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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Lokale Agenda 21

Agenda-Büro legt 18. Zwischenbericht für die Jahre 2017 und 2018 dem Rat vor

Nachricht vom 09.07.2019

In diesem Bericht werden sowohl Projekte und Aktionen von Vereinen, Verbänden und Netzwerken im Bereich des ehrenamtlichen Engagements vorgestellt als auch Aktivitäten der Stadtverwaltung sowie Kooperationsprojekte. Der Bericht belegt die Bandbreite an Themen und Inhalten, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in Dortmund durchgeführt werden.

Häuser zu bauen, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen, ist das Ziel der Kampagne 100 EnergiePlusHäuser für Dortmund. Am Ende soll das erzeugte Plus an Energie 1.000 kWh im Jahr betragen. Seit dem Start der Kampagne 2011 wurden bereits über 50 Häuser mit mehr als 100 Wohnungen gebaut.

Aktuell müssen die Häuser als KfW-Effizienzhäuser-40-Plus gebaut werden. Eine Batterie speichert den Strom, so dass auch in den Abendstunden oder wenn die Sonne nicht scheint der eigene Strom genutzt werden kann. Durch die Reservierung besonders geeigneter städtischer Baugrundstücke und eine kostenlose Qualitätssicherung unterstützt die Stadt Dortmund diese Kampagne. So haben z.B. mehrere internationale Delegationen von der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn die EnergiePlusSiedlung am Phoenix See besucht. Mit diesem Vorsprung an Erfahrung ist die Stadt bestens auf die EU-Gebäuderichtlinie vorbereitet, die ab 2021 "fast Null-Energie-Häuser" vorschreibt.

Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr arbeitet weiter an verschiedenen Projekten zum Thema Nachhaltigkeit in der Region, wie z.B. das Projekt " FaireKITA ". Die Kindertageseinrichtung "Familienzentrum Am Ostpark" war im Jahr 2015 als erste Fabido-Einrichtung zur Fairen Kita NRW ausgezeichnet worden. Auf der Basis dieser Erfahrungen werden nun jedes Jahr weitere 10-15 Tageseinrichtungen betreut und für eine Zertifizierung als "FaireKITA" vorbereitet. Der Träger Fabido hat zugestimmt sich als erster Träger zertifizieren zu lassen.

"InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop" als Vorbild

Der Name "InnovationCity roll out" steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt "InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop" sollen auf das gesamte Ruhrgebiet ausgerollt werden. Ziel ist es, den einzigartigen, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte im Ruhrgebiet zu übertragen. In insgesamt 20 ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr werden ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der "InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop" initiiert. Die Stadt Dortmund beteiligt sich mit "Soziale Stadtgebiet" Westerfilde/Bodelschwingh am Projektaufruf. Das Gesamtprojekt soll durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine mögliche darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion erzielen und die "Energiewende von unten" weiter vorantreiben. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)".

Deutschlands größte Nachhaltigkeitsmesse "Fair Friends" konnte auch in den Jahren 2017 und 2018 auf rund 6.000 m² in der Messe Westfalenhalle neue Impulse setzen und mit Innovationen punkten. Mit 220 Ausstellern aus 17 Nationen entwickelt sich die "Fair Friends" zur Leitmesse des Fairen Handels, nachhaltiger Lebensstile und gesellschaftlicher Verantwortung. Zu den wichtigen Themen, die in Talkrunden auf der Messe besprochen wurden, gehörten u.a.: "Klimaschutz in Organisationen / Grün in der Stadt", "Best Practice aus der KlimaExpo.NRW", "Klimafreundliche Mobilität" und "Visionen für die Zukunft der Stadt Dortmund". Im vielfältigen Rahmenprogramm waren Schoko-Seminare, Re- und Upcycling-Workshops sowie die Kochshows besonders beliebt.

Entwicklung Wettbewerb "UmweltBewussteSchule"

Vor genau 20 Jahren wurde vom Rat der Stadt das Projekt "Energieeinsparung an städtischen Gebäuden" beschlossen. Gestartet wurde seinerzeit das Projekt in einer ersten Phase mit fünf interessierten Schulen. Der heutige Wettbewerb "UmweltBewussteSchule" hat sich daraus weiterentwickelt und wird jährlich ausgetragen. Auch in 2016 wurde der bewusste Umgang mit Energieressourcen an 25 Schulen als „UmweltBewussteSchule“ fortgesetzt. Die Kooperationsvereinbarungen mit diesen Schulen liefen unverändert weiter. Das zeigen die kontinuierlichen Umweltaktivitäten dieser Schulen, die sich für die unterschiedlichen Schwerpunkte der Themen Energie, Wasser, Abfall und Papierrecycling einsetzen. Am 30. Juni 2017 fand traditionell in der Bürgerhalle des Rathauses die Auszeichnungsfeier zur "UmweltBewusstenSchule 2016" statt. Dort erhielten die aktivsten zehn Schulen vom Stadtrat Martin Lürwer eine Urkunde und Geldprämien.

Das Agenda-Siegel hat sich als Auszeichnung für nachhaltige Projekte und bürgerschaftliches Engagement in Dortmund etabliert und konnte in den Jahren 2017 und 2018 von Oberbürgermeister Ullrich Sierau insgesamt 55 Mal verliehen werden. In der Kategorie "Schule" und der Kategorie "Initiativen, Vereine und Privatpersonen" wurden jeweils drei Geldpreise vergeben, außerdem gab es je zwei Sonderpreise. Insgesamt konnten in den Jahren seit dem Start des Wettbewerbes im Jahr 2004 über 170.000 Euro an Spendengelder an ehrenamtliche Dortmunder Akteure ausgezahlt werden. Die Spendengelder stammen von Unternehmen aus Dortmund und der Region.

Ausblick auf das Jahr 2019

Vorgestellt werden im Zwischenbericht auch zahlreiche weitere Nachhaltigkeitsthemen, die in der Verwaltung zusammen mit anderen Partnern in den Jahren 2017 und 2018 bearbeitet wurden. Die Bandbreite reicht von familienfreundlichem Wohnraum, nachhaltiger Mobilität, Inklusion, soziale Stadt bis hin zu Migration, Integration, Vielfalt und Kultur.

Neben dem Hinweis auf Veranstaltungen, auf denen die Dortmunder Agenda-Arbeit vorgestellt wurde und einer Darstellung von Preisen und Auszeichnungen, enthält der Bericht einen zusammenfassenden Ausblick auf das Jahr 2019.