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Bild: Jesús González Rebordinos

Theater Dortmund

Ballett entführt Zuschauer mit "Alice" in eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit

Nachricht vom 09.02.2018

"Alice im Wunderland" kennt fast jedes Kind - kunterbunt und süß. Der italienische Star-Choreograf Mauro Bigonzetti interpretiert die Geschichte für das Ballett Dortmund auf eine etwas andere Art. Die Premiere ist am Samstag, 10. Februar, im Opernhaus.

Balletttänzer

Bild: Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann

Lewis Carrolls Geschichte vom Mädchen Alice, das einem weißen Kaninchen ins mysteriöse Wunderland folgt, kennen Kinder und Erwachsene spätestens seit der Disney-Verfilmung.

Das Wunderland ist voll von Fantastischem: Sprechende Tiere, die sich unsichtbar machen können oder Pfeife rauchen, verrückte Hutmacher und die böse Herzkönigin, die die Macht an sich reißen und Köpfe rollen sehen will. In dieser seltsamen Welt geraten Raum und Zeit ins Wanken. Wie auf einem imaginären Schachbrett spielt die Wirklichkeit mit sich selbst.

Den Choreografen Mauro Bigonzetti interessiert neben dem Fantastischen vor allem der Hintergrund der Geschichte - das Beunruhigende und Gefährliche einer Welt, in der die Gesetze der Realität keine Gültigkeit mehr haben.

Probeneinblicke zu "Alice" - Ballett Dortmund Quelle: YouTube

Alice ist im Ballett-Stück kein verniedlichtes Mädchen im Disney-Wunderland, sondern wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Traum. Es muss sich mit den fremden und unverständlichen Regeln des Traumreiches erst vertraut machen, sich mit den ständigen Veränderungen seiner Körpergröße – dem Erwachsenwerden – arrangieren.

Bigonzetti sagt: "Nichts ist sicher - weder in uns drin noch um uns herum. Aber in diesem Punkt können wir von Alice lernen: Sie bleibt unverzagt, offen, neugierig."

Britische Erzählung trifft süditalienische Klänge

Für die Musik zur Choreografie arbeitete Bigonzetti mit der italienischen Musiker-Gruppe "Assurd" zusammen, die bereits für seine Kreation "Cantata" den Soundtrack lieferte. Auch der Akkordeonist und Flötist Antongiulio Galendro und die Sängerin Enza Pagliara bringen bezaubernde Klänge aus dem Süden Italiens auf die Bühne.

"Ich mag Kontraste in meiner Arbeit. Das ist einer der Gründe, warum ich mich für volkstümliche Musik entschieden habe. Man kann sich kaum einen größeren Kontrast zwischen der angelsächsischen Geschichte von der kleinen Alice und der ursprünglichen Musik aus dem Süden Italiens vorstellen", erklärt Bigonzetti seine Entscheidung.

Das Bühnenbild von Carlo Cerri und die Kostüme von Helena de Medeiros verwandeln die Bühne des Opernhauses in ein Reich der Fantasie - und der Zuschauer ist eingeladen, sich verzaubern zu lassen.

Bei der Premiere am 10. Februar tanzt Ida Anneli Kallanvaara die kleine Alice, Anna Süheyla Harms tanzt die Rolle der großen Alice. Sae Tamura stellt die Königin dar.

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