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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadterneuerung

Besseres Image, weniger Benachteiligung: Sozialstudie 2018 untersucht Auswirkungen des Stadtumbaus Hörde

Nachricht vom 12.02.2019

Zu den Zielen der Stadterneuerung gehört es, das Stadtbezirkszentrum und den alten Siedlungsbestand räumlich und funktional aufzuwerten und zu stabilisieren. Ist dieser Prozess in Hörde auch unter sozialen Aspekten erfolgreich gelaufen? Um diese Frage zu klären, wurde eine Sozialstudie beim Büro "Quaestio – Forschung & Beratung" in Auftrag gegeben, die nun vorliegt. Die Verwaltungsspitze beschäftigte sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 12. Februar, mit den Ergebnissen.

Mit dem Phoenix See und Phoenix West sind nicht nur große Konversionsflächen entwickelt worden – beide Projekte hatten auch maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des gesamten Stadtteils.

Soziale Lage hat sich positiv entwickelt

Insgesamt stellen die Gutachter eine positive Entwicklung der sozialen Lage in den alten Siedlungsgebieten Hördes fest. Hörde gehört zwar nach wie vor zu den benachteiligten Wohnstandorten in Dortmund, doch die Lage hat sich verbessert und die Benachteiligung abgebaut. So hat sich der Anteil von SGB II-Beziehern im Untersuchungsgebiet von 2005 bis 2016 von 29,1 Prozent auf 26,5 Prozent reduziert, während dieser Anteil für Dortmund insgesamt stabil blieb (von 17,8 Prozent auf 18 Prozent).

Unauffällig war die Mietpreisentwicklung in Hörde in den Jahren von 2008 bis 2016. Die Mietpreissteigerungen von 11,8 Prozent bis 14,8 Prozent in den statistischen Unterbezirken Remberg, Phoenix West und Brücherhof lagen im Rahmen des Üblichen in Dortmund (14,5 Prozent). Mit 22 Prozent überdurchschnittlich war die Mietpreisentwicklung lediglich im Hörder Stadtkern, im statistischen Unterbezirk Hörde.

Bewohner schätzen neues Stadtmobiliar

In einer Befragung wurde auch die Einschätzung der Bewohner zur Entwicklung Hördes erhoben. Die Menschen empfinden weit überwiegend, dass sich das Erscheinungsbild und das Image Hördes in den vergangenen zehn Jahren verbessert haben und sich der Stadtteil insgesamt positiv darstelle. Erfragt wurde auch die Meinung zu einigen Maßnahmen des Stadtumbaus. Besonders positiv bewerteten die Hörder dabei das neue Stadtmobiliar im Ortskern und die Gestaltung der Hörder Brückenstraße.

Abbau räumlicher Barrieren zwischen Phoenix See und Alt-Hörde

Auch das Miteinander der Menschen in Hörde wurde in der Sozialstudie untersucht. Das Zusammenleben in der Nachbarschaft und im Stadtteil wird von den Hördern überwiegend positiv bewertet. Die Integration von Migranten wird nur von einer kleinen Minderheit als mangelhaft wahrgenommen. Weniger eindeutig ist das Bild vom Zusammenleben mit den neuen Hördern rund um den Phoenix See. Hier ist man sich bisher fremd geblieben. Das Zusammenwachsen von Alt-Hörde und Phoenix See zu unterstützen, bleibt eine große Aufgabe. Der Hörder Stadtumbau konzentriert sich dazu u.a. auf den Abbau der räumlichen Barrieren zwischen Phoenix See und den alten Siedlungsgebieten.

Zum Thema

Die Sozialstudie Hörde wird nach Behandlung in den politischen Gremien auf dortmund.de zum Download bereitstehen (im Bereich "Leben in Dortmund", "Planen/Bauen/Wohnen", "Amt für Stadterneuerung").