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Wirtschaft

Stadt entwickelt Arbeitsmarktstrategie für die nächsten zehn Jahre weiter

Nachricht vom 31.05.2019

Die Arbeitslosenquote auf unter acht Prozent senken, Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen und Modellprojekte fördern - das haben sich Stadt und Wirtschaftsförderung für die nächsten zehn Jahre als Ziel gesetzt. Daher soll die Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 weiterentwickelt werden.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner, Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, und Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenter Dortmund, stellten die Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 vor.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner, Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, und Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenter Dortmund, stellten die Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 vor.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Die Arbeitsmarktstrategie 2020 der Stadt Dortmund hat mit Unterschreiten der Zehn-Prozent-Marke bei der Arbeitslosenquote das zentrale Ziel erreicht. Jetzt ist es die Aufgabe, den positiven Trend zu verstetigen. Die Verwaltungsspitze hat sich mit der Weiterentwicklung der Arbeitsmarktstrategie für die nächsten zehn Jahre beschäftigt und die Weiterleitung an die politischen Gremien beschlossen.

Dynamik sinkender Arbeitslosigkeit verstetigen

"Die positiven Ergebnisse auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt bestätigen die Erfolge unserer Arbeitsmarktstrategie. Nun gilt es, die Dynamik einer sinkenden Arbeitslosigkeit weiter zu verstetigen", sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Auch die Stadt Dortmund steht im kommenden Jahrzehnt vor Herausforderungen: die Veränderung der Arbeitswelt durch die digitale Transformation, der demografische Wandel in den Belegschaften, eine unsichere konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft, die Integration zugewanderter Menschen, die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit als strukturelles Problem vieler Großstädte und eine damit einhergehende Steigerung der Anzahl betreuungsintensiver Personengruppen sind nur einige Beispiele.

Bessere Teilhabe

"Unser Ziel ist es, allen Menschen in der Stadt eine Chance auf Arbeit und somit besserer Teilhabe am gesellschaftlichen Zusammenleben zu eröffnen", sagt Birgit Zoerner, Sozialdezernentin der Stadt Dortmund und ergänzt: "Arbeit zu existenzsichernden Löhnen ist und bleibt der entscheidende Weg aus der Armut."

Die Anforderungen sowohl an erwerbsfähige Leistungsbezieher*innen als auch benachteiligte Personengruppen in Bezug auf die angebotenen Qualifizierungen entfernen sich auf dem kommunalen Arbeitsmarkt voneinander. Um ein Gleichgewicht herstellen zu können, müssen die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes für Helfertätigkeiten gesteigert und vermittlungsfähige Arbeitskräfte bei der Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung begleitet werden.

"Das Teilhabechancengesetz gibt uns gute Möglichkeiten im Rahmen der Verstetigung der Zusammenarbeit der kommunalen Arbeitsmarktstrategie wichtige Bausteine für vielschichtige Anforderungen zu schaffen. So können wir der Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit wirksam begegnen. Wo immer die haushalterische Situation es möglich macht, wollen wir Kräfte und Ressourcen bündeln, um den Bedarfen der Zuwanderung, junger Menschen, der Gesundheitsförderung, psychosozialer Belastungen oder der Qualifizierung Rechnung zu tragen", sagt Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer Jobcenter Dortmund.

Ziel: Arbeitslosenquote unter acht Prozent

"Bis 2030 wollen wir die Arbeitslosigkeit dauerhaft auf unter acht Prozent senken", ergänzt Westphal.

Schwerpunkte der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie bleiben das Verhindern und die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, die Integration betreuungsintensiver Personengruppen in den Arbeitsmarkt insgesamt, die Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Dazu sollen vor allem neue Arbeitsformen und Modelle für an- und ungelernte Personen aufgeschlossen und einhergehend die SGB II-Quote weiter gesenkt werden.

Modellprojekte fortführen

Dies erfordert auch die weitere Optimierung des verwaltungsinternen Handelns. Ziel der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 ist es daher zudem, die Transparenz und Sichtbarkeit der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie innerhalb der Verwaltung und in der Stadtgesellschaft zu erhöhen und die Umsetzung gemeinsamer Aufgaben in einem offenen Dialog mit allen beteiligten Fachämtern zu steuern.

Darüber hinaus setzt sich die Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 zum Ziel, beispielhafte Modellprojekte wie das "Service Center lokale Arbeit" fortzuführen und mit neuen Handlungsansätzen Akzente in der kommunalen Arbeitsmarktpolitik zu definieren und mit ihnen eine Signalwirkung in Richtung Bund zu erzielen. Hierbei sollen die gesetzlichen Möglichkeiten sinnvoll genutzt und innerhalb der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 auf kommunaler Ebene zur Zielerreichung integriert werden.