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Wallbepflanzung

Eichenallee ersetzt Kastanienbäume am Wall - Neue Bäume wachsen auf modernem Humuskonzentrat

Nachricht vom 21.02.2019

Aufgrund einer Pilzinfektion mussten auch am Wall erkrankte Rosskastanien gefällt werden. Die Stadt Dortmund reagierte auf das Kastaniensterben mit der Standortsanierung und Neubepflanzung der Mittelinseln des Wallbereiches mit Trauben- und Stieleichen.

Neue Bäume wachsen auf modernem Dauerhumuskonzentrat "made in Dortmund"

Bei einem Termin, bei dem Traubeneichen gepflanzt wurden, waren am Donnerstag, 21. Februar, auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl sowie Jonas Ruwoldt und Gründer Dr. Horst Ninnemann von der Firma NOVIHUM dabei.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit 2007 wiesen die Kastanienbestände stadtweit jährlich zunehmende erhebliche Schäden auf. Ausgehend von einer Infektion und den nachfolgenden Pilzinfektionen bringen diese die Kastanien oft in wenigen Vegetationsperioden zum Absterben. Vorschädigungen durch Streusalz, Schadinsekten, schlechte Nährstoffversorgung durch zu kleine Baumscheiben und Hitzestress in den Sommermonaten begünstigten und beschleunigten den Krankheitsverlauf. Umfassende Fällungen wurden in der Vergangenheit leider notwendig. Eine Neukonzeption der Wallringbepflanzung wurde daraufhin entwickelt, in den politischen Gremien beraten und beschlossen.

Trauben- und Stieleichen bieten große Blattmaße

Mit der Neupflanzung von insgesamt 42 Traubeneichen (Quercus petraea) wird nun die Baumstandortsanierungsmaßnahme auf dem Mittelstreifen zwischen Freistuhl und Bornstraße abgeschlossen. Die jetzt ausgewählten Trauben- und Stieleichen bieten eine große Blattmaße, welche Feinstaub bindet, sind resistent gegen Streusalz und ergänzen weitere Baumstandorte nach städtebaulichen Gesichtspunkten.

Bei einem Termin, bei dem Traubeneichen gepflanzt wurden, waren am Donnerstag, 21. Februar, auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl sowie Jonas Ruwoldt und Gründer Dr. Horst Ninnemann von der Firma NOVIHUM dabei. Die Firma stellt am Dortmunder Produktionsstandort am Hafen ein neuartiges Dauerhumuskonzentrat her, das auch im Sinne der Nachhaltigkeit hier zum Einsatz kommt.

Eines von vielen guten Beispielen für unseren gesunden und wachsenden Unternehmensmix, der sich durch den erfolgreichen Strukturwandel immer stärker etabliert

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Beginnend am Freistuhl werden Auszubildende des Garten- und Landschaftsbauausbildungsbereiches des Tiefbauamts in den nächsten Tagen diese stadtklimafeste und anspruchsarme Baumart als Ersatz für die erkrankten Kastanien pflanzen. Zuvor wurden die Straßenborde zum verbesserten Schutz vor salzhaltigem Spritzwasser erhöht und der Wurzelraum aufwändig mit speziellem Pflanzsubstrat gefüllt, dass die Wuchsbedingungen unserer Stadtbäume optimiert und auch in Zukunft eine gute Basisversorgung sicherstellt.

Zudem wird jeder Pflanzgrube das Dauerhumuskonzentrat (Novihum) beigemischt, das als langfristig wirksame Stickstoffquelle dient, eine rasche gesunde Wurzelentwicklung unterstützt und die Bäume insgesamt widerstandsfähiger gegenüber Umweltstressfaktoren macht. "Dies ist vor dem Hintergrund sich verändernder stadtklimatischer Bedingungen von besonderer Bedeutung und sichert so kontinuierlich die positiven Klima-Einflüsse unserer innerstädtischen Bäume auf die Umgebung. Und sehr gut finde ich natürlich, dass dieses Konzentrat in Dortmund produziert wird. Eines von vielen guten Beispielen für unseren gesunden und wachsenden Unternehmensmix, der sich durch den erfolgreichen Strukturwandel immer stärker etabliert und das Interesse am Standort Dortmund weiter steigert", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Dauerhumuskonzentrat "made in Dortmund"

Novihum ist ein innovatives Unternehmen mit inzwischen knapp 30 Mitarbeitern. Seit 2016 produziert es am Dortmund Hafen einen ökologisch wertvollen sowie dauerhaft und nachhaltig wirkenden Bodenverbesserungsstoff auf Basis von hochwertiger Braunkohle. Dieser stoffliche Weg der Nutzung dieses wertvollen Rohstoffs stellt eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle und zukunftsfähige Alternative zur simplen Verstromung von Braunkohle dar.

Die Novihum Technologies GmbH wurde 2012 gegründet und nahm 2016 mit einem internationalen Team von Boden- und Pflanzenexperten ihre erste industrielle Produktionsanlage in Dortmund in Betrieb. André Moreira, Geschäftsführer der Novihum Technologies GmbH, zeigt sich ausgesprochen zufrieden mit dem Produktionsstandort Dortmund: "Es war eine sehr gute Entscheidung, unsere Produktion in Dortmund aufzubauen. Hier sind wir in unmittelbarer Nähe zu unserem wichtigsten Ausgangsstoff Braunkohle und haben auch sonst perfekte Produktions- und Arbeitsbedingungen. Aufgrund der hohen Nachfrage arbeiten wir derzeit schon mit Hochdruck an einer Erweiterung unserer Anlagen."