Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung und Teilhabe

Stadt will Schulsozialarbeit bis Juli 2021 fortsetzen

Nachricht vom 08.02.2018

Schulsozialarbeiter schaffen eine Brücke zwischen Elternhaus und Schule. Die Schulsozialarbeit in Dortmund soll - vorbehaltlich der Entscheidung der politischen Gremien - befristet bis zum 31. Juli 2021 fortgesetzt werden. Das hat die Verwaltungsspitze am 6. Februar beschlossen.

Der Bund hat den Kommunen im Kontext von "Bildung und Teilhabe" für die Jahre 2011 bis 2013 jährlich rund 400 Mio. Euro für zusätzliche Sozialarbeit zur Verfügung gestellt. Auf die Stadt Dortmund entfielen davon jeweils circa fünf Mio. Euro.

81 soziale Fachkräfte wurden befristet bei freien Trägern und der Stadt Dortmund eingestellt. In den Jahren 2011 bis heute wurden die Arbeitsverträge mehrfach verlängert, zuletzt bis zum 31. Juli 2018. Heute sind alle Schulsozialarbeiter, die nun Bildungs- und Teilhabeberater heißen, aus arbeitsrechtlichen Gründen bei den freien Trägern beschäftigt.

Anschluss-Förderung in Aussicht

Durch das im Oktober 2017 von der neuen Landesregierung in Aussicht gestellte Anschluss-Förderprogramm für die Bildungs- und Teilhabeberater bis zum Jahr 2020 ist nun eine weitere befristete Fortsetzung der Beschäftigungsverhältnisse möglich.

Die Schulsozialarbeit ist unerlässlich für die Schulen. Die Frage nach einer unbefristeten Finanzierung muss nun endgültig durch das Land NRW oder den Bund geklärt werden.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Da das Schuljahr jedoch am 31. Juli 2021 endet, schlägt die Vorlage den Gremien vor, die Verträge der Schulsozialarbeiter bis zum Endes des Schuljahres und nicht bis zum Ende des Kalenderjahres zu sichern.

Das geschieht in der festen Erwartung, dass das Land Nordrhein-Westfalen seiner Finanzierungsverpflichtung für diese Daueraufgabe am 1. Januar 2021 weiter nachkommen und die Finanzierung entfristen wird.

Das Land stellt wie bisher für NRW rund 47 Mio. Euro zur Verfügung. Die Stadt Dortmund erhält davon circa 2,6 Mio. Euro. Zur Sicherung der 81 Stellen muss die Stadt zudem einen Eigenanteil von 1,8 Mio. Euro finanzieren.

Die Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schüler setzen sich seit Jahren vehement für eine dauerhafte Fortsetzung der Schulsozialarbeit ein und weisen auf die Bedeutung dieser Arbeit für das schulische System hin.

"Das Thema darf nicht länger auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen werden. Die Schulsozialarbeit muss endlich verlässlich gestaltbar sein", betont Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Brücke zwischen Elternhaus und Schule

Durch den umfassenden Ausbau der Schulsozialarbeit sind an den Schulen multiprofessionelle Teams aus Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Netzwerkpartnern entstanden, die gemeinsam Kinder und Jugendliche beraten und begleiten.

Die Schulsozialarbeiter unterstützen Familien bei der Beantragung aller Leistungsansprüche aus dem Bildungs- und Teilhabepaket - zum Beispiel Lernförderung, Mittagessen, kulturelle Teilhabe, Mitgliedschaft in Sportvereinen. Sie wirken als wichtige Bindeglieder zwischen Elternhaus und Schule und schlagen eine Brücke zur gesamten Beratungslandschaft – insbesondere zur Jugendhilfe.