz von Ameisenbären in Südamerika, unter anderem das "Projeto Tamandua" in Brasilien und Surinam. Im renommierten "Zoological Journal of the Linnean Society" hat die Projektgruppe nun erste Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht und damit auch dokumentiert, wie die Unterstützung des Zoos Dortmund und anderer Förderer eingesetzt wird.

In diesem Fall ging es um die Erforschung der Biologie des Zwergameisenbären, der kleinsten Art der Ameisenbären. Über diese versteckt lebenden, etwa rattengroßen Säugetiere ist bislang nur wenig bekannt. Gleichwohl leiden die natürlichen Populationen der ausschließlich auf Bäumen lebenden Zwergameisenbären unter der Abholzung der Wälder und der Jagd.

Erste Erkenntnisse zu Zwergameisenbären

Die Arbeitsgruppe um Flavia R. Miranda hat nun erste wichtige Erkenntnisse über die scheuen Tiere zusammengetragen, die helfen werden, den Bestand der Art in freier Wildbahn zu retten. Hierzu wurden umfangreiche Untersuchungen zum Lebensraum und zur Verbreitung der Tiere vorgenommen. Das "Projeto Tamandua" geht zurzeit davon aus, dass die versprengt lebenden Populationen der Zwergameisenbären ein Indiz für mehrere Arten sind und nimmt an, dass es anstatt - wie bisher angenommen - einer einzigen Art des Zwergameisenbären möglicherweise sogar mehrere gibt.

Für den Zoo Dortmund ist die Zusammenstellung der Ergebnisse besonders interessant, denn so kann der Zoo sein Engagement für den Tierschutz vor Ort und den Erhalt der natürlichen Biodiversität dokumentieren.