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Bild: Jesús González Rebordinos

Investition 2017

Steigende Tendenz in der Wirtschaft: Mehr Arbeitsplätze, mehr Wachstum

Nachricht vom 31.01.2018

Der Wirtschaftsstandort Dortmund wächst weiter: Immer mehr Unternehmen siedeln sich an, expandieren oder verlagern ihren Firmensitz hierher. Das Investitionsvolumen betrug 2017 insgesamt über 390 Millionen Euro – zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Fläche der ehem. Westfalenhütte

Die Eröffnungen der Logistik-Lager von Amazon (auf diesem Foto noch im Bau) und Decathlon (vorne rechts) an der Westfalenhütte im letzten Jahr sorgten unter anderem dafür, dass die Investitionssumme in der Logistik bei 140 Millionen Euro liegt.
Bild: Garbe Industrial

Besonders in der Immobilienwirtschaft und in der Logistikbranche ist ein beachtliches Wachstum zu verzeichnen. Das geht aus der aktuellen Investitionsdatenbank hervor, die die Wirtschaftsförderung der Stadt am Dienstag, 30. Januar 2018, veröffentlichte.

Der neunseitige Report gibt einen Überblick über das Gesamtjahr 2017, stellt einen Vorjahresvergleich an und formuliert eine Tendenz für 2018. Das Investitionsvolumen betrug 2017 insgesamt über 390 Millionen Euro. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. "2017 hat sich positiver entwickelt als 2016", sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

"Richtige Richtung"

An den von der Dortmunder Wirtschaftsförderung erfassten Zahlen wird deutlich, dass Wachstum und Investitionen kontinuierlich zunehmen, sowohl von bereits ansässigen Unternehmen als auch von Arbeitgebern, die sich neu am Wirtschaftsstandort Dortmund ansiedeln wollen. "Es handelt sich um aggregierte Zahlen, die die richtige Richtung vorgeben", so Thomas Westphal. Insgesamt erfasst die aktuelle Investitionsdatenbank 58 Betriebe, die diese positive Entwicklung beeinflusst haben. Elf von ihnen sind neu am Standort Dortmund ansässig und für die Hälfte der Investitionen verantwortlich.

Die höchsten Investitionen gab es in der Logistik (Investitionssumme 140 Millionen Euro, Beispiel: Amazon und Decathlon), in der Immobilienwirtschaft (Investitionssumme 90 Millionen Euro) und im Finanz- und Versicherungsgewerbe (50 Millionen Euro, Beispiel: Sparkassen Akademie).

2.800 neue Arbeitsplätze

In Modernisierungsmaßnahmen flossen knapp acht Millionen Euro, Standorterweiterungen machen 145 Millionen der gesamten Investitionssumme aus. Der spürbare Aufschwung, der im vierten Quartal 2017 am stärksten war, wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Insgesamt sind dadurch im vergangenen Jahr 2.800 neue Arbeitsplätze entstanden, 4.100 bestehende konnten gesichert werden. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören beispielsweise das Finanz- und Versicherungsgewerbe, das Gast- und Hotelgewerbe, Handwerksbetriebe sowie der Groß- und Einzelhandel.

Allein in der Logistikbranche wurden mehr als 2.000 Beschäftige eingestellt und 140 Millionen Euro investiert. Verglichen zum Vorjahr hat sich die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze um 56 Prozent erhöht. Im Einzelhandel stieg die Zahl der Mitarbeiter um 163. Ein vergleichsweise hohes Investitionsvolumen zeigt sich mit über 90 Millionen Euro in der Immobilienwirtschaft.

Investitionsvolumen steigt weiter

Die Auswertung der Zahlen zeigt deutlich: Der Wirtschaftsstandort Dortmund wächst weiter, Tendenz steigend. So lautet auch die Prognose der Wirtschaftsförderung für die nächsten Jahre. "2017 war an vielen Stellen für Dortmund ein absolutes Erfolgsjahr. Das gilt gerade auch für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Die besonders gute Nachricht dabei ist, dass unser Wachstum in Dortmund breit und gesund aufgestellt ist. Für die kommenden Jahre sind Investitionen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro in der Investitionsdatenbank erfasst“, sagt Thomas Westphal. Für 2018 und die folgenden Jahren spielen vor allem die Fertigstellung der Bundesbank, des Wilo Campus und Entwicklungen am Phoenix See eine Rolle. Westfalenhütte und Phoenix West sind weiterhin gute Standorte für Investitionen und bis Ende des Jahres könnte Phoenix West zu 60 Prozent ausgelastet sein . "wenn nicht mehr", so Westphal.