Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Kooperation von drei Innenstadt-Gymnasien ermöglicht Oberstufenschüler*innen größtmögliche Leistungskurs-Auswahl

Nachricht vom 21.08.2019

Das Helmholtz-Gymnasium, Käthe-Kollwitz-Gymnasium und Stadtgymnasium arbeiten zukünftig zusammen und bieten Oberstufenschüler*innen Leistungskurse in ihren Wunschfächern. Die Stadt Dortmund übernimmt einen Teil der Fahrtkosten, denn viele Schüler*innen erreichen die Kooperationsschule mit der Stadtbahn.

Die drei Innenstadt-Gymnasien Helmholtz-Gymnasium, Käthe-Kollwitz-Gymnasium und Stadtgymnasium haben ihre erfolgreiche Kooperation im Bereich der sogenannten "Orchideenfächer" weiter ausgeweitet. In der Schule werden mit dem Begriff "Orchideenfächer" umgangssprachlich Unterrichtsfächer bezeichnet, die nur von einer deutlich geringeren Anzahl von Schüler*innen gewählt werden, als die üblich stark nachgefragten Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. An vielen Schulen sind sie nur noch Bestandteil des Grundkurs-Angebots. In der Folge wird das häufig nachgefragte Expertenwissen vermisst, da auf die Interessen vieler Schüler*innen nicht angemessen eingegangen werden kann.

Das neue Leistungskursangebot umfasst damit auch die seltener gewählten Leistungskursfächer, die eine einzelne Schule nicht anbieten könnte. Durch das Projekt wird die Einrichtung von Leistungskursen in Physik, Chemie, Informatik und Pädagogik somit Standard.

Helmholtz-Gymnasium wird Kooperationspartner

Die Projektidee, die auf Initiative der Oberstufenkoordinatoren im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde, ist auf großen Zuspruch bei vielen Beteiligten gestoßen. Der erste Abiturjahrgang im Projekt war der Jahrgang 2019. Mehr als dreihundert junge Menschen konnten nahezu alle ihre Leistungskurswünsche realisieren. So wurde die bereits bestehende Kooperation zwischen dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium und dem Stadtgymnasium auf das Helmholtz-Gymnasium ausgeweitet.

Nach einer Testphase konnte die Kooperation auf alle Fachgebiete ausgedehnt werden. Nun können im dritten Jahr die Leistungskurswünsche der insgesamt 354 Oberstufenschüler*innen aus der Qualifikationsphase 1 nahezu vollständig in Erfüllung gehen. Durch die Kooperation werden Verlässlichkeit und Vielfalt des Fächerangebots gewährleistet.

Auch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg begrüßt, dass in diesem Jahr erneut der Rückgang der Fächervielfalt gestoppt wurde.

Hoffnung für Musik-Leistungskurs

Hoffnung gibt es vielleicht auch für den Dortmund weit organisierten Musik-Leistungskurs. Vielleicht bieten in der Zukunft die Schüleri*nnen aus den Kooperationsschulen eine größere Basis für die Wiederbelebung des für die Konzertstadt Dortmund bedeutenden Schulfaches.

Das große Fächerangebot in der Oberstufe erweitert jedoch nicht nur den intellektuellen Horizont: "gedachte" Grenzen zwischen den Schülerschaften der Gymnasien werden ganz selbstverständlich überwunden.

Neue Organisationsstrukturen machen Kooperation möglich

An den Gymnasien sind Organisationsstrukturen geschaffen worden, die es möglich machen, die Leistungskursfächer in der gymnasialen Oberstufe an allen drei Schulen in Kooperation zu unterrichten.

Hierzu war es nötig, die Unterrichtszeiten an den drei Schulen so zu synchronisieren, dass die Schüler*innen in den nun zeitgleich stattfindenden Pausen die jeweilige Kooperationsschule rechtzeitig erreichen können.

Auch die Schulträgerin, die Stadt Dortmund, unterstützt dies durch die Übernahme eines Fahrtkostenanteils. Damit konnte das größte Problem, die Mobilität der Schülerströme, gelöst werden, denn viele Schüler*innen erreichen die Kooperationsschule mit der Stadtbahn.

Für die Beteiligten an den drei Gymnasien, die den Mehraufwand der Organisation seit nunmehr drei Jahren meistern, ist dieser Beitrag Antrieb und Genugtuung zugleich und bestärkte die Schulleitungen in ihrer Absicht die Kooperation fortzusetzen und auszubauen.