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Bild: Jesús González Rebordinos

Stadtentwicklung

Einzigartiges wirtschaftliches Entwicklungskonzept - Internationaler Investor Walas erwirbt Schalthaus und Hochofen auf Phoenix West

Nachricht vom 24.08.2018

Investor für Phoenix West gefunden: Kanadisch-niederländischer Stadt- und Projektentwickler Walas plant, den Hochofen als retro-futuristischen Industrieerlebnisraum zu inszenieren, während Neubauten und das Schalthaus als Exzellenzzentren für Innovation und Technologie genutzt werden sollen.

Geplantes Gebäude „4th Wave“ auf PHOENIX West

Mit der Entwicklung des neuartigen Gebäudes "4th Wave" im Kontext der Hochöfen wird die Entwicklung abgeschlossen werden.
Bild: Walas

Das Schalthaus und der Hochofen auf Phoenix West zählen zu den beeindruckenden Industriedenkmälern Dortmunds. Mit dem kanadisch-niederländischen Stadt- und Projektentwickler Walas hat die Stadt Dortmund nun nicht nur einfach einen Käufer, sondern einen langfristigen Partner gefunden, der eine für die Region einzigartiges und neues wirtschaftliches Nutzungskonzept entwickelt hat. Dieses entspricht genau der Grundidee von Phoenix West als Standort für Technologie, Dienstleistungen, Freizeit und Kultur. Einzigartig ist jedoch die ganzhaltige Gebietsentwicklung und das Projektdesign, das alles miteinander vereint.

Am 24. August stellten die Stadt Dortmund und Walas gegenüber der Öffentlichkeit die Pläne für die Entwicklung des Areals vor. Diese werden auf dem Baufeld neben der Hochofenanlage mit spektakulären Baukörpern beginnen, gefolgt von der Entwicklung des Schalthauses 101. Mit der Entwicklung des neuartigen Gebäudes "4th Wave" im Kontext der Hochöfen wird die Entwicklung abgeschlossen werden.

Die Pläne von Walas zeigen, dass Industriekultur im Ruhrgebiet und wirtschaftliche Dynamik überhaupt kein Widerspruch sein müssen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Für Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist vor allem das Gesamtkonzept überzeugend: "Phoenix steht in Dortmund wie kein zweites Areal für Strukturwandel. Vor über 150 Jahren entstand hier das industrielle Herz von Dortmund. Hier fiel vor fast 20 Jahren der Startschuss für die Entwicklung als Technologie- und Dienstleistungsstandort, aber auch für die Bewahrung unserer Geschichte. Und heute wollen wir die nächste Phase einleiten, die beides miteinander zu etwas ganz Neuen verbindet. Die Pläne von Walas zeigen, dass Industriekultur im Ruhrgebiet und wirtschaftliche Dynamik überhaupt kein Widerspruch sein müssen. Ganz im Gegenteil: Die Pläne inszenieren das Industriedenkmal vollkommen neu. Daher bin ich davon überzeugt, dass es nicht für Unternehmen ein absoluter Gewinn sein wird, sich hier anzusiedeln, sondern auch gerade viele Besucherinnen und Besucher sich dieses werden ansehen wollen."

Es ist geplant, den Hochofen während der Entwicklung als retro-futuristischer Industrieerlebnisraum mit vielfältigen Angeboten zu inszenieren, während die Neubauten westlich davor und das Schalthaus östlich als Exzellenzzentren für Innovation und Technologie genutzt werden. Beide werden für sich, aber gerade im Zusammenspiel, ein neues optisches Highlight für Dortmund - aber auch der ganzen Region sein.

Schalthaus 101 auf PHOENIX West

Das Schalthaus als Exzellenzzentren für Innovation und Technologie
Bild: Walas

Gerben van Straaten, CEO Walas, freut sich sehr auf den Standort und die Arbeit an diesem besonderen Umfeld: "Unsere Arbeit hier ist Stadtentwicklung im weitesten Sinn des Wortes. Für Walas bedeutet Stadtentwicklung mehr als Immobilien und Gebietsgestaltung. Stadtentwicklung bringt die Aktivitäten, Wünsche und Interessen von Menschen, Unternehmen und einer Stadt zusammen und vereinigt sie zu einem lebendigen und lebenswerten Ganzen - ökonomisch, sozial, nachhaltig, ökologisch und finanziell. Für uns bewahren authentische Elemente wie der Hochofen die Substanz einer Stadt. Ziel ist hier, durch Mehrfachnutzung eine neue und effektive Dichte und Diversität rund um das Industriedenkmal zu erschaffen."

Für Walas ist die Entwicklung nicht rein regional begrenzt. Das Ziel ist es, ein Exzellenzzentrum mit internationalem Vorzeigecharakter für Innovation und Nachhaltigkeit zu schaffen. Dieses soll sich nicht nur darin abbilden, was im Gebäude stattfindet, sondern gerade auch am Bau selbst zeigen. Als auffälliges Element sind blaue Solarpanels geplant, welche sich durch das ganze Ensemble ziehen werden – daher der Name "4th Wave".

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, die den Prozess in den letzten 12 Monaten für die Stadt begleitet hat, sieht für Unternehmen große Vorteile in dem Konzept: "In Dortmund wird mit der Investition von Walas ein europaweit einmaliger Schritt gemacht. Für die Region ist es ein gutes Signal: Ein Industriedenkmal wird wieder produktiv genutzt und zum Ort für neue Arbeitsplätze."