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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"Education and Community Partizipation"

Dortmund erhält Ehrung der EU für Bildung und Bürgerbeteiligung beim "Trade City Award"

Nachricht vom 28.06.2018

Die Europäische Kommission und das International Trade Centre haben erstmals den "Trade City Award" ausgeschrieben. Dabei erreichte Dortmund die Finalrunde mit sechs weiteren europäischen Städten und errang den Sonderpreis "Education and Community Partizipation".

Dortmund erhält Ehrung der EU für Bildung und Bürgerbeteiligung beim "Trade City Award"

Dortmund bekam den Sonderpreis "Education and Community Partizipation".
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Der erstmalig verliehene Hauptpreis "Trade City Award" ging an die belgische Stadt Gent.

Ziel des Wettbewerbes ist es Städte, die sich um soziale, wirtschaftliche und ökologische Belange der Nachhaltigkeit im internationalen Handel verdient gemacht haben, auszuzeichnen. Dortmund ist seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Aktivitäten erfolgreich. So hat Dortmund seit 2003 zweimal den 1. Platz und mehrmals 3. und 4. Plätze sowie Sonderpreise beim zweijährig ausgelobten Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" erhalten.

"Es freut mich sehr, dass die Erfahrungen und das Engagement als deutsche Hauptstadt des Fairen Handels nun auch auf EU-Ebene Anerkennung gefunden haben", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Einem breiten Publikum sichtbar werden die Aktivitäten durch die sehr erfolgreich etablierte Messe FAIR FRIENDS, die seit 2010 in den Dortmunder Westfalenhallen durchgeführt wird. 2017 präsentierten 200 Aussteller aus 19 Nationen den 5.000 Besucher Produkte und Dienstleistungen aus den Themenschwerpunkten Fairer Handel, unternehmerische Verantwortung und nachhaltige Lebensstile.

Gerechtere Gestaltung der Globalisierung

Dieses nachhaltige Engagement wurde nun durch die europäische Union gewürdigt. Bei "Fair Trade" geht es um die Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung, von der vor allem Kleinerzeuger profitieren. Durch die Sensibilisierung von Bürgern, Politikern und Unternehmern für faire, ethische und nachhaltige Handelsstrukturen soll eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung ermöglicht werden.

"Nachdem wir u.a. im europäischen Modellprojekt zur fairen Beschaffung einige Erfahrungen sammeln konnten, ist nun unser Ansatz der nachhaltigen Beschaffung ein Teil unserer täglichen Arbeit. Wir freuen uns, dass dieses Vorgehen auf europäischer Ebene nun so wertgeschätzt wird“, so Aiko Wichmann vom Vergabe- und Beschaffungszentrum.

Die Bewerbung der Stadt Dortmund hatte verschiedene Bausteine aus allen Fachbereichen der Stadtverwaltung: ÖKOPROFIT, CSR-Netzwerk, nachhaltige Beschaffung, Messe FAIR FRIENDS, Dortmunder Aktionsbündnis zum Fairen Handel und FaireKITA. Insbesondere das Projekt FaireKITA fand bei der EU großen Anklang, was letztendlich zum Sonderpreis führte. Alle über 100 städtischen FABIDO Kitas haben sich auf den Weg gemacht, die Auszeichnung als FaireKITA zu erlangen. Der Träger FABIDO lässt sich zusätzlich noch als fairer Kita-Träger zertifizieren.

"Ich bin überwältigt vom Erfolg des Projektes FaireKita NRW. Nachdem das Projekt zunächst nur in den drei NRW-Kommunen Dortmund, Lünen und Dinslaken entwickelt wurde, tritt es nun seinen Siegeszug durch Deutschland und Europa an. Nach NRW haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, das Saarland und Hessen eine flächendeckende Umsetzung in Angriff genommen. Diese Auszeichnung auf europäischer Ebene ist nun der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung", so Jasmin Geisler vom Projektbüro FaireKITA.

Bei einer Feierstunde in Brüssel übergaben EU-Kommissarin Cecilia Malmström und die Direktorin der EU-Generaldirektion Handel Arancha Gonzales die Auszeichnung an die Dortmunder Delegation bestehend aus Jasmin Geisler, Projektbüro FaireKITA, Christoph Struß vom lokalen Agenda-Büro, Aiko Wichmann vom Vergabe- und Beschaffungszentrum sowie Pascal Ledune von der Wirtschaftsförderung Dortmund.

"Die Stadt Dortmund war schon mit dem Projekt 'ÖKOPROFIT' im Jahr 2001 Vorreiter in NRW. Mit der Gründung des CSR-Netzwerkes (corporate social responsibility - unternehmerische Sozialverantwortung) im Jahr 2013 hat die Wirtschaftsförderung einen Impuls gesetzt, dem mittlerweile über 200 Unternehmen gefolgt sind. Dass dieses Engagement auf europäischer Ebene nun so gewürdigt wird, spornt uns weiter an", sagt Pascal Ledune von der Wirtschaftsförderung Dortmund.