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Hafen

Dortmund ist wieder an Wasserstraßennetz angeschlossen - Schleusen-Instandsetzung verläuft nach Plan

Nachricht vom 01.08.2019

Die Schleuse Henrichenburg ist wieder für den Schiffsverkehr geöffnet - zunächst für die Abend- und Nachstunden. Schon am Dienstag, 31. Juli, kamen nach sechswöchiger Unterbrechung die ersten Binnenschiffe in den Dortmunder Hafen.

Schleuse Schiffshebewerk Waltrop Henrichenburg

Die Schleuse ist für Binnenschiffe die einzige Möglichkeit, in den Dortmunder Hafen zu gelangen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): WSA Duisburg-Meiderich

Die Schleuse ist für Binnenschiffe die einzige Möglichkeit, in den Dortmunder Hafen zu gelangen. Wegen der Instandsetzungsarbeiten war die vom Bund betriebene Schleuse vom 15. Juni bis zum 31. Juli für den Schiffsverkehr komplett gesperrt. Bis zum 18. September erfolgt nun ein "Sonderbetrieb". Dies bedeutet, dass die Schleusung wegen laufender Grundinstandsetzungsarbeiten nur von sonntags bis freitags in der Zeit von 19:00 Uhr bis 2:45 Uhr möglich ist.

Wie Marcel Mülle, Leiter der Fachstelle für Maschinenwesen West beim Wasserstraßen-Neubauamt Datteln, informierte, wurden in der Zeit der Vollsperrung u.a. die Antriebs- und Steuerungstechnik der Schleuse erneuert. Zusätzlich wurden die Stahltore mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. Auch die Anlagenteile zum Befüllen und Entleeren der Schleusenkammer wurden instandgesetzt.

"Wir sind erleichtert, dass nach sechs Wochen Vollsperrung wieder Binnenschiffe in den Dortmunder Hafen einlaufen. Dass der jetzt gestartete Sonderbetrieb der Schleuse auf unser Betreiben hin deutlich verkürzt werden konnte, zeigt, was möglich ist, wenn die betroffenen Unternehmen zusammenstehen und Rückenwind aus der Politik erhalten", unterstrich Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG.

Zusätzliche Schleuse gefordert

An der Forderung nach einer zusätzlichen Schleuse wird die Dortmunder Hafen AG weiter festhalten. "Es kann nicht sein, dass der größte Kanalhafen Europas mit seinen rund 5.000 Beschäftigten regelmäßig vom Bundeswasserstraßennetz abgekoppelt wird. Hier braucht es dringend eine zweite Schleusungsmöglichkeit, die Wirtschaft und Umwelt im östlichen Ruhrgebiet gleichermaßen zugute kommen wird", betonte Büscher. Aus betrieblichen Gründen bekräftigte auch Mülle die Sinnhaftigkeit einer zusätzlichen Schleusungsmöglichkeit.

Nachdem der Rat der Stadt Dortmund sich in diesem Jahr bereits für den Bau einer zusätzlichen Schleuse ausgesprochen hatte, beschäftigt das Thema inzwischen auch den nordrhein-westfälischen Landtag. So beraten aktuell die Landtagsausschüsse für Verkehr sowie für Wirtschaft, Energie und Landesplanung unter anderem darüber, den Bundesverkehrsminister zum Bau einer zusätzlichen Schleuse aufzufordern.

Am 4. September erfolgt im Landtag außerdem eine Anhörung, bei der Uwe Büscher als Vorstand der Dortmunder Hafen AG Stellung zum Zustand der nordrhein-westfälischen Wasserstraßeninfrastruktur beziehen wird. Auch hier wird der Hafen-Chef die Schleuse Henrichenburg zur Sprache bringen.