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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Artenschutz

Aktionstag für die Affen: Zoo lädt zum Lernen, Basteln und Entdecken rund um Orang-Utans und Plumploris ein

Nachricht vom 15.08.2019

Der Zoo Dortmund widmet seinen kleinsten und größten Affen einen Aktionstag: Am Sonntag, 18. August, feiern die Besucher*innen den Tag der Orang-Utans und Plumploris. Dabei geht es nicht nur um Spaß bei Aktionen wie Basteln, Schminken und einer Rallye, sondern auch um die Gefährdung der Primaten.

Orang-Utans Yenko und Suma

Der junge Orang-Utan Yenko zusammen mit Weibchen Suma.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga

Der Orang-Utan- und Plumplori-Tag im Zoo Dortmund startet am Sonntag, 18. August, um 10:00 Uhr. Bis 16:00 Uhr können sich die Besucher*innen auf besondere Aktionen rund um die Welt der Affen freuen. Bei Führungen zum Leben der Affen lernen die Teilnehmenden mehr über deren Lebenswelt. Dabei geht es auch um Bedrohungen der Lebensräume.

Wissenswerte Führungen zu den Arten

Außerdem können die Besucher*innen bei kommentierten Fütterungen der rothaarigen Menschenaffen und der flauschigen Miniprimaten dabei sein. Im Regenwaldhaus "Rumah hutan", wo sowohl die Orang-Utans als auch die Plumploris leben, sowie gegenüber der Außenanlage finden die Gäste Info-Stände des Zoofreunde Dortmund e.V., des Borneo Orang-Utan Survival Deutschland (BOS) e.V. sowie des im Mai 2018 im Zoo gegründeten Plumplori-Vereins . Wer an Führungen teilnehmen möchte, kann sich am Zoofreunde-Stand für diese anmelden.

Beschäftigungsmaterial basteln

Um den Orang-Utans ein schönes Andenken da zu lassen, können die Zoo-Gäste Beschäftigungsmaterial für die Tiere basteln. Rosinenhölzer oder Eisbomben werden dann zusammen mit einem Zoo-Mitarbeitenden an die zotteligen Menschenaffen überreicht.

Die jüngeren Besucher*innen können sich im Zoo als Orang-Utans oder Plumploris schminken lassen oder an einer Rallye teilnehmen.

Die Orang-Utans im Zoo leben im Regenwaldhaus und auf der dazugehörigen Außenanlage. Insgesamt gehören fünf Affen zu der Gruppe: die Weibchen Djamuna, Suma und Toba, der junge Orang-Utan Yenko, Adoptivkind von Toba, und das große Männchen und Chef der Gruppe Walter. Walter ist ein echtes Urgestein im Dortmunder Zoo und feierte in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag .

Palmöl-Plantagen nehmen Orang-Utans den Lebensraum

Über die Gefährdung der Menschenaffen können sich Interessierte beim BOS e.V. informieren. Der Lebensraum der Menschenaffen ist bereits in weiten Teilen zerstört oder von Zerstörung bedroht. Dabei wird insbesondere das Problem Palmöl thematisiert. Denn immer mehr Regenwald-Fläche in Südostasien weicht gigantischen Palmöl-Plantagen. Palmöl ist z.B. in vielen Lebensmitteln und Kosmetika des täglichen Gebrauchs enthalten. Häufig gibt es aber Alternativen. Alle drei Orang-Utan-Arten sind mittlerweile auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als "vom Aussterben bedroht" geführt.

Zoo beteiligt sich an Erhaltungszuchtprogrammen

Plumploris sind Primaten mit kurzem Plüschfell und großen Kulleraugen. Sie leben in den Wäldern Süd- und Südostasiens. Die kleinen Affen sind nur wenig erforscht. Wissenschaftler unterscheiden bis zu neun Arten. Die kleinste ist der Zwergplumplori.

Zwergplumploris Helene und Flori

Die Zwergplumploris Helene und Flori leben in einem Gehege im Regenwaldhaus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga

Zwei von ihnen leben im Zoo Dortmund: Helene und Flori. Helene ist seit 2010 im Zoo und lebt dort im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Flori stammt aus einer Beschlagnahmung und wurde im Juni 2018 von der Stadt Leipzig aus illegaler Haltung beschlagnahmt. Über den Plumploris e.V. wurde er, in Absprache mit der Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Zwergplumploris und der Naturschutzbehörde Leipzig, an den Dortmunder Zoo vermittelt.

Mensch ist größter Feind der Affen

Der Mensch ist auch der größte Feind der kleinen Plumploris. Sie sind insbesondere durch illegalen Handel gefährdet. Sie werden zu Hunderten in den Wäldern Südostasiens gefangen, in kleinen Käfigen unter schlimmen Bedingungen gehalten oder Touristen als Foto-Motiv angeboten. Auch diese Art ist vom Aussterben bedroht. Der Plumploris-Verein unterstützt den Aufbau einer Plumplori-Rehabilitationsstation auf Nordsumatra.

Mit der Haltung von Sumatra-Orang-Utans und Zwergplumploris beteiligt sich der Zoo Dortmund an Europäischen und Internationalen Zuchtprogrammen für diese Affenarten. Mit Aktionstagen wird gezielt auf die Situation der freilebenden Tiere aufmerksam gemacht.