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Bild: Jesús González Rebordinos

Wettbewerb

FH-Studierende wollen Brückviertel zum Klingen bringen

Nachricht vom 09.02.2018

Eine Hebebühne für Musiker, eine Telefonzellen-Disco und klingende Bänke - das sind drei der zwölf Vorschläge zum Wettbewerb "Klang.Raum.Stadt". Studierende der FH Dortmund haben sich dazu überlegt, wie das Brückviertel zu einem Musikviertel werden kann. Gewonnen hat die Idee zur "Rising Stage".

Die drei Siegerinnen des Kreativwettbewerbs für das Brückstraßenviertel

Olga Grenz, Lara König, Alina Saltheim (von links) konnten mit ihrem Entwurf "Rising Stage" überzeugen.
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Auf einer Hebebühne - der "Rising Stage" - an der Kreuzung vor dem Konzerthaus soll bald jeden Samstagabend ein anderer Künstler auftreten – in bis zu elf Metern Höhe. Ein digitaler Countdown an der Hausfassade soll das Event ankündigen. Mit dieser Idee für das Musikviertel rund um die Brückstraße haben die drei Studentinnen Alina Saltheim, Lara König und Olga Grenz den ersten Platz beim Wettbewerb "Klang.Raum.Stadt" gemacht.

Zwölf Vorschläge

Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Stabsstelle Brückstraßenquartier der Stadt Dortmund und dem Fachbereich Design (Studiengänge Szenografie und Kommunikation, Fotografie, Objekt- und Raumdesign und Sounddesign) der Fachhochschule Dortmund. Die vier besten Ideen sollen realisiert werden, ihre Umsetzbarkeit wird nun geprüft.

Gesucht wurden Vorschläge für Stadtraum-Inszenierungen, die sich mit der musikalischen Seele des Viertels auseinandersetzen und den öffentlichen Raum bereichern. Ob Sound oder Videos, Ausstellungen, Performances oder Interaktionen – alles war erlaubt.

Hebebühne "Rising Stage"

Das Modell zur "Rising Stage"
Bild: Michael Milewski / FH Dortmund

Über 20 Studierende arbeiteten unter Leitung von Prof. Oliver Langbein und mit Unterstützung von Prof. Martin Middelhauve und dem Lehrbeauftragten Clemens Müller in Gruppen zum vorgegebenen Thema. "Wir haben zwölf Vorschläge von wirklich sehr hoher Qualität erhalten", sagt Christian Weyers, Leiter der Stabsstelle Brückstraßenquartier.

Tanzende Puppen und klingende Bänke

"Brückfestival" heißt der Wettbewerbsbeitrag, der den zweiten Platz gemacht hat. Juri Schäffer schlägt vor, den gläsernen Schaukästen an der Hansastraße Leben einzuhauchen. Rauchkringelkanonen und "Brückdancer"-Puppen sollen die Kästen bestücken, Musik soll sie in Bewegung versetzen. Neben dort fest installierten Tracks sollen mit einer Smartphone-App auch eigene Sounds eingespeist werden können.

Ebenfalls einen zweiten Preis machten Bianca Abel, Juliette Palm und Laura Dierkes mit ihrer Idee der "Soundzelle". Eine ehemalige Telefonzelle wird zu einer ein Quadratmeter kleinen Disco voller Licht, Musik und Stimmung, in der Passanten der Musik heimischer Künstler lauschen können.

Eine Mischung aus urbanem Möbelstück und Instrument ist "Apollon", der Beitrag von Artem Neklesa. Nimmt man auf der Bank Platz, senkt sich ähnlich einer Klaviatur der obere Teil langsam und kaum merklich ab, um am Ende der Bewegung einen kraftvollen Ton erklingen zu lassen. Von oben gefilmt und im Zeitraffer auf Monitoren abgespielt, wird ein Tag in der geschäftigen Brückstraße in ein Musikvideo verwandelt.

Zum Thema

Alle Arbeiten sind noch bis Mittwoch, 14. Februar, kostenlos im Brückcenter, Brückstraße 42-44, zu sehen.