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Bild: Jesús González Rebordinos

Planungs- und Baukultur

16 Jahre Gestaltungsbeirat – Rückblick auf die Arbeit des Gremiums im Jahr 2017

Nachricht vom 01.03.2018

Seit Dezember 2001 ist der Gestaltungsbeirat ein wesentliches Element in den Diskussions- und Entscheidungsprozessen. So unterstützt und entwickelt der Gestaltungsbeirat mit weiteren Akteuren die Planungs- und Baukultur in Dortmund.

16 Jahre Gestaltungsbeirat

Mitglieder des Gestaltungsbeirates mit Planungsdezernent Ludger Wilde (ganz rechts) und der Beiratsvorsitzenden Prof. Christa Reicher (Fünfte von links) sowie Projektentwickler Jörg Schrameyer (Zweiter von rechts)
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

"Der Gestaltungsbeirat ist ein Instrument, um qualitätvolle Entwicklung in der Stadt sicherzustellen. Wir suchen gemeinsam mit den Investoren nach der städtebaulich besten Lösung. In der Regel werden die Empfehlungen des Gestaltungsbeirats auch umgesetzt. Eine Garantie gibt es allerdings nicht", sagt Planungsdezernent Ludger Wilde.

Seit 16 Jahren berät der Gestaltungsbeirat in Dortmund sehr erfolgreich Bauherren, Architekten und Planer bei deren Konzepten und Projekten. In dieser Zeit wurden in 106 Sitzungen (zuzüglich Sondersitzungen und Exkursionen) circa 750 Projekte beraten.

"Seismograph für die Stadtentwicklung"

"Der Gestaltungsbeirat ist ein Seismograph für die Stadtentwicklung in Dortmund", sagt Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des Gestaltungsbeirats.

Über die Arbeit des Gestaltungsbeirates im Jahr 2017 haben die Mitglieder des Beirates berichtet: Am 2. März 2017 fand die erste Sitzung des Gestaltungsbeirates im Vorjahr statt. In sechs Sitzungen wurden insgesamt 45 Projekte beraten, einige davon mehrfach.

"Der Gestaltungsbeirat macht nicht alle Projekte gut, er sorgt aber dafür, dass viele Projekte besser werden", so Prof. Christian Schlüter, Mitglied des Gestaltungsbeirates.

Schwerpunkte im Jahr 2017 waren:

  • Innenstadtprojekte, vielfach mit Hotelnutzung
  • Studentisches Wohnen
  • Wohn-, Büro- und Geschäftsbauten
  • Hotel- und Büroneubauten an der B1: Westfalen- und Rheinlanddamm

Beitrag zur Strukturverbesserung

Dass gute Gestaltung nicht immer teuer sein muss, meint auch Margarete Bonnenberg, Geschäftsführerin des Gestaltungsbeirats: "Oft leistet der Gestaltungsbeirat mit seinen Empfehlungen einen Beitrag zu Strukturverbesserungen."

In der Sitzung haben Beiratsmitglieder eine Übersicht über die Projekte gegeben. Der Projektentwickler eines Wohn- und Geschäftszentrums hat die Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat aus seiner Sicht dargestellt.

"Je früher man mit der Verwaltung über die Gestaltung von Projekten spricht, desto größer ist nachher die Akzeptanz für Projekte in der Bevölkerung", sagt Jörg Schrameyer, Leiter Immobilien bei der IDO GmbH und Projektentwickler für das Wohn- und Geschäftszentrum in Schüren.

Zum Thema

Der Rat der Stadt hat im September 2001 die Bildung eines Gestaltungsbeirates beschlossen. Der Beirat wird in den Beratungs- und Beurteilungsprozess für Bauvorhaben und Gestaltungsmaßnahmen eingeschaltet, die für das Stadtbild und die Qualität der Architektur in Dortmund von Bedeutung sind.