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Bild: Jesús González Rebordinos

Ehrenamt

FreiwilligenAgentur vergibt Preis zum Thema ""Engagement im Quartier"

Nachricht vom 11.09.2018

Mit dem Preis "Engagement anerkennen" fokussiert die FreiwilligenAgentur Dortmund in diesem Jahr das Thema "Engagement im Quartier" und stellt die vielen ehrenamtlichen Akteure mit ihren unterschiedlichen Projekten in den Mittelpunkt. Prämiert wurden drei Organisationen, die in besonderer Weise zu einem unverzichtbaren und belebenden Element unserer Stadtgesellschaft geworden sind.

Preisverleihung "Engagement im Quartier " 2018

Oberbürgermeister Ullrich Sierau ehrte am Montagabend die drei Gewinnerorganisationen im Rahmen der Feierstunde und übergab zusammen mit der Jury die Preise.
Bild: Violetta Stuchlik

Viele Dortmunder Bürger beteiligen sich engagiert und mit viel Herz und Freude. Dabei spielt die räumliche Nähe zum eigenen Wohnort eine große Rolle. Sie wollen ihr eigenes Quartier stärken, sich dort engagieren und aktiv einbringen. Für viele Menschen bedeutet sich freiwillig in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen zu engagieren eine Bereicherung der persönlichen Lebensgestaltung und die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung. Gleichzeitig ist Engagement eine Säule, die als Voraussetzung für eine lebendige und vielfältige Stadtgesellschaft gilt. Gestaltungsräume für bürgerschaftliches Engagement findet man besonders auf der lokalen Ebene, was die eingereichten Projekte eindrucksvoll dokumentieren.

23 Bewerbungen

Insgesamt sind 23 Bewerbungen eingegangen. Somit hatte die Jury eine schwierige Aufgabe. Teil der Jury waren Evi Hoch, Vorstand Wilo-Foundation, Gaby Kolle, Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten und Moderator Sven Kroll vom WDR. Das Fazit: Alle Organisationen können nur durch ein besonders hohes Maß an bürgerschaftlichen Engagements und viel Kreativität so hervorragende Arbeit leisten.

Prämiert wurden drei Organisationen, die in besonderer Weise zu diesem unverzichtbaren und belebenden Element unserer Stadtgesellschaft geworden sind. Die Gewinner dürfen sich über einen Geldpreis von je 1.000 Euro und ein limitiertes Dortmund-Nashorn im Design der FreiwilligenAgentur Dortmund freuen.

Gewinner in der Kategorie "Nachbarschaftshilfe im Quartier":

Nette PCycle Piraten

Die Zielgruppen bei den "Nette PCycle Piraten" sind vollkommen ursprungs-, alters- und genderneutral - jedes Geschlecht, jedes Alter, egal ob aus Westfalen oder dem Rest der Welt. Hauptsache mit Spaß dabei, so die Beschreibung. "Die Nette PCycle Piraten" sind vielfältig aufgestellt: Sie sammeln alte Computer und Zubehör, um es erneut in den Nutzungskreislauf einzufügen. Sie bilden Kids, Jugendliche, Flüchtlingen und Senioren aus, um gebrauchte Rechner zu überprüfen, aufzurüsten, mit freier Software zu bespielen und damit umzugehen. Sie geben kostenlos Computer an Bedürftige weiter oder in Einrichtungen wie Seniorentreffs, Frauenhäuser, Bürgerwohnungen, Wärmestuben, um den Menschen Teilhabe am digitalem Leben zu ermöglichen. Sie bieten Workshops über Programmierung von "raspberry pi" Modulen, dem Bau und Einsatz von Feinstaubsensoren und Freifunkprojekten an.

In der Kategorie "Freizeit im Quartier":

Bunte Schule

Seit September 2011 findet, mittlerweile an zwei Nachmittagen in der Woche, ein freies Spielplatzprojekt auf dem Spielplatz an der Düppelstraße statt. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer aus der "Bunten Schule" kommen mit einer Gruppe von Kindern und betreuen den Spielecontainer. Kinder können verschiedene Materialien (Stelzen, Springseile, Bälle etc.) zum Spielen ausleihen. Jedes Kind kann sich frei oder angeleitet damit betätigen.

Ziel ist es, Begegnungs- und Kennenlernmöglichkeiten für die Kinder der Umgebung zu schaffen, die über die eigene Ethnie hinausgehen und damit Verständnis und Toleranz füreinander zu entwickeln. Durch die Spiele können die Kinder sowohl sprachlich, als auch in Bezug auf ihre innere und äußere Beweglichkeit profitieren, aber auch Regeln des Zusammenlebens und deren Einhaltung lernen. Das Spielplatzangebot ermöglicht das Zusammenkommen von Kindern verschiedener Herkunft.

In der Kategorie "Quartiersentwicklung":

Unsere Mitte Steigerturm

Im Jahr 2014 gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger des Dortmunder Vorortes Berghofen eine parteilich und konfessionell unabhängige Initiative mit dem Namen "Unsere Mitte Steigerturm". Rund 250 Ideen und Wünsche zur Zukunft Berghofens wurden aus dieser siedlungsbezogenen Bürgerbeteiligung in ein Strategie- und Handlungskonzept für eine Quartiersentwicklung "übernommen. Eine erfolgreiche Quartiersentwicklung muss das ganze Lebensumfeld in den Blick nehmen und benötigt die Beteiligung aller Akteure.

Im Aufbau ist ein Netzwerk ehrenamtlicher Kooperationen mit allen Akteuren im Quartier Berghofen. Dabei sind u.a. die Kirchengemeinden, die Arbeiterwohlfahrt, die Grundschule, die Sport- und Kulturvereine.

Die bisher wichtigste Entscheidung des Vereins war, die Anmietung des Steigerturms für eine provisorische Nutzung. Seit März 2016 ist eine frühere Musikszene zurück in Berghofen im Steigerturm mit Rock, Blues und Folk. Seit drei Jahren veranstaltet der Verein ein Berghofer Sommerfest, den Tag des offenen Denkmals, den Berghofer Kunstmarkt und beteiligt sich am Berghofer Adventsmarkt.

Zum Thema

Im Februar 2003 nahm die FreiwilligenAgenturDortmund ihre Arbeit auf. Seitdem agiert sie an der Schnittstelle zwischen Bürgern, die sich engagieren wollen, und Organisationen aus allen Bereichen, die Freiwillige suchen. In ihrer Funktion als Informations- und Austauschbörse steht sie interessierten Bürgern als Anlaufstelle und zur Beratung rund um alle Fragen, die das freiwillige Engagement betreffen, zur Verfügung. Das Angebot ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.