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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Große Mittelalter-Mitmach-Ausstellung eröffnet am Sonntag im MKK - "Robin Hood" für die ganze Familie

Nachricht vom 29.08.2019

Am Sonntag, 1. September, eröffnet die große Mittelalter-Mitmach-Familienausstellung "Robin Hood" im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Bis zum 19. April 2020 können Kinder und Erwachsene mit allen Sinnen ins (Dortmunder) Mittelalter eintauchen – und in die Legende von Robin Hood.

Kutsche

Auch eine von Robin Hood und seinen Gefährten überfallene Kutsche ist in der Ausstellung zu sehen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Welches Kind kennt ihn nicht, den genialen Bogenschützen Robin Hood! Er ist tollkühn, listenreich und charmant, voller Humor, mutig und hilfsbereit. Zusammen mit seinen Gefährten, den Merry Men, zieht der Held nun ins Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund ein.

Die große Familienausstellung "Robin Hood" richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, Familien und junggebliebene Erwachsene, die Freude daran haben, der Legende mit allen Sinnen nachzuspüren und dabei tief in die Welt des Mittelalters einzutauchen.

Basierend auf den ältesten schriftlichen Überlieferungen der Sage, den spätmittelalterlichen Balladen, führt der Ausstellungsrundgang zu den typischen Schauplätze von Robin Hoods Abenteuern: Auf gut 1.000 Quadratmetern zeigen detailreich inszenierte und bühnenartig begehbare Aktionsräume den Sherwood Forest, den Marktplatz von Nottingham, Nottingham Castle und das Kloster St. Mary’s.

Viele Mitmachstationen

Viele Mitmachstationen laden die Besucher dazu ein, selbst in die Rolle der Rebellen zu schlüpfen, den geheimnisvollen Wald zu erkunden und die Burg zu stürmen, in der der ungeliebte Prinz John in Löwenherz' Abwesenheit regiert. Deutlich erleben sie dabei die Kluft zwischen der einfachen Bevölkerung, die in der Stadt oder in schlichten Bauernhäusern lebte, und der reichen Oberschicht, die prächtige Säle und heimelige Kemenaten bewohnte.

"Die Ausstellung ermöglicht es uns, tolle Objekte aus unserer Sammlung teilweise erstmals zu präsentieren – eine großartige Chance. Robin Hood und das mit ihm verbundene Thema der sozialen Gerechtigkeit ist zudem unglaublich spannend und aktuell wie nie", sagt Dr. Jens Stöcker, Direktor des Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund.

Die Ausstellung wurde vom Jungen Museum des Historischen Museums in Speyer entworfen und für Dortmund mit vielen lokalen Objekten angereichert.

Der Turnierplatz

Robin Hood ist ohne Pfeil und Bogen nicht denkbar. Der englische Langbogen, wie er in den Balladen auch von Robin Hood benutzt wurde, ist legendär. Nur ein einziger dieser Bögen aus dem Mittelalter ist in Deutschland gefunden worden und wird als Rekonstruktion in der Ausstellung gezeigt.

Auf dem Turnierplatz der Ausstellung werden die Besucher selbst zu Bogenschützen. Mit einer professionellen, zehn Meter langen Bogenschießanlage in mittelalterlicher Optik können sie sich, mit Sportbögen und speziellen Pfeilen ausgestattet, in Konzentration und Zielgenauigkeit üben.

Mittelalter trifft Multimedia

Mehrere animierte Kurzfilme erzählen die einzelnen Episoden der mittelalterlichen Balladen um den genialen Bogenschützen, darunter auch die Szene, in der Robin von Maid Marian im Stockkampf besiegt wird. Vertiefend gibt ein eigens für die Ausstellung produziertes Hörspiel die gesamte Abenteuergeschichte Robin Hoods wieder.

Große Mittelalter-Mitmach-Ausstellung eröffnet am Sonntag im MKK - „Robin Hood“ für die ganze Familie

Das Plakatmotiv zur Ausstellung: Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt noch bis zum 19. April 2020 die Familienausstellung "Robin Hood".
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Ruppel für das Historisches Museum der Pfalz

Mittelalterliche Fundstücke aus Dortmund erstmals zu sehen

Im Zusammenspiel mit mehr als 170 Originalen und zahlreichen Rekonstruktionen, die zum Anfassen einladen, vermittelt die Ausstellung jungen Besucher*innen ein leicht verständliches Bild des Alltagslebens im Mittelalter vom 12. bