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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Stadt spart mit nachhaltiger Technik 35.000 Tonnen CO2 ein - Green IT seit 2011 im Einsatz

Nachricht vom 13.08.2019

Die Umweltministerkonferenz hat in ihrer Sitzung am 10. Mai die Bedeutung von Green IT, insbesondere in Zeiten zunehmender Digitalisierung, hervorgehoben. Dortmund setzt bereits seit 2011 auf nachhaltigen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik - mit Erfolg.

"Die Stadtverwaltung Dortmund braucht den Vergleich mit anderen Kommunen nicht zu scheuen, denn sie ist Vorreiter auf diesem Gebiet und war eine der ersten Kommunen, die Green IT bereits im Jahr 2011 als Klimateilschutzkonzept in ihr Handlungsprogramm aufnahm und verfolgte", erklärt Pressesprecher Frank Bußmann. Als etablierter, ökologischer Ansatz findet das Green IT Konzept seither durchgängig bei relevanten Projekten und Technologievorhaben in der gesamten Stadtverwaltung verbindlich Anwendung.

Energieverbrauch im Fokus

Die Handlungsfelder von Green IT sind dabei vielfältig. So wird beispielsweise im Rahmen eines automatisierten Energiemanagements der Energieverbrauch des Computers bei Untätigkeit angepasst. Im Zuge von Beschaffungsvorgängen von IT-Geräten, wird der Energieverbrauch als ein wesentliches Kriterium in den Auswahl-/ und Entscheidungsprozess einbezogen. Virtuelle Umgebungen kommen zum Einsatz, um nicht voll ausgelastete Server zu konsolidieren (Server-Virtualisierung). Darüber hinaus werden perforierte Türen in Serverschränken genutzt, um die Belüftung zu optimieren und Klimaschwankungen vorzubeugen. Bisher konnte damit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, der sich durch eine Einsparung von insgesamt mehr als 35.000 Tonnen CO2 bis zum Jahr 2017 messen lässt.

Weitere Ziele für den Klimaschutz

Perspektivisch möchte die Stadt hieran anknüpfen und weiterhin ihren Beitrag zum Ressourcenschutz und zur Erreichung der Klimaschutzziele von Bund und Ländern leisten. So soll der Duplex Druck (Bedrucken von Vorder- und Rückseite von Papier) zum Standard und der Papierverbrauch und die CO2-Emissionen weiter reduziert werden. Des Weiteren wird der Einsatz von fortschrittlichen Mini-PCs (NUC – Next Unit of Computing) analysiert und ausgewertet. Im Vergleich zu den Standard Desktop-PCs der Stadtverwaltung sind diese in Bezug auf ihren Energieverbrauch wesentlich effizienter. Daneben bestehen Bestrebungen, verstärkt auf Video- und Telefonkonferenzen zu setzen. Den Nutzern wird ein zeitgleicher und ortsunabhängiger Austausch ermöglicht - somit lassen sich noch weitere Ressourcen, die bei Dienstgängen und –reisen anfallen, sparen.

Zuversichtlich blickt Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr in die Zukunft: "Wir werden auch weiterhin alles daran setzen, die Nutzung unserer städtischen IT-Infrastruktur umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Green IT ist in Dortmund schon lange kein ökologischer Trend mehr, sondern gelebte Praxis im Dortmunder Systemhaus."