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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Architektenwettbewerb

Continentale Versicherung setzt auf Neubau an der Stadtkrone Ost

Nachricht vom 25.06.2019

Der Architektenwettbewerb für den Neubau der Direktion Dortmund des Continentale Versicherungsverbundes in Form einer Mehrfachbeauftragung mit namhaften Planungsbüros ist abgeschlossen. Die Durchführung erfolgte in enger Kooperation mit der Stadt Dortmund.

Computer-Animation der Gebäude an der Stadtkrone Ost

Computer-Animation der Gebäude an der Stadtkrone Ost

Nun steht fest, wie der Gebäudekomplex für die rund 1.600 Mitarbeiter an der Stadtkrone Ost aussehen soll. Das exponierte 23.000 qm große Grundstück liegt im direkten Kreuzungsbereich zwischen der künftigen A 40, der Freie-Vogel-Straße und der B 236 im Ortsteil Neu-Schüren. Die Stadtkrone-Ost Entwicklungsgesellschaft hat das Grundstück über Jahre für eine adäquate Investition mit einer anspruchsvollen Architektur vorgehalten; nunmehr hat sie eines ihrer letzten Grundstücke erfolgreich veräußert.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen zur Erteilung der Baugenehmigung. Eine Bauvoranfrage ist bereits gestellt. "Der erste Spatenstich erfolgt voraussichtlich Ende 2020. Die Fertigstellung ist für Anfang 2024 vorgesehen", so der Projektmanager Drees & Sommer.

Derzeit sind die Mitarbeiter*innen der Continentale auf drei Bereiche im Stadtgebiet verteilt – an der Ruhrallee, am Königswall und am Heiligen Weg. Im Neubau werden alle Mitarbeiter*innen Platz finden.

Bekenntnis zu Dortmund

Die Continentale bleibt dem Standort Dortmund treu. "Wir freuen uns über dieses Bekenntnis zu Dortmund und die damit verbundene dauerhafte Sicherung von Arbeitsplätzen; nach einer Entwicklungszeit von 20 Jahren nähert sich die Konversion des ehemaligen Kasernengeländes der Britischen Rheinarmee ihrem Ende entgegen", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Aufgelockertes Ensemble mit Campus-Charakter

Gewonnen hat den Architektenwettbewerb das Architekturbüro kadawittfeldarchitektur (kwa) aus Aachen. Insgesamt hatten sieben Büros teilgenommen. Die Jury, bestehend aus Vertretern des Gestaltungsbeirates der Stadt Dortmund, der Continentale und weiteren Experten, entschied sich einstimmig für den Entwurf von kwa. Dieser sieht ein Ensemble aus drei Bürogebäuden mit unterschiedlichen Höhen von 5, 7 und 16 Stockwerken sowie einem Parkhaus westlich des Tiranaweg vor.

Das Grundstück liegt im direkten Kreuzungsbereich zwischen der A 40, der Freie-Vogel-Straße und der B 236.

Das Grundstück liegt im direkten Kreuzungsbereich zwischen der A 40, der Freie-Vogel-Straße und der B 236.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Bürogebäude gruppieren sich um einen überdachten Innenhof mit Boulevard-Charakter, der auch als Ort der Begegnung und der Kommunikation fungieren soll. Von hier aus gibt es schnellen und einfachen Zugang zu zentralen Bereichen wie Betriebsrestaurant oder Schulungs- und Besprechungsräumen. "An der Stadtkrone Ost bieten wir unseren Mitarbeitern einen rundum zukunftsorientierten Gebäudekomplex mit zeitgemäßen Arbeitsplätzen", so Dr. Christoph Helmich, Vorstandsvorsitzender des Continentale Versicherungsverbundes.

Ursprünglich war ein Neubau am bisherigen Standort an der Ruhrallee vorgesehen. Die nach der Bedarfsplanung ermittelten Flächen seien aber dort wirtschaftlich vertretbar nicht zu realisieren gewesen. Angesichts einer begrenzten Fläche hätte insbesondere wegen der erforderlichen Parkplätze sehr tief gebaut werden müssen. Das treibt die Kosten enorm in die Höhe. Am neuen Standort gibt es diese Probleme nicht. Das Parkhaus ermöglicht ca. 1.250 Stellplätze und geht damit deutlich über den bauordnungsrechtlichen Bedarf hinaus.

Die städtebauliche Leitidee für das noch unbebaute Grundstück, auf dem bis Mitte 2017 zwei Traglufthallen zur Unterbringung von Flüchtlingen standen, bestand immer darin, hier eine städtebauliche Dominante mit einem Hochpunkt zu realisieren. "Das ausgewählte Konzept wird die positive Entwicklung der Stadtkrone-Ost abrunden und im Bereich des östlichen Stadteingangs ein weiteres prägnantes architektonisches Identifikationsmerkmal setzen, das sich dennoch städtebaulich angemessen einfügt", so Planungsdezernent Ludger Wilde. Darüber hinaus gelingt es mit dem Konzept, den in diesem Bereich im Zuge des A 40 Ausbaus planfestgestellten Lärmschutz von 3 bis 5 m Höhe adäquat zu ersetzen. Hierzu werden zeitnah Gespräche mit Straßen.NRW aufgenommen.