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Stadterneuerung

Quartiersentwicklung Westerfilde/Bodelschwingh: OB Ullrich Sierau informiert sich bei Vonovia

Nachricht vom 06.03.2019

Die Quartiersentwicklung in Westerfilde/Bodelschwingh geht weiter voran. Am Mittwoch, 6. März, informierte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Rahmen eines Rundgangs bei der Vonovia über den Stand der Modernisierungen und geplante Verbesserungen des Wohnumfelds.

Quartiersentwicklung Westerfilde/Bodelschwingh: OB Ullrich Sierau informiert sich bei Vonovia

Ralf Peterhülseweh (2.v.l) informierte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (1.v.l.) über die Modernisierungsmaßnahmen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Mehr als 30 Prozent Leerstand im Gebäudebestand, der heute der Vonovia gehört, ungepflegte Außenanlagen und Fassaden - so sah die Situation 2012 in Westerfilde aus. Dies hat die Stadt zum Anlass genommen, ein Stadterneuerungskonzept auf den Weg zu bringen. Dieses sieht eine Vielzahl von Maßnahmen für Westerfilde vor und hat hierfür rund 10 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln eingeworben. Der Erfolg der Stadterneuerung ist abhängig von der Mitwirkung der privaten Akteure vor Ort. Nur dadurch kann eine positive, nachhaltige Quartiersentwicklung erfolgen.

Investitionen von 24 Millionen Euro in 640 Wohneinheiten

Erneuerung und Dämmung der Dächer, Heizungsmodernisierung, neue Bäder und Toiletten, ein neuer barrierefreier Eingangsbereich mit Concierge-Service bei den Häusern Gerlachweg 7 und 9 sowie ein attraktives Wohnumfeld - dies sind nur einige der vielfältigen Erneuerungs- und Modernisierungsmaßnahmen, mit denen die Vonovia SE die zuvor in die Jahre gekommene und sanierungsbedürftige Siedlung in der Ortsmitte von Westerfilde derzeit fit für die Zukunft macht.

Für die Modernisierung von insgesamt 640 Wohneinheiten bis Ende 2020 investiert die Vonovia rund 24 Millionen Euro. Nach Abschluss der Modernisierung, für die die NRW Bank ein Darlehen von rund 3,4 Millionen Euro bewilligt hat, weisen 110 Wohnungen eine preisgebundene Miete von 5,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche auf.

Ergänzung für Stadterneuerungsprojekt Westerfilde/Bodelschwingh

Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat das Quartier am Mittwoch, 6. März, besucht, um sich über den Stand der Modernisierungsarbeiten zu informieren. "Die Vonovia ist ein wichtiger Partner im Stadtteil. Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen stabilisieren das Quartier und bringen es weiter voran. Ich freue mich über diese Investitionen. Sie sind eine gute Ergänzung für die laufenden und anstehenden, mit öffentlichen Mitteln auf den Weg gebrachten, Stadterneuerungsprojekte in Westerfilde/Bodelschwingh", so der Oberbürgermeister.

Attraktiver Ort mit ursprünglichem Charakter

"Wir haben vor etwa drei Jahren begonnen, das Quartier zu entwickeln. Und schon jetzt ist klar, dass der eingeschlagene Weg genau der richtige ist. Ob die neuen Fassaden, besser ausgestattete Wohnungen oder unsere Ideen für das Wohnumfeld: Wir machen Westerfilde zu einem attraktiven Ort und erhalten dennoch den ursprünglichen Charakter der Siedlung. Besonders wichtig war und ist uns die enge Einbindung der Mieter. Wir freuen uns, dass wir mit der Stadt Dortmund einen Partner haben, der uns unterstützt. Zusammen können wir viel für das Quartier erreichen", sagt Ralf Peterhülseweh, Regionalleiter für den Bereich Dortmund bei Vonovia.

Die Modernisierungsmaßnahmen im Teilquartier nördlich der Westerfilder Straße sind Bestandteil der Gemeinschaftsinitiative "Besser Wohnen – Energetische Sanierung plus" des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. Ziele dieser Initiative sind die energetische Sanierung, die Erneuerung der Quartiere und die Sicherung bezahlbaren Wohnraums.

Quartiersentwicklung Westerfilde/Bodelschwingh: OB Ullrich Sierau informiert sich bei Vonovia

Ralf Peterhülseweh (l.) und OB Sierau im Gespräch in einer schon renovierten Musterwohnung.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes

Basis für die Stabilisierung und Aufwertung des Stadtteils ist die Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes, dessen zuvor desolate Situation mit ursächlich war für den Abwärtstrend des Gebietes. Dazu kamen viele Eigentümerwechsel in der Vergangenheit. Unter der Leitlinie "den Wohnungsbestand sichern, entwickeln und zukunftsfähig machen" hatte die Stadt Dortmund deshalb schon zu Beginn des Stadterneuerungsprozesses den Schulterschluss mit den großen Bestandshaltern gesucht. Nach der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung ("Letter of Intent") mit insgesamt acht Wohnungsunternehmen und Etablierung eines Fachgesprächs Wohnungswirtschaft im Jahr 2014 wurden vor allem im Zentrum des Gebietes erhebliche und dringend erforderliche Maßnahmen zur Modernisierung durchgeführt.

Diese Aufwärtsentwicklung ist inzwischen im Stadtteil deutlich ablesbar. Dennoch bleibt noch viel zu tun: Längst nicht alle Wohnungsunternehmen haben sich bislang am Prozess der Stadterneuerung beteiligt und ihrerseits Maßnahmen initiiert. Die Bemühungen, mit diesen Unternehmen ins Gespräch zu kommen, sollen deshalb intensiviert werden.

Positive Veränderung für Menschen vor Ort

Insgesamt gesehen hat sich die Situation für die Menschen vor Ort in den letzten Jahren jedoch bereits positiv verändert.

So wurden durch die Stadterneuerung zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Beispielsweise wurde ein Quartiersmanagement in der Westerfilder Straße 23 eingerichtet, das sich mittlerweile zu einem bekannten Anlauf- und Knotenpunkt für die Bewohnerschaft im Stadtteil entwickelt hat. Das Sommerfest in Westerfilde hat bereits dreimal stattgefunden und zieht jedes Jahr mehr Besucher an.

Projekte zur Steigerung der Identifizierung

Zahlreiche weitere, gemeinsam mit Bewohnern und Akteuren entwickelte kleinteilige Projekte zur Steigerung der Identifizierung mit Westerfilde (Weihnachtsbaumschmuck, Stadtteilkalender, lebendiger Adventskalender, Fußballfest, Fahrradwerkstatt, Mosaikbank, Straße der Kinderrechte, Frühlingsfest…) wurden bereits umgesetzt. Größere Baumaßnahmen wie z.B. die Neugestaltung des zentralen Marktplatzes, die neue Fußwegeverbindungen oder die Freiflächenentwicklung auf den Grundstücken verschiedener Wohnungsunternehmen werden folgen. In Kooperation mit den Wohnungsunternehmen gibt es, durch das Westerfilder Spielmobil, in den verschiedenen Siedlungen Spielangebote für Kinder abseits der Spielplätze.

Ziel ist es, den Stadtteil durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Maßnahmen langfristig zu stärken. Die Geschichte Westerfildes wird in positiver Weise fortgeschrieben.