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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadterneuerung

Ein Viertel wird Union - Stadtumbau Rheinische Straße kommt zum Abschluss

Nachricht vom 20.11.2018

Die Erfolgsgeschichte des Stadtumbaus Rheinische Straße, des heutigen Unionviertels, in der westlichen Innenstadt hat vor elf Jahren begonnen. Es ist die Geschichte eines erfolgreichen Wandels: Ein ganzes Stadtviertel hat sich neu erfunden und beachtliche Veränderungen durchlebt.

Freuen sich das Projekt Stadtumbaugebiet Rheinische Straße erfolgreich zu Ende geführt zu haben: Planungsdezernent Ludger Wilde (l.) und die Kollegen der Stadterneuerung Kerstin Furkert, Benjamin Steiling und Petra Paplewsky (v.l.n.r.)

Freuen sich das Projekt Stadtumbaugebiet Rheinische Straße erfolgreich zu Ende geführt zu haben: Planungsdezernent Ludger Wilde (l.) und die Kollegen der Stadterneuerung Kerstin Furkert, Benjamin Steiling und Petra Paplewsky (v.l.n.r.).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Gaye Suse Kromer

Zahlreiche begeisterte Menschen haben sich professionell oder ehrenamtlich daran beteiligt. Begünstigt wurde diese Entwicklung unter anderem vom Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt und im Zuge dessen vom Umbau des alten Standorts der Union-Brauerei mit seinem mächtigen Kühlturm. Pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2010 hat das Dortmunder U eröffnet als neues Wahrzeichen der Stadt, Flaggschiff für Kunst und Kultur. Mit seinen fliegenden Bildern reicht die überregionale Strahlkraft des Dortmunder U weit über das Ruhrgebiet hinaus.

Dokumentation zeigt Dynamik des Kreativquartiers

Zum Rückzug der Stadterneuerung aus dem Quartier erscheint eine Dokumentation über die Arbeit des Stadtumbaus Rheinische Straße. Diese bildet mit fotografischen Eindrücken und textlichen Informationen den Wandlungsprozess der vergangenen zehn Jahre ab und zeigt anschaulich, wo und wie aus Visionen Wirklichkeit wurde. Sie macht die Dynamik als rasante Entwicklung sichtbar und stellt das Viertel als Kreativquartier vor.

Die Murals, großformatige Wandmalereien, sind beliebte Anziehungspunkte nicht nur bei Stadtführungen. Das FZW ist bundesweit angesagt. Das Haus der Vielfalt, das Jugend-Kultur-Café, das U-Jack und schließlich der Union-Gewerbehof – gemeinsam prägen sie ein besonderes Flair, das die Menschen schon seit einigen Jahren wieder in dieses Viertel in der westlichen Innenstadt zieht.

Besondere Lokale haben sich angesiedelt. Der Sommer am U mit Strand und die Skater-Area ziehen die junge Szene an. Für die ganz jungen Bewohner sind neue fantasievolle Spielplätze entstanden. Familien und Studierende prägen in den letzten Jahren das Viertel, in dem ganze Straßenzüge in neuem Glanz erstrahlen.

Der Spar- und Bauverein und DOGEWO21 haben sich ebenso engagiert wie zahlreiche Privatleute, die im Eigentümerstammtisch lange Jahre ein beliebtes Forum gefunden haben. Viele Initiativen, die während der Jahre des Stadtumbaus angeschoben wurden, haben sich verstetigt: Dazu gehört die Unionviertelzeitung, die sich großer Beliebtheit erfreut. Der neu gestaltete Westpark mit Tanzbühne, Boule- sowie Bocciabahn, beliebte Spielplätze für die ganz Kleinen und unter dem Thema "Hoch hinaus" auch für die Größeren und Mutigeren.

Emscher nordwärts und IGA 2027 prägen Zukunftsentwicklung

Auch nach dem offiziellen Abschluss des Stadtumbaus entwickelt sich das Unionviertel weiter: Im westlichen Teil wird das Gelände der ehemaligen Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) entwickelt. Dort ist ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Freizeitangeboten geplant. Diese Entwicklung wird die Veränderungen westlich der Dorstfelder Brücke prägen sowie die Umwandlung der ehemaligen Hoesch-Hauptverwaltung an der Rheinischen Straße, die ein Schweizer Investor vor einiger Zeit erworben hat, um es in ein Hotel umzubauen.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist "Emscher nordwärts": Entlang der umgebauten Emscher soll im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 ein riesiger Grünzug entstehen, der von Hörde über die Rheinische Straße und die Kokerei Hansa bis nach Castrop-Ickern führt und in dem Themenrouten Fragen zu Gärten, Klima und Energie erläutern.

Neuer Name fürs Quartier

Die rund 10.000 Menschen, die im Unionviertel leben, sind stolz auf diesen Standort. Das belegen auch Umfragen. Der Stadtumbau Rheinische Straße hat einen beispiellosen Wandel angestoßen, der durch Elan und Begeisterung, Fachwissen und Fantasie und in gut organisiertem Zusammenwirken aller Beteiligten das Quartier zu dem gemacht hat, was es heute ist: das Unionviertel.

Zum Thema

Für spannende Einblicke ins Unionviertel laden wir herzlich ein zu Führungen durch das Unionviertel:

  • Vom Stadtumbau Rheinische Straße zum Kreativquartier Unionviertel: Freitag, 23. November, 13:00 Uhr (Dauer ca. 2 bis 3 Stunden), Treffpunkt: U-Bahnstation Westentor, Glaspavillon auf der Westseite
  • *AUSGEBUCHT* Besichtigung des ehemaligen HSP-Areals: Freitag, 23. November, 15:00 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden), Treffpunkt: ehemaliges Werkstor, Alte Radstraße 27, Teilnahme auf eigene Gefahr; festes Schuhwerk und Warnweste sind mitzubringen; ein Helm wird vor Ort gestellt.
  • Urbane Kunst im Unionviertel: Samstag, 24. November, 11:00 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden), Treffpunkt: Eingang Union Gewerbehof, Huckarder Str. 10-12

Die Teilnahme zu den Führungen ist aufgrund der beschränkten Teilnehmeranzahl nur mit vorheriger Anmeldung per E-Mail oder unter Telefon 0231 50-26090 möglich.