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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Integrationsstaatssekretärin Güler besucht Kommunales Integrationszentrum

Nachricht vom 26.02.2018

Integrationsstaatssekretärin Serap Güler setzt ihre im Sommer 2017 begonnene Tour durch Nordrhein-Westfalen fort. Dabei besucht sie insgesamt acht Kommunale Integrationszentren und am Freitag, 23. Februar 2018, das in Dortmund.

Integrationsstaatssekretaerin Serap Gueler bei ihrem Besuch im Rathaus

Die Staatssekretärin Serap Güler bei ihrem Besuch im Rathaus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

"Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennenzulernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen", erklärte die Staatssekretärin Serap Güler bei ihrer Station in Dortmund am Freitag, 23. Februar 2018. Im vergangenen Jahr hatte sie sich bereits in 22 Einrichtungen informiert.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem es Kommunale Integrationszentren gibt. Die Einrichtungen bieten Angebote für Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte, die die Bildungschancen verbessern sollen. Daneben koordinieren sie die Aktivitäten und Angebote der Kommunen und freien Träger in Bezug auf Integration und das Zusammenleben in Vielfalt. Seit 2015 unterstützen die Kommunalen Integrationszentren im Rahmen des Landesprogramms "Komm-an NRW" Bürger, die sich vor Ort um Geflüchtete kümmern.

"Kommunale Integrationszentren sind mittlerweile unverzichtbar"

Staatssekretärin Güler lobte bei ihrem Besuch in Dortmund die Arbeit der Einrichtungen: "Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die Kommunalen Integrationszentren mittlerweile unverzichtbar. Die Landesregierung wird der kommunalen Integrationsarbeit neue Struktur verleihen und hat vereinbart, die Voraussetzung für eine auskömmliche Finanzierung der Einrichtungen aus Landesmitteln bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 zu sichern. Bei aller berechtigten Aufmerksamkeit für die Neuzugewanderten, sollten wir nicht diejenigen aus dem Blick verlieren, die bereits dauerhaft hier leben."

In Dortmund liegt ein Schwerpunkt aktuell im Bildungsbereich. Hier soll die Mehrsprachigkeit verstärkt gefördert werden. Daneben wird bürgerschaftliches Engagement durch den Aufbau eines Dolmetscherpools unterstützt. Die Sprachmittler helfen den ehrenamtlichen Helfern bei der Begleitung von Menschen, für die die deutsche Sprache noch eine Herausforderung ist, unter anderem bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration

Weitere Stationen der Tour sind der Kreis Gütersloh, der Kreis Minden-Lübbecke, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Coesfeld. Zuvor hatte sich Staatssekretärin Güler bereits in Hamm und Hagen informiert. Perspektivisch will die Integrationsstaatssekretärin alle Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen besuchen.

2012 hatte der Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Damit wurde auch der Grundstein für die Einrichtung der Kommunalen Integrationszentren gelegt. Heute verfügen 53 der 54 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über ein Kommunales Integrationszentrum. 2016 wurden insgesamt rund 39,4 Millionen Euro für die Arbeit der Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Davon kamen 19,6 Millionen Euro aus den kommunalen Haushalten, 14,5 Millionen Euro waren Landesmittel und fast 5,3 Millionen Euro waren Stiftungs- und Drittmittel.

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