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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"Team Andenbär Dortmund"

Zoo und WWF starten Zusammenarbeit zum Schutz der Andenbären

Nachricht vom 26.10.2018

"Team Andenbär Dortmund" - dahinter stecken der Dortmunder Zoo und der World Wide Fund For Nature (WWF). Beide kooperieren nun für ein gemeinsames Ziel: dem Schutz der Andenbären. Sowohl den wildlebenden Andenbären in Südamerika als auch ihren Artgenossen im Zoo Dortmund will das Team helfen.

Brillenbär Moritz im Zoo Dortmund

Brillenbär Moritz lebt zurzeit allein im Zoo. Mit 23 Jahren ist er schon ein Bären-Opa.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga / Zoo Dortmund

Im Zoo Dortmund lebt mit Moritz zurzeit ein Andenbär. Das Bären-Gehege soll in den kommenden Monaten umgebaut und auf die dreifache Größe erweitert werden. Zeitgleich arbeitet der WWF in Südamerika am Erhalt des Lebensraumes der Tiere, damit die einzige Großbärenart des Kontinents auch in der Wildnis eine Zukunft hat.

"Der Zoo Dortmund und der WWF Deutschland bündeln ihre Kräfte, um die gefährdeten Andenbären zu schützen. Der Zoo sensibilisiert hier vor Ort in Dortmund für die Bedrohung der Tiere, während der WWF in ihrer südamerikanischen Heimat für wirkungsvollen Schutz sorgt", sagt Tania Roach, Geschäftsleitung Marketing beim WWF Deutschland.

Neue Bären-Anlage besser für Tiere und Besucher

"Mit dem umfangreichen Ausbau unseres Bären-Geheges sorgen wir dafür, dass unser bislang allein lebender Andenbär Moritz bald Gesellschaft bekommen kann. Gleichzeitig schaffen wir eine Aussichts-Plattform, von der unsere Besucher das Verhalten der Tiere viel besser beobachten können. So können wir uns im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an der Nachzucht dieser gefährdeten Art beteiligen und die Menschen noch besser über die Schutzbedürftigkeit der Bären informieren", so Dr. Frank Brandstätter, Direktor Zoo Dortmund. Auf der neuen Anlage werden zudem neue Kletterbäume, ein Wasserbecken sowie Unterschlupf- und Spielmöglichkeiten für die Andenbären integriert.

Andenbär verliert Lebensraum

In Südamerika machen dem Andenbär vor allem der Verlust seines Lebensraumes und Konflikte mit Menschen zu schaffen. Mittlerweile ist die auch als Brillenbär bekannte Art auf der Roten Liste als gefährdet verzeichnet. Die Abholzung der Wälder und die damit schwindende Nahrungsgrundlage treiben die Tiere dazu, auf Plantagen und Äckern auf Nahrungssuche zu gehen. Jedes Jahr endet dies für hunderte Bären tödlich.

Der WWF unterstützt die Bauern in Peru, Kolumbien und Ekuador darin, ihre Landwirtschaft ergiebiger zu betreiben, damit sie weniger Wälder roden müssen. Zudem finanzieren die Umweltschützer Wildtier-Brigaden, die die lokale Bevölkerung vor den Bären warnen, um so Konflikte zu vermeiden. Außerdem forstet der WWF Korridore zwischen den mittlerweile zerstückelten Andenbär-Refugien wieder auf, damit die Tiere gefahrlos zwischen ihnen umherwandern können.

Zum Thema

Wer die Projekte von Zoo und WWF unterstützen möchte kann mit einem monatlichen Beitrag ab neun Euro dem "Team Andenbär Dortmund" beitreten. Als Dankeschön winken exklusive Vorteile, wie eine Einladung zur offiziellen Eröffnung der neuen Anlage und weitere kostenlose Besuche im Zoo. Gleichzeitig erhalten die Förderer vom WWF eine entsprechende persönliche Urkunde und werden regelmäßig über die Erfolge der Artenschutzarbeit im Zoo und in Südamerika informiert. Weitere Informationen, wie man Mitglied werden kann, erhält man an der Kasse des Zoo Dortmund sowie im Internet.