Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtumbau Rheinische Straße

Tiefbauamt beginnt mit Ausbau der Ritterstraße und Übelgönne

Nachricht vom 29.01.2019

Das Tiefbauamt und die Dortmunder Netz GmbH (Donetz) haben mit dem Ausbau der Ritterstraße und der Übelgönne im Bereich von Rheinischer Straße bis Unionstraße begonnen. Ritterstraße und Übelgönne werden umgestaltet sowie Gas- und Wasserleitungen erneuert bzw. verlegt.

Stadtrat Ludger Wilde, Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze, die Leiterin des Amtes für Stadterneuerung Susanne Linnebach und die Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl machten sich bei einem Ortstermin ein aktuelles Bild von der Baumaßnahme

Stadtrat Ludger Wilde, Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze, die Leiterin des Amtes für Stadterneuerung Susanne Linnebach und die Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl machten sich bei einem Ortstermin ein aktuelles Bild von der Baumaßnahme
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Straßenbaumaßnahme wird vom Amt für Stadterneuerung unterstützt und ist eines der letzten Projekte des Stadtumbauprogramms Rheinische Straße. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwölf Monate andauern.

Veränderte städtebauliche Anforderungen

In Anlehnung an das städtebauliche Konzept Dortmunder U wurde die Fläche zwischen dem Königswall und der Unionstraße, nördlich der Rheinischen Straße und südlich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn, neu entwickelt. Das ehemalige Gelände der Dortmunder Unionbrauerei hat sich zu einem Standort für Kultur, Bildung, Kreativität und Dienstleistung entwickelt. Überregional bedeutsame Einrichtungen, wie z. B. das Museum Ostwall, die Fachhochschule Dortmund und zwei Berufskollegs, sind auf dem ehemaligen Gelände der Unionbrauerei beheimatet. In direkter Nachbarschaft schließt das Freizeitzentrum West (FZW) an, das durch den Umzug an die Ritterstraße bundesweit als Veranstaltungsort an Bedeutung gewinnen konnte. Südlich des FZW liegt das Einkaufszentrum Westcenter, dessen Anziehungskraft über die Grenzen des Quartiers hinausgeht.

Mit der Bebauung der Unionbrache einerseits und der angestoßenen Entwicklung des Bereichs zwischen Unionstraße und Ritterstraße andererseits haben sich die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an die Ritterstraße und Übelgönne verändert. Der Straßenumbau reagiert auf den Bedeutungszuwachs der Straßen und lässt Optionen für weitere Bautätigkeiten auf der U-Fläche und dem näheren Umfeld.

Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt

Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße, die von der Rheinischen Straße in Richtung Norden befahren werden kann. Die Fahrbahn umfasst eine Fahrspur mit einer Breite von 3,50 Meter, die auf Höhe des FZW leicht verschwenkt ist. Die Fahrbahn der Übelgönne umfasst zwei Fahrspuren mit einer Breite von jeweils 2,75 Meter im Zweirichtungsverkehr (Fahrbahnbreite insgesamt: 5,50 Meter). Die Geschwindigkeit wird auf beiden Straßen auf 30 km/h begrenzt. Dadurch kann der Radverkehr auf der Fahrbahn mitgeführt werden. Ein deutlich erkennbarer Radfahrstreifen auf der Westseite der Ritterstraße sichert einen ungehinderten Radverkehr in südliche Richtung entgegengesetzt dem Kraftfahrzeugverkehr. Die beschriebenen Straßenquerschnitte ermöglichen weiterhin einen Anlieger- und Lieferverkehr.

Gehwerg vor FZW wird sieben Meter breit

Auf der Ritterstraße wird ausschließlich auf der Ostseite längsseitig geparkt. Aufgrund der großen Anzahl von Häusereinfahrten können auf der Westseite keine öffentlichen Parkplätze angeboten werden. Die Gehwegbreite liegt im Schnitt bei 3,50 Meter. Vor dem FZW wird der westliche Gehweg auf ca. sieben Meter ausgeweitet, so dass eine Aufenthaltsfläche entsteht, welche mit Bänken und einer Baumreihe ausgestattet wird. Auf der Übelgönne wird ausschließlich auf der Südseite schräg geparkt. Südlich des Parkstreifens grenzt ein einseitiger drei Meter breiter Gehweg an. Auf der Nordseite bleibt ein Schrammbord bestehen.

