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Dialog-Verfahren

Barrierefreier Umbau der B1-Stadtbahn-Haltestellen: Stadt zieht positive Bilanz

Nachricht vom 29.11.2018

In einem intensiven Prozess haben Vertreter der Stadt Dortmund, von DSW21, die Initiative B1 Dortmundplus, die Lärm- und Abgas-Schutzgemeinschaft B1 sowie weitere Interessengruppen über die unterschiedlichen Varianten des barrierefreien Umbaus der Stadtbahn-Haltestellen an der B1 diskutiert. Die Ergebnisse des Dialog-Verfahrens wurden am 28. November in der Aula der Gesamtschule Gartenstadt präsentiert.

Tiefbauamtsleitrin Sylvia Uehlendahl und Juergen Hannen Bereichsleiter Planung im Gespräch

Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl und Juergen Hannen standen für Gespräche bereit
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): IKU

Eine öffentliche Info-Messe in der Aula der Gesamtschule Gartenstadt schließt den Dialogprozess zum barrierefreien Umbau der U47-Haltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost ab. In einem intensiven Prozess haben Vertreter der Stadt Dortmund, von DSW21, die Initiative B1 Dortmundplus, die Lärm- und Abgas-Schutzgemeinschaft B1 sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher weiterer Interessengruppen über die unterschiedlichen Varianten diskutiert. Entsprechend positiv ist das Fazit des Prozesses unter Moderation von IKU_Die Dialoggestalter, auch wenn sich die am Prozess Beteiligten nicht auf eine gemeinsam getragene Vorzugsvariante verständigt haben.

Es wurden harte Diskussionen geführt. Der Dialog sei arbeitsreich und anstrengend und der vorgegebene Zeitdruck problematisch gewesen – so das Feedback aus dem Koordinierungskreis. Das Gremium zur Prozesssteuerung hat zwischen Mai und November sechsmal getagt. Fast 20 Stunden dauerten diese Treffen zur Vor- und Nachbereitung der Info-Tour, der beiden Info-Messen und der drei Arbeitssitzungen des Dialogforums. Im Forum haben Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger die anfangs drei und am Ende sogar vier Varianten verglichen. Neben der Stadt und DSW21 wirkten auch beide Initiativen im Koordinierungskreis mit und hatten jederzeit die Möglichkeit, unmittelbar Einfluss auf den Dialog zu nehmen.

Zusätzliche Gutachten

Die Ergebnisse der Arbeit, da sind sich die Teilnehmenden einig, können sich sehen lassen: Auf Anregung der Initiativen wurden zusätzliche Gutachten vergeben. So sollen Fachleute prüfen, ob und auf welche Weise so viele Platanen und Linden wie möglich entlang der B1 erhalten werden können – z.B. durch Aufständerung der Bahnsteige oder durch Verpflanzen von Bäumen. Darüber hinaus wird die Möglichkeit einer grundsätzlichen Neuordnung des Knotenpunktes B1/Semerteichstraße/Voßkuhle ermittelt. Die Ergebnisse dieser Gutachten werden erst im Laufe des Jahres 2019 vorliegen. Die Stadt Dortmund muss die Planung für den barrierefreien Umbau der Haltstellen aber unverzüglich in Auftrag geben, um den Zeitplan halten zu können. Der wird einerseits durch das Behindertengleichstellungsgesetz vorgegeben, das den barrierefreien Ausbau der Haltestellen fordert; andererseits durch die Beschaffung neuer und den Umbau der alten Stadtbahnwagen.

Vergleichbar aufbereitete Varianten als Entscheidungsgrundlage

Über die Möglichkeit, diesen Terminkonflikt aufzulösen, entscheidet der Rat der Stadt am 13. Dezember. Die Fachverwaltung schlägt vor, dass sie auf der Grundlage der Gutachten eine weitere Vorlage zur Entscheidung durch den Rat der Stadt vorbereitet, sofern sich aus den Gutachten neue Erkenntnisse ergeben, die einen Perspektivwechsel zulassen. Stimmt die Politik diesem Vorgehen zu, könnten damit weitere Ergebnisse des Dialogprozesses auch nachträglich noch berücksichtigt werden.

Darüber hinaus liegen der Politik als Grundlage für ihre Beratungen die detailliert ausgearbeiteten und vergleichbar aufbereiteten Varianten als Arbeitsergebnis des Dialogprozesses vor. Dazu eine umfangreiche Matrix mit Bewertungskriterien sowie zu jeder Variante ein Kurz-Steckbrief. Außerdem hat sich das Dialogforum auf einen Katalog mit Empfehlungen an die Politik verständigt. Nicht erreicht werden konnte eine Verständigung über weiteren Klärungsbedarf zu den Varianten sowie über eine detaillierte Variantenbewertung in der Matrix.

Zum Thema

Informationen und eine ausführliche Dokumentation des Dialog-Verfahrens ist im Internet abrufbar.