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Bildung

Erfolgsmodell Sportinternat wächst dank städtischer Zuschusserhöhung weiter

Nachricht vom 17.04.2018

Das im August 2015 ins Leben gerufene Sportinternat Dortmund hat sich in den letzten Jahren zu einem Erfolgsmodell für den Dortmunder Leistungssport entwickelt. Um diese Entwicklung weiter zu unterstützen, hat die Stadt Dortmund ihre finanzielle Förderung auf 120.000 Euro pro Jahr erhöht.

Erfolgsmodell Sportinternat wächst

Sportdezernentin Birgit Zoerner beim Rundgang im Sportinternat.
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Von dieser Entwicklung überzeugten sich am Dienstag, 17. April, Sportdezernentin Birgit Zoerner, der Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbetriebe sowie des Olympiastützpunktes Bernd Kruse, der Leiter des Olympiastützpunktes Westfalen gGmbH Thomas Friedhoff sowie der Vorsitzende der LGO Dortmund Jörg Lennardt.

Mit der Entscheidung der Stadt Dortmund, sich mit dem städtischen Goethe-Gymnasium um den Status einer NRW-Sportschule zu bewerben, hat sie sich gleichzeitig dafür entschieden, eine herausragende Bildungsstätte für sportlich, leistungsorientierte Schüler zu installieren.

2015 wurde das Dortmunder Sportinternat aus der Taufe gehoben

Damit verbunden war neben dem Ausbau der städtischen Sportstätteninfrastruktur (Neubau einer Sporthalle am Goethe-Gymnasium), einem besonderen pädagogischen Konzept zur Zusammenführung von Schulausbildung und Sporttraining sowie zur Kooperation zwischen Schule, Vereinen und Verbänden auch die Errichtung und der Betrieb eines Sportinternats am Standort.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahre 2015 das Dortmunder Sportinternat aus der Taufe gehoben. In Zusammenarbeit mit der WIHOGA (Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gastronomie), die über alle notwendigen strukturellen Voraussetzungen verfügt, gelang es, rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2015/16 den Internatsbetrieb mit zunächst fünf Schülern aufzunehmen. Hierfür wurden erste Zimmer im Internatsgebäude der WIHOGA angemietet und notwendige Funktionsräume wie Küche und Aufenthaltsraum geschaffen.

"Wesentlich zum Erfolg des Internats beigetragen haben die herausragenden Rahmenbedingungen im Umfeld sowie die Nähe zum Goethe-Gymnasium", erläutert Sportdezernentin Birgit Zoerner.

Erfolgsmodell Sportinternat wächst

Jörg Lennardt (Vorsitzender der LGO Dortmund), Thomas Friedhoff (Leiter des Olympiastützpunktes Westfalen gGmbH), Birgit Zoerner (Sportdezernentin) und Bernd Kruse (Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund und des Olympiastützpunktes Westfalen gGmbH) mit Bewohnern des Sportinternats.
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Bestmögliche Voraussetzungen für erfolgreiche schulische und sportliche Karriere

Dabei werden die besonderen Aspekte des Alltags eines Sportlers berücksichtigt und bestmögliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche schulische als auch sportliche Karriere geschaffen. Die guten Rahmenbedingungen spiegeln sich mittlerweile auch in den Erfolgen der Sportler des Internates wider. So konnte erst kürzlich die Schulmannschaft des Goethe-Gymnasiums im Handball der Jugendlichen den Vize-Weltmeistertitel der Schulen in Katar gewinnen.

Alleine elf Handballerinnen des BVB 09 gehören aktuell dem Internat an sowie elf Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Dortmund, sieben Leichtathletinnen und Leichtathleten der LG Olympia Dortmund, eine Ruderin und ein Eistänzer.

Auch die Entwicklung der anderen Sportler ist durchweg positiv. So konnten auch die Schwimmer zahlreiche Erfolge bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften erzielen. Ebenso sammeln die Leichtathleten in ihren Altersklassen fleißig Medaillen bei Deutschen Meisterschaften im Mittelstrecken- oder Crosslauf.

Zum Thema

Finanziert wird der Internatsbetrieb auch über einen Zuschuss der Stadt Dortmund. Dieser Betrug bislang jährlich 70.000 Euro. Durch den wachsenden Bedarf an Internatsplätzen hat die Stadt Dortmund für das laufende Jahr nun eine vom Rat der Stadt bewilligte Zuschusserhöhung um 50.000 Euro auf jetzt 120.000 Euro pro Jahr zugesagt. Mit der Erhöhung des Zuschusses kann die Kapazität des Internats zukünftig auf bis zu 42 Sportler ausgebaut werden.

Darüber hinaus tragen Elternbeiträge, Zuschüsse aus der Sportstiftung sowie Spenden zur Finanzierung des Internats bei. Für die Betreuung der Internatsschüler ist ein vierköpfiges Betreuerteam verantwortlich.