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Bild: Jesús González Rebordinos

Westfalenhütte

Stadt schafft neue Lebensräume für geschützte Vogel- und Amphibienarten

Nachricht vom 11.01.2018

Das Gelände der ehemaligen Westfalenhütte entwickelt sich als Industriestandort weiter - gleichzeitig sollen rund um das Gelände öffentliche Grünflächen entstehen. Geschützte Vogel- und Amphibienarten, die sich auf den brachliegenden Flächen angesiedelt haben, sollen hier ein neues Zuhause bekommen.

Fläche der ehem. Westfalenhütte

Heide- und die Flusslerche, Flussregenpfeifer und Kreuzkröten sollen auch zukünftig auf neu angelegten Grünflächen eine Heimat haben.
Bild: Garbe Industrial

Durch die Entwicklung des Gebiets der Westfalenhütte im Dortmunder Nordosten werden seit 2012 wichtige Schritte der Wirtschafts- und Stadtentwicklung in Dortmund vollzogen. Die Weiterentwicklung bzw. Reaktivierung des Geländes der ehemaligen Westfalenhütte wird durch die Ausweisung von Sonder- und Gewerbegebieten und die Qualifizierung des bestehenden Industriestandortes vorangetrieben. Als verbindendes Element entsteht um die Westfalenhütte eine Grünanlage, die den Hoeschpark und den Fredenbaumpark verbindet.

Öffentliche Grünflächen um die Westfalenhütte

Der westliche Teil dieses Entwicklungsgebiets wird über den Bebauungsplan InN 219 geregelt, welcher derzeit aufgestellt wird. Ein wesentliches Ziel des Plans ist auch die Gestaltung von öffentlichen Grünflächen, die der Naherholung der Bevölkerung dienen und das örtliche Grünflächen- und Freiraumangebot verbessern.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans werden im Auftrag der Stadt Dortmund umfangreiche vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Vogel- und Amphibienarten durchgeführt, die sich auf brachliegenden Teilen der Westfalenhütte angesiedelt haben. Darunter sind die Heide- und die Feldlerche, der Flussregenpfeifer, das Schwarzkehlchen und die Kreuzkröte.

12 Hektar Landschaft aus Rohboden, Gewässern und Wiesen

Als Zielareal hat die Stadt die ehemalige Kohlenreservefläche nördlich der Ellinghauser Straße östlich des Kanals ausgewählt. Auf dem ca. zwölf Hektar großen Gelände bieten sich ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der geplanten Artenschutzmaßnahmen für den Flussregenpfeifer, die Heide- und die Feldlerche, das Schwarzkehlchen und die Kreuzkröte. Die Maßnahmen haben das Ziel, neue Lebensräume für diese Arten zu gestalten, um deren Vorkommen in Dortmund auch in Zukunft dauerhaft zu sichern. Angelegt wird eine strukturreiche Landschaft aus Rohbodenflächen, Kleingewässern und Wiesenfluren.

Für die Anlage der Lebensräume muss die bestehenden Landschaft zunächst umfangreich umgewandelt werden, um den Lebensraumanforderungen der geschützten Arten bestmöglich entsprechen zu können. Die Arbeiten sollen bis Anfang März 2018 abgeschlossen sein.