Die Trennung von Fahrbahn und Gehwegen erfolgt mit Hochbordsteinen, die im Bereich der Grundstückszufahrten abgesenkt werden. An den Straßenkreuzungen werden barrierefreie Querungen eingebaut. Im Zuge der Baumaßnahme Ritterstraße und Übelgönne wird die bereits vorhandene Querungshilfe auf der Unionstraße, die südlich an die Kreuzung Unionstraße und Übelgönne angrenzt, sowohl barrierefrei ausgebaut als auch leicht nach Süden versetzt. Eine Verlegung soll das problemlose Abbiegen des Lieferverkehrs aus der Übelgönne sicherstellen.

Mehr Bäume und Fahrrad-Stellplätze

Für die städtebauliche Gestaltung werden unter Berücksichtigung der örtlichen Versorgungsleitungen und in Abstimmung mit der Feuerwehr Straßenbäume in den Grünflächen zwischen den Stellplätzen und im Gehwegbereich vor dem FZW gepflanzt. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert und mit LED-Technik ausgestattet. Darüber hinaus werden Fahrradabstellplätze gebaut, die das vorhandene Angebot in der Benno-Elkan-Allee und nördlich der Übelgönne ergänzen.

Die Gestaltung und Materialwahl der Gehwege und der Stellplätze sowie die mobilitätsgerechte Ausführung orientieren sich an dem baulich umgestalteten und angrenzenden Teilbereich der Rheinischen Straße (Gehweg: rechteckiges graues Betonpflaster, Parkstreifen: rechteckiges anthrazitfarbenes Betonpflaster).

Die Entwurfsplanung wurde auf einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 04. Mai 2017 den Anliegern, Eigentümern und interessierten Bürgern vorgestellt. Die Teilnehmer begrüßten den Straßenneubau und die damit verbundene städtebauliche Aufwertung des öffentlichen Raumes. Insbesondere der schlechte Straßenzustand ließ an einer Notwendigkeit der Umbaumaßnahme keine Zweifel.

Die Kosten für die Umgestaltung betragen rund 1,65 Mio. Euro. Die Maßnahme wird mit Mittel des Bundes und Landes NRW und der Stadt Dortmund finanziert. Es werden Beiträge nach dem Kommunalabgabegesetz NRW von den anliegenden Grundstückseigentümern/- eigentümerinnen erhoben.

Zahlen und Fakten zum Ausbau

  • ca. 550 Kubikmeter Bodenausbau
  • ca. 1.000 Tonnen Asphalt aufnehmen
  • ca. 3.000 Tonnen Straßenbefestigung aufnehmen
  • ca. 900 Tonnen Teerbeläge aufnehmen
  • ca. 2300 Tonnen Frostschutzschicht herstellen
  • ca. 2.200 Tonnen Schottertragschicht herstellen
  • 28 Straßenabläufe setzen
  • ca. 300 Meter Entwässerungsleitungen herstellen
  • ca. 1.100 Meter Bordsteinanlage herstellen
  • ca. 2.800 Quadratmeter Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht herstellen
  • ca. 120 Quadratmeter Pflanzsubstrat einbauen
  • ca. 3200 Quadratmeter Betonrechteckpflaster verlegen
  • ca. 140 Quadratmeter barrierefreies Pflaster verlegen
  • ca. 900 Meter Rinnenanlage herstellen
  • ca. 25 Meter Winkelstützen setzen
  • 6 Sitzblöcke versetzen
  • 10 Fahrradbügel einbauen
  • 12 Leuchten versetzen
  • 15 Bäume pflanzen
  • Neu- und Umlegung von Gas-, Wasser- und Stromleitungen

Übelgönne für Durchgangsverkehr gesperrt

Für die Zeit des Ausbaus wird die Übelgönne für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Ritterstraße wird zur Sackgasse. Der Verkehr wird über die Rheinische Straße und Unionstraße geführt.

Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Ritterstraße in mehreren halbseitigen Teilabschnitten, während dieser Zeit wird die Übelgönne zur Sackgasse. Der Verkehr wird dann über die Unionstraße und Rheinische Straße geführt. Der Anliegerverkehr bleibt weiterhin möglich.