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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Artenschutz

Dortmunder Zoo freut sich über Nachwuchs bei den Kleinen Pandas

Nachricht vom 21.08.2019

Bei den Kleinen Pandas ist am 4. Juli 2019 ein Zwillingspaar geboren. Von der Mutter zunächst gut versteckt in einer der Wurfhöhlen sind die Jungtiere wohlbehütet "im Schoße der Mutter“ durch die ersten Wochen gekommen. Am Mittwoch, 21. August 2019, wurden sie der Öffentlichkeit präsentiert.

Zwillinge "Kleine Pandas" geboren am 4. Juli 2019

Auf den Armen von Sven Kentschke (Zootierpfleger) und Dr. Frank Brandstätter (Zoodirektor) zeigt sich der Panda-Nachwuchs
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Als "hübschestes Säugetier auf Erden" hat der französische Naturkundler Georges Cuvier (1769 bis 1832) seinerzeit den Kleinen Panda bezeichnet. Tatsächlich ist der Kleine Panda eine der farbenfrohesten Säugetierarten der Welt. Die Grundfarbe ist rot bis feuerrot, worauf auch der englische (Red Panda) und chinesische (Honho = Feuerfuchs) Artname hinweisen. Gesicht und Innenohren sind reinweiß gezeichnet.

Kein echter Bär

Wie sein namengebender großer Verwandter, der Große Panda, gehört der Kleine Panda nicht zu den echten Bären. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal ist das Vorhandensein eines falschen Daumens. Dabei handelt es sich um einen Fortsatz des Sesambeines auf der Innenseite der Handwurzel, der fast wie ein sechster Finger wirkt. Dieser erleichtert das Greifen von Bambusblättern. Zwar frisst der Kleine Panda gerne Bambus, doch ist seine Nahrungspalette wesentlich reichhaltiger. Neben allerlei Früchten und Beeren verschmäht der Kleine Panda auch nicht die gelegentliche Fleischbeilage in Form von Vögeln oder anderen Kleintieren. Auch im Zoo Dortmund ist der Kleine Panda seit vielen Jahren zu sehen und dabei ein Publikumsliebling.

Kleiner Panda

Tatsächlich ist der Kleine Panda eine der farbenfrohesten Säugetierarten der Welt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit 2004 bewohnen die Pandas eine der schönsten Anlagen des Zoos, direkt an der Wegekreuzung zwischen Rehen, Australienwiese und asiatischen Antilopen. Hier wurde die dort gewachsene Esche eingefasst und ist nun zentraler Ruhe- und Aufenthaltspunkt der Kleinen Pandas. Das Weibchen zieht sich zur Geburt in eine der Höhlen zurück, die an verschiedenen Stellen im Gehege eingebaut sind und kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Erst nach etwa vier Wochen kommt sie mit den Jungtieren erstmals aus den Höhlen heraus und zeigt den Nachwuchs auch dem Zoopublikum. Der Kleine Panda ist an den südlichen Hängen des Himalaya und in der chinesischen Provinz Szechuan zu Hause.

Zoo leistet Beitrag zum Erhalt des Pandas

In seinen Heimatgebieten ist der Kleine Panda mittlerweile stark bedroht. Nicht nur durch die Abholzung seines Lebensraumes, der Bergwälder des Himalaya, sondern auch durch Nachstellungen seitens Felljägern, gehen die Bestände dieser schönen Tierart stark zurück. Daher kommt der Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten große Bedeutung zu.

Das Pandapaar im Zoo Dortmund ist eine wichtige Stütze des internationalen Zuchtprogrammes für diese Tierart. Gemeinsam mit anderen Zoos unterstützt der Zoo Dortmund darüber hinaus seit Jahren das Projekt "Kleine Pandas in Sikkim" des WWF (World Wide Fund for Nature). Damit leistet der Zoo Dortmund einen entscheidenden Beitrag nicht nur zum Erhalt der Art in Menschenhand und im Freiland, sondern auch zum Erhalt des wertvollen Lebensraumes, von dem nicht nur der Panda, sondern alle in diesen Wäldern lebenden Tierarten profitieren.

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