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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Mahn- und Gedenkstätte

Ausstellung in der Steinwache erinnert an Ermordung tausender Juden bei "Aktion Reinhardt" in Polen

Nachricht vom 16.10.2018

Vor 76 Jahren startete die "Aktion Reinhardt": So bezeichnete man später die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung im besetzten Polen. Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder wurden aus den Ghettos in die eigens eingerichteten Mordlager Treblinka, Sobibór und Bełżec verschleppt. Anders als Auschwitz, dem internationalen Symbol für den Holocaust, sind diese Tatorte heute nur wenigen ein Begriff. Das zu ändern ist das Anliegen der Ausstellung "Aktion Reinhardt – Sie kamen ins Ghetto…Sie gingen ins Unbekannte".

Ausstellung "Aktion Reinhardt – Sie kamen ins Ghetto…Sie gingen ins Unbekannte" in der Steinwache

Ausstellung "Aktion Reinhardt – Sie kamen ins Ghetto…Sie gingen ins Unbekannte" in der Steinwache
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Arnd Lülfing / Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Noch bis zum 10. November ist die Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zu sehen. 20 Tafeln zeigen das Geschehen, Opfer und Täter, Orte und den Verlauf dieser beispiellosen Massenmordaktion. Die Tafeln wurden 2013 von der Gedenkstätte Majdanek anlässlich des 70. Jahrestages der "Aktion Reinhardt" erstellt.

Begleitprogramm mit vier Vorträgen

Zur Ausstellung gehört ein Begleitprogramm mit vier Vorträgen. Am Donnerstag, 18. Oktober, um 19:00 Uhr, spricht Ingrid Strobl unter dem Titel "Wir wollten etwas tun" über den jüdischen Widerstand im deutsch-besetzten Polen. Am Donnerstag, 25. Oktober, um 19:00 Uhr, referiert Steffen Hänschen über "Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust. Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühsommer 1942".

Dr. Stefan Klemp und Andreas Kahrs sprechen am Donnerstag, 1. November, um 19:00 Uhr, über die sogenannte "Aktion Erntefest", das Ende der "Aktion Reinhardt": Polizisten und SS-Angehörige erschossen die letzten überlebenden Juden in den Lagern Majdanek, Trawniki und Poniatowa – mehr als 40.000 Menschen.

Den Abschluss bildet der Vortrag "Hunderte solcher Helden" von Dr. Franziska Bruder am Donnerstag, 8. November, um 19:00 Uhr. Es geht um den Aufstand jüdischer Gefangener im NS-Vernichtungslager Sobibór.

Zum Thema

Die Ausstellung kann dienstags bis sonntags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr in Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50, besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.