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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtleben

Cityrunde tagte im Rathaus zu Straßenmusik und Hotel-Projekten

Nachricht vom 09.03.2018

Auf Einladung von Oberbürgermeister Sierau tagten am Freitag, 9. März, die Mitglieder der Cityrunde im Rathaus. Die Vertreter aus Handel, Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten im Schwerpunkt über die Handhabung von Straßenmusik im Bereich des Hellwegs und Baumaßnahmen in der Innenstadt.

Planungsdezernent Ludger Wilde, der in dieser Runde den Oberbürgermeister vertrat, erinnerte an die wechselnden Beschwerdelagen in den Jahren 2016 und 2017 und die derzeitig geltende Regelung:

  • Musiziert werden darf beginnend mit der vollen Stunde jeweils eine halbe Stunde lang. Die zweiten 30 Minuten jeder Stunde sind spielfrei zu halten.
  • Nach dem Musizieren bzw. nach Aufforderung der Vollzugsdienstkräfte der Stadt Dortmund und der Polizei ist der Standort zu wechseln. Der neue Standort muss mindestens 150 Meter vom vorherigen Standort entfernt sein.
  • Auf Flächen, auf denen genehmigte Veranstaltungen stattfinden, ist Straßenmusik nicht gestattet.
  • Elektronische Verstärker und Tonwiedergabegeräte dürfen nicht verwendet werden.

Zur Diskussion stand der Vorschlag, eine Verbotszone einzurichten, die im Westen des Hellwegs von der Martinstraße bis zur Reinoldistraße im Osten reichen sollte. Betroffen wären außerdem einige Seitenstraßen in diesem Bereich. "Da die Meinungen von Straßenmusik-Befürwortern und -gegnern sehr weit auseinander gehen", so Wilde, "fragte sich die Cityrunde, ob ein Verbot derzeit sinnvoll ist. Eine breite Mehrheit hat sich gegen eine Verbotszone ausgesprochen."

Entsprechend wird es zunächst bei der aktuellen Regelung bleiben, die Ergebnisse in 2018 evaluiert und 2019 in der Cityrunde neu besprochen. Axel Schroeder vom Cityring dazu: "Trotz einer Beschwerdelage muss eine Großstadt wie Dortmund Straßenmusik in einem gewissen Maß 'ertragen'."

Beate Siekmann, Amtsleiterin Ordnungsamt, erklärte: "Wir haben schon eine hohe Kontrolldichte in der Innenstadt, werden diese zur Einhaltung der Regeln aber noch einmal verschärfen. Bei Beschwerden über Straßenmusik kann man sich telefonisch an das Ordnungsamt wenden. Der Kommunale Ordnungsdienst ist innerhalb der City in spätestens 10 Minuten vor Ort." Zu erreichen ist das Ordnungsamt unter 50-28888. Die Amtsleiterin weiter: "Gute Erfahrungen haben wir mit der direkten Ansprache an die Straßenmusiker gemacht. Der unmittelbare Kommunikationsweg träg zur Verbesserung in der Szene bei."

Bauprojekte Innenstadtbereich

Im Anschluss berichtete Wilde über den derzeitigen Sachstand verschiedener Bauprojekte in der Innenstadt: Das Leonardo Hotel am Burgwall mit 196 Zimmern soll Ende 2019 fertiggestellt sein. Einer der im Moment wohl augenfälligsten Baustellen ist die an der Kampstraße mit dem Abriss des ehemaligen Karstadt-Technikhauses. "Der Abriss ist voraussichtlich Mitte 2018 beendet", erklärte Wilde. Es entsteht bis 2020 das BaseCamp – eine Unterkunft für Studierende mit 430 Apartments auf 7 Geschossen. Das BaseCamp soll Studierenden Unterkunft bieten und darüber eine Strahlkraft in das Brückstraßenquartier hinein entfalten.

Studierendenwohnungen sollen darüber hinaus zwischen Dortmunder U, FZW und Berufskolleg entstehen. Hierzu läuft derzeit ein Wettbewerb. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Cityrunde vorgestellt werden. Geplant sei außerdem, erklärte Wilde weiter, alle Eigentümer mit mindergenutzten Grundstücken in der City anzuschreiben, um Lösungen zur vorteilhaften Nutzung für alle Seiten zu finden. Den Abschluss der heutigen Sitzung bildete die Planung Silberstraße im Bereich Thier-Galerie: Ab Juli 2018 werden dort neue Leitungen verlegt. Die Straße bekommt ferner eine neue Pflasterung. Diese Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Die nächste Cityrunde findet am 18. Mai 2018 statt.

Gaye Suse Kromer