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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

TU Dortmund, Stadt Dortmund und Amerika Haus NRW laden zum Walt-Whitman-Abend

Nachricht vom 23.05.2019

Er war der "Dichter der Demokratie“: Am 31. Mai 2019, vor 200 Jahren, wurde der US-Amerikaner Walt Whitman geboren. Amerikanistik-Studierende und Mitarbeiter*innen der TU Dortmund feiern Whitmans Geburtstag zusammen mit der Stadt Dortmund und dem Amerika Haus NRW am Freitag, 31. Mai, 18:00 bis 20:00 Uhr in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses.

Walt Whitman war der Meinung, dass Dichtung alle Mitglieder der Gesellschaft behandeln und ansprechen sollen. Er richtete sich an Arme und Reiche, Handwerker, Arbeiter und Bauern, Kunstschaffende und Lehrende, Zugewanderte und Minderheiten ebenso wie an die Mitte der Gesellschaft. Der Eintritt für die Veranstaltung am Freitag, 31. Mai, ist frei. Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail an tuerel.tan@tu-dortmund.de.

In seinem Hauptwerk "Grashalme" (Leaves of grass) von 1855 stehen Stadt und Technik neben Natur und Sexualität. Whitman ist der erste globale Dichter: In vielen seiner Texte spricht er die Welt außerhalb Amerikas an – und nicht nur Europa. Dichterinnen und Dichter aus der ganzen Welt haben ihm geantwortet. Seine Lyrik hatte ungeheuren Einfluss auf die Weltliteratur: Seit Whitman müssen Gedichte nicht mehr gereimt oder in komplexer poetischer Sprache verfasst sein.

Vortrag von Whitman-Gedichten in 15 Sprachen

Bei der Feierstunde am 31. Mai werden Whitman-Gedichte im englischen Original sowie übersetzt in 14 Dortmunder Sprachen gelesen: auf Deutsch (von Kammerschauspielerin Barbara Blümel), Albanisch, Arabisch, Farsi, Griechisch, Italienisch, Kurdisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch, Serbokroatisch, Spanisch und Türkisch. Dazu gibt es Whitman-Musik, einen Whitman-Film, Whitman-Kunst und eine Whitman-Ausstellung.

Im Vorprogramm wird ab 16:00 Uhr das Buch "Revisiting Walt Whitman. On the occasion of his 200th birthday" vorgestellt. Der Band, herausgegeben von Winfried Herget (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), enthält aktuelle Forschungsbeiträge zur Whitman-Rezeption von Marek Pary (Universität Warschau), Stefan Schöberlein (Marshall University), Walter Grünzweig und Iris-Aya Laemmerhirt (TU Dortmund).