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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Tierpark

Neue Bewohner im Zoo: Graue Spitzmausbeutelratten bereichern Amazonashaus

Nachricht vom 28.11.2018

Im Zoo Dortmund ist eine neue Tierart eingezogen: Die Spitzmausbeutelratte ist klein, nur bis zu 110 Gramm leicht und kommt eigentlich aus Australien. Auf der obersten Etage des Amazonashauses lebt nun ein Paar. Da sich die beiden auf Anhieb gut verstanden haben, gibt es sogar schon Nachwuchs.

Die Spitzmausbeutelratte

Die Grauen Spitzmausbeutelratten leben in der obersten Etage des Amazonashauses.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Patschke / Zoo Dortmund

Beuteltiere vermutet man eigentlich in Australien. Im Zoo Dortmund leben jedoch nicht nur Rote Riesenkängurus und Ringelschwanz-Felsenkängurus, sondern nun auch Graue Spitzmausbeutelratten (Monodelphis domestica).

Die Graue Spitzmausbeutelratte kommt ursprünglich aus der Zentralregion Südamerikas und ist in Brasilien, Paraguay, Bolivien und im Norden Argentiniens beheimatet. Demnach bewohnen diese kleinen Säugetiere ein recht großes Verbreitungsgebiet mit verschiedensten Habitaten. Bevorzugt leben Spitzmausbeutelratten in Landschaften mit Busch-Vegetation, können jedoch auch in verlassenen Feldern oder Wäldern gefunden werden.

58 bis 110 Gramm leicht

Ernähren tun sich diese kleinen, um die 58 bis 110 Gramm schweren, Säugetiere vor allem von wirbellosen Tieren. So stehen zum Beispiel Insekten auf dem Speiseplan. Jedoch können auch andere kleine Wirbeltiere zum Menü gehören - etwa Reptilien oder auch Früchte. Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es kaum. Männchen sind jedoch in der Regel etwas größer als die Weibchen.

Spitzmausbeutelratte

Zwischen Männchen und Weibchen gibt es keine großen äußerlichen Unterschiede.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Patschke / Zoo Dortmund

Wie es für Beuteltiere üblich ist, ist der Nachwuchs der Grauen Spitzmausbeutelratte bei der Geburt noch nicht sehr weit entwickelt. Die frisch geborene Beutelratte ist nackt, die Augen sind noch nicht geöffnet, sie sind gerade mal ein Centimeter groß und wiegen 0,1g Gramm. Ungewöhnlich für Beuteltiere ist, dass die Weibchen der Spitzmausbeutelratte keinen Beutel haben. Die Neugeborenen saugen sich in den ersten 14 Tagen an der Zitze fest und entwöhnen sich erst nach acht Wochen von der Mutter. Aus diesem Grund bauen sich Spitzmausbeutelratten auch Nester, in welchen sie den Nachwuchs auch gebären.

Außerhalb ihrer Fortpflanzungszeit sind Graue Spitzmausbeutelratten Einzelgänger und können aggressiv gegenüber ihren Artgenossen reagieren. Bei ausreichenden Ausweichmöglichkeiten können auch zwei Spitzmausbeutelratten in einem Terrarium zusammen gehalten werden.

Zurzeit nur Männchen zu sehen

Im Zoo Dortmund wird aktuell ein Paar Graue Spitzmausbeutelratten gehalten. Zunächst ist jedoch für die Besucher nur das Männchen zu sehen. Die beiden haben sich nämlich auf Anhieb verstanden und direkt fortgepflanzt. Das Weibchen mit den Babys befindet sich daher noch hinter den Kulissen.