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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Zwischenbericht

Masterplan "Digitale Bildung in Dortmund" soll Bürger auf Anforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereiten

Nachricht vom 08.01.2019

Die Verwaltungsspitze hat sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 8. Januar, mit dem Zwischenbericht zum Masterplan "Digitale Bildung in Dortmund" befasst. Der Bericht wird dem Rat der Stadt Dortmund für seine Sitzung am 21. Februar 2019 zur Kenntnis gegeben.

Der Masterplan "Digitale Bildung in Dortmund" hat das Ziel, das Themenfeld "Bildung in der digitalen Welt" entlang der Bildungskette zu analysieren und eine passgenaue Digitalisierungsstrategie für den Bildungsbereich zu entwickeln.

Ziel ist es, Prozesse der Digitalisierung im Bildungsbereich so zu gestalten, dass Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie auch Ältere die Voraussetzungen dafür vorfinden, ihre Kompetenzen und Fertigkeiten zu entwickeln. Sie sollen bestmöglich auf die Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 vorbereitet sein und gleichzeitig das gesellschaftliche Veränderungspotential der Digitalisierung kritisch hinterfragen können.

Selbstbestimmtes Lernen, die uneingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe am Leben und die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung sowie die kritische Reflektion der Auswirkung von Digitalisierungsstrategien auf das eigene Leben sind weitere Ziele.

Digitalisierungsprozess in Dortmund

Zielperspektive der Stadt Dortmund dabei ist es, für den formalen Bildungsbereich soziale Teilhabe durch die Verfügbarkeit von digitaler Technologie für alle Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Der Digitalisierungsprozess in Dortmund - bezogen auf die sächliche Ausstattung der Schulen - wird durch das Kreditprogramm "Gute Schule 2020" und durch den eigens durch die Stadt Dortmund aufgelegten Medienentwicklungsplan unterstützt.

Schuldezernentin Daniela Schneckenburger betont: "Aufgrund des Umfanges und der Komplexität des Themenfeldes 'Digitalisierung' im Bildungsbereich legen wir zunächst den Fokus auf die formale schulische Bildung. Die Erarbeitung des Masterplans für den schulischen Bereich orientiert sich stets an dem vom Land NRW vorgegebenen Medienkompetenzrahmen."

Mit Hilfe des Medienkompetenzrahmens erlernen die Schüler ab der Grundschule die digitalen Schlüsselkompetenzen "Bedienen und Anwenden", "Informieren und Recherchieren", "Kommunizieren und Kooperieren", "Produzieren und Präsentieren", "Analysieren und Reflektieren" und "Problemlösen und Modellieren".

Frühkindlicher Bildungsbereich als wichtige Rolle

Parallel werden jedoch auch die Handlungsfelder im non-formalen frühkindlichen und außerschulischen Bildungsbereich im Masterplan "Digitale Bildung" mit ihren spezifischen Zielsetzungen und mit Querbezug zur formalen schulischen Bildung betrachtet, damit Schnittstellen und Übergänge bestmöglich aufeinander abgestimmt werden können.

Dabei wird auch der Blick auf das Angebot der den Bildungsweg begleitenden Jugendhilfe gerichtet. Da sich die altersspezifischen Entwicklungsaufgaben und die Identitätsarbeit der jungen Menschen durch die im Rahmen der Digitalisierung modifizierten Kommunikations- und Handlungsprozesse verändern, werden auch neue Herausforderungen und Aufgaben an die Jugendhilfe gestellt, die im Rahmen des Masterplans betrachtet werden sollen.

Der frühkindliche Bildungsbereich nimmt hinsichtlich der digitalen Medienbildung eine wichtige Rolle für Kinder und Familien ein. Im frühkindlichen Bereich wird die Basis für Medienkompetenz Heranwachsender gelegt, Familien erwarten von Institutionen der frühen Bildung Unterstützung und Orientierung für ihre Medienerziehung. Gestützt wird der Entwicklungsprozess durch die Einbindung wichtiger externer Kooperationspartner.

Mit dem vorliegenden Zwischenbericht wird der Rat der Stadt Dortmund über die Vorgehensweise zur Entwicklung des Masterplans und über dessen Struktur informiert. Enthalten sind neben einem Leitbild "Digitale Bildung in Dortmund" auch Zielperspektiven, Handlungsfelder, Best-Practice-Beispiele und Strategien zur Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen sowie die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zum Hintergrund

Mit Beschluss des Rates vom Juli 2016 wurde die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Masterplans "Digitales Dortmund" beauftragt. Zunächst sollten die drei Handlungsfelder Wirtschaft, Bildung und Verwaltung inhaltlich bearbeitet werden. Aufgrund der Komplexität der einzelnen Handlungsfelder beschloss der Rat auf Basis einer Empfehlung der Verwaltung in seiner Sitzung im Juni 2017, dass die Digitalisierungsstrategie für Dortmund in drei einzelnen Masterplänen "Digitale Wirtschaft", "Digitale Bildung" und "Digitale Stadtverwaltung" erarbeitet werden solle. Für die Erarbeitung des Masterplans "Digitale Bildung" ist das Dezernat für Schule, Jugend und Familie zuständig.