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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Foto, Film und Medienkunst

Silke Schönfeld und Florian Dedek erhalten Medien-Förderpreis der Stadt Dortmund

Nachricht vom 26.06.2018

Silke Schönfeld, Jahrgang 1988, und Florian Dedek, Jahrgang 1984, erhalten in diesem Jahr den Förderpreis der Stadt Dortmund für junge Künstler in der Sparte Foto, Film und Medienkunst.

Der Preis wird seit 1978 im biennalen Rhythmus in wechselnden Kunstsparten verliehen und ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Birgit Jörder entschied, den Preis zwischen den beiden Kunstschaffenden aufzuteilen. Den 1. Preis erhält Silke Schönfeld. Er ist mit 5.000 Euro Preisgeld dotiert. Florian Dedek wird mit dem 2. Preis in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet.

Die Juryentscheidung trafen unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Birgit Jörder die Fachpreisrichterinnen und -richter Silke Räbiger (Leiterin des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/ Köln), Axel Mosler (Fotograf und Dozent für Fotografie), Harald Opel (Dozent für Filmproduktionstechniken und Experimentelle Filmgestaltung an der FH Dortmund) sowie Fabian Saavedra-Lara (Leiter des medienwerk.nrw).

Als Sachpreisrichterinnen waren neben Birgit Jörder die Ratsmitglieder Barbara Brunsing und Brigitte Thiel beteiligt. Insgesamt sind 35 Bewerbungen für den Förderpreis eingegangen.

Feierstunde am 9. Dezember im Rathaus

In der Begründung zu Silke Schönfeld sagte Silke Räbiger: "Die Jury war beeindruckt von der Bandbreite ihrer Arbeiten, die zwischen Installation, Inszenierung und dokumentarischem Film oszilliert. Ihre Inszenierungen sind politische Reflexionen, die häufig in unerwarteten räumlichen und zeitlichen Bezügen stattfinden. Die Auseinandersetzung mit sozialen Medien und der allgegenwärtigen Bilderflut greift sie auf und hinterlässt durch Verschiebungen bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ein durchaus beabsichtigtes Gefühl von Verwirrung und eine Öffnung von gedanklichen Räumen. Silke Schönfeld ist eine Künstlerin, die sich auf unterschiedlichen Gebieten ausprobiert und sich dem politischen Diskurs öffnet."

Laudator Axel Mosler begründet die Entscheidung für Florian Dedek wie folgt: "Er überzeugte mit einem Film, der inhaltlich die Aufarbeitung seiner Kindheit darstellt und sich gleichzeitig mit einer Familiengeschichte auseinandersetzt, die einschneidende politische Entwicklungen und Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik widerspiegelt. Florian Dedek geht mit 'Da muss es ja ein was weiß ich was Gutes geben' in sein Seelenleben herab, unterlegt den Film mit vielen Zeitdokumenten, vergilbten Fotos, Filmausschnitten und lässt die Zuschauer an einem außergewöhnlichen Schicksal teilhaben. Das Werk ist sehr privat und einfühlsam und so nachhallend, dass es den zweiten Preis unbedingt verdient hat."

Die Mitteilung über die Juryentscheidung haben die beiden Kunstschaffenden mit großer Freude aufgenommen.

Die Feierstunde zur Preisverleihung findet am 9. Dezember 2018 im Dortmunder Rathaus statt.