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Bild: Jesús González Rebordinos

"Rumah hutan"

Saniertes Regenwaldhaus - Zukunftskonzept sieht weitere Neuerungen vor

Nachricht vom 14.05.2018

Stadträtin Birgit Zörner übergab das sanierte Regenwaldhaus Rumah hutan im Zoo Dortmund seiner Bestimmung. Nach siebenmonatigen Arbeiten ist die Sanierung abgeschlossen. Zugleich wird auf dem Zoogelände fleißig an weiteren Anlagen gearbeitet.

Im Rahmen des Zukunftskonzeptes "Zoo Dortmund 2023" werden derzeit an einigen Stellen im Zoo Anlagen neu errichtet oder erneuert. Die Neugestaltung des "Rumah hutan"-Regenwaldhauses ist dagegen abgeschlossen. Die neuen Innen- und Außenanlagen kosteten rund 215.000 Euro.

Die zuständige Sport- und Freizeitdezernentin Birgit Zoerner freut sich sehr über die gelungene Sanierung des Regenwaldhauses im Zoo Dortmund. "Im Rahmen des Zukunftsprogramms Zoo werden wir Zug um Zug die Gehege, Häuser und Becken sanieren und teilweise sogar neu bauen. Die Sanierung des Regenwaldhauses ist ein schönes Beispiel, wie wir den Dortmunder Zoo artgerecht für unsere Tiere und attraktiv für die vielen Besucherinnen und Besucher weiter umgestalten werden", so Birgit Zoerner.

In dem neu eingerichteten Gehege leben die Orang-Utans in einer einzigartigen Wohngemeinschaft mit den Tapiren zusammen.

Die Kletterstrukturen und die Inneneinrichtung der Heimat von Sumatra-Orang-Utan Walther und seiner Sippe sowie die ungewöhnlichen Schabrackentapire waren in die Jahre gekommen. Das 2004 eröffnete Haus wurde und wird von den agilen Bewohnern stark genutzt. Die natürlichen Holzstrukturen unterliegen neben der Abnutzung auch einem Verfall, so dass nach 14 Jahren eine Neueinrichtung notwendig war.

Sanierung an Bedürfnisse der Tiere angepasst

Das Sanierungskonzept zollt den Bedürfnissen der Tiere ebenso Rechnung wie dem Ästhetik-Bedürfnis der Zoobesucherinnen und -besucher. Stabile Holzstrukturen wurden optisch ansprechend in die Anlage eingebaut.

Den Tieren werden Kletter- und Spielmöglichkeiten, Ruheplätze und Liegeflächen geboten. Verschiedene Plattformen in Augenhöhe der Besucherinnen und Besucher ermöglichen eine unmittelbare Beobachtung von Interaktionen, gegenseitiger und eigener Körperpflege, Futteraufnahme oder Eltern-Kind-Beziehungen.

Baumhütten kommen dem Wunsch der Affen nach einem schützenden Bereich entgegen. Der Chef des Trupps, Walther, hat bereits eine der Hütten in unmittelbarer Nähe zu den Zoofans im Innenbereich des Hauses als Lieblingsplatz ausgesucht.

Tapirmann Jinak, der zurzeit auf eine neue Partnerin wartet, kann die Stämme als Scheuerbäume nutzen und genießt ebenfalls die abwechslungsreiche Neugestaltung seines Wohnzimmers.

Einmalige Vertreter ihrer Art in Europa

Auch an anderen Stellen im Zoo wird fleißig gebaut. Die Japanischen Larvenroller, die bislang eher unscheinbar in einer kleinen Anlage im Eingangsbereich gehalten werden, sollen noch im Juni in ihr neues Gehege umsiedeln. Sie sind die einzigen Vertreter ihrer Art in Europa und ein Geschenk des Zoodirektors von Tokyo.

Der Förderverein Zoofreunde Dortmund legt letzte Hand an die begehbare Ibisvoliere, die noch im Sommer eröffnet werden soll. Mehrere Vogelarten der Uferlebensräume werden hier ein Zuhause finden.

Becken der Seelöwen ist undicht

Das Raubtierhaus wird grundsaniert. In wenigen Wochen beginnen auch die Arbeiten an den Außenanlagen, so dass vermutlich im Sommer 2019 ein neues Löwenrudel hier einziehen kann.

Das Becken der Seelöwen und Seebären ist undicht und muss geflickt werden. Im Vorgriff auf den vorgesehenen Neubau der Robbenanlage wird das Becken so gestaltet, dass es in die künftige Anlage integriert werden kann. Während der Arbeiten wird die tägliche Schaufütterung, einer der Höhepunkte des Dortmunder Zoobesuchs, ausfallen müssen. Zurzeit findet noch eine Schaufütterung täglich statt.

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