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Friedensplatz altes Stadthaus

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Bild: Jesús González Rebordinos

Baumaßnahme

Rathaus soll ab Herbst 2020 technisch und baulich saniert werden

Nachricht vom 23.01.2018

Das Rathaus der Stadt Dortmund wurde im Zeitraum von 1987 bis 1989 errichtet und zeigt nach rund 30 Jahren eine altersbedingte Abnutzung der haustechnischen Anlagen des Gebäudes. Diese müssen saniert werden. Damit soll ab Herbst 2020 begonnen werden.

"Der ermittelte Kostenrahmen für die Baumaßnahmen im Zuge der Sanierung beträgt circa 27 Millionen Euro. Grundsätzliche Umbauten oder Veränderungen in der Struktur des Hauses sind nicht beabsichtigt. Das Rathaus hat sich mit seinem Raumkonzept über die Jahre bewährt", erklärt Stadtsprecher Michael Meinders.

Mit einem Beschluss aus März 2017 hatte die Investitionskonferenz eine eingehende Gebäudeuntersuchung mit Aufnahme und Bewertung von bestehenden Schadensbildern im Rahmen eines Vorprojektes beauftragt.

Gute Bausubstanz - Haustechnik abgenutzt

Als Ergebnis dieser Untersuchung wurde festgestellt, dass das Rathaus eine gute Bausubstanz aufweist. Jedoch sind die haustechnischen Anlagen, wie zum Beispiel die Brandmeldeanlage, die Heizungs- und Lüftungsinstallationen abgenutzt und müssen saniert werden. Mit der Erneuerung dieser technischen Anlagen, die sich auf alle Bereiche des Gebäudes erstrecken, werden bekleidende Bauteile wie zum Beispiel Decken- und Wandflächen und zum Teil Fußböden im Anschluss überarbeitet.

Da sich die technischen Anlagen über alle Geschosse und Räume erstrecken, sind von diesen Maßnahmen sämtliche Räume des Rathauses betroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen kam die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass eine Nutzung oder auch eine teilweise Nutzung des Rathauses bei Ausführung der Sanierungsmaßnahmen definitiv nicht möglich ist.

Tausende Termine und Veranstaltungen jährlich

Für die Dauer der Sanierung des Rathauses muss daher ein Ausweichquartier gefunden werden. "Schließlich arbeiten rund einhundert Beschäftigte im Rathaus. Außerdem ist es als Ort der Demokratie Raum für Rats- und Ausschusssitzungen, unzählige Kultur- und Bürgerinformationsveranstaltungen, Seminare, Kongresse, Empfänge, repräsentative Termine, Konferenzen und vieles mehr", so Meinders. Im Rathaus befinden sich unter anderem die Geschäftsstellen der Ratsfraktionen, die Büros der Bürgermeisterin, des Bürgermeisters sowie das Büro des Oberbürgermeisters.

Außerdem werden hier in mehreren Geschäftsbereichen unterschiedliche Aufgaben durch Verwaltungsbeschäftigte bearbeitet. Im Erdgeschoss gibt es ein Trauzimmer des Standesamtes, die Rathausgastronomie, Ausstellungsflächen und Präsentationen. Nicht zuletzt ist im Rathaus natürlich auch die Rathaustechnik und -verwaltung inklusive Küche untergebracht, um einen reibungslosen Ablauf tausender Veranstaltungen und Termine jährlich zu gewährleisten.

Umzug in der zweiten Hälfte 2020

Der aktuelle Terminplan für die Sanierung des Rathauses sieht den Auszug der Beschäftigten in das Ausweichquartier in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 vor. Für die Dauer der Sanierung müssen für die Büro- und Sitzungsflächen geeignete Ausweichquartiere angemietet werden. Hier gibt es bei der Auswahl einiges zu beachten. Bei der zeitlich befristeten Auslagerung sind die Arbeitszusammenhänge der verschiedenen Funktionen weitestgehend durch räumliche Nähe sicherzustellen. Ebenso soll die räumliche funktionale Zusammenarbeit mit den Fraktionen sichergestellt werden. Es sollen nun folgende Ersatz-Räumlichkeiten geprüft werden:

  • für Sitzungsräume (Saal der Partnerstädte, Rothe Erde, Hanse, Tremonia): Im Umfeld des Stadthauskomplexes werden die räumlichen Optionen für die Abbildung der Sitzungsräume geprüft. Vorteilhaft ist hierbei die zentrale Lage am Friedensplatz mit der Nähe der Parkhäuser Rathaus und Stadthaus.
  • für Ratssaal, Saal Westfalia und Bürgerhalle: Es ist beabsichtigt, im Reinoldihaus (Reinoldistraße 7-9) im ehemaligen großen Sitzungsraum der Handwerkskammer die Funktionen des Ratssaals, des Saals Westfalia und der Bürgerhalle zu realisieren. Für weitere Nutzungen der Bürgerhalle und des Saals Westfalia erfolgt eine anlassbezogene Anmietung.
  • Fraktionen und Verwaltung sollen ebenfalls in der Innenstadt adäquat untergebracht werden.

Dies sind alles zurzeit reine Optionen. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund des Zeithorizontes (Umzug Herbst 2020) Änderungen und Anpassungen notwendig sind. Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine endgültigen vertraglichen Regelungen mit privaten Immobilieneigentümern erfolgen.

Zum Thema

Der Zeitplan sieht eine Realisierung der Baumaßnahme bis zum Herbst 2022 vor. "Die Ratssitzung im September 2022 planen wir wieder im modernisierten Rathaus", so Oberbürgermeister Sierau.

Die Sanierung des Rathauses wird dem Rat der Stadt Dortmund zur Beschlussfassung vorgelegt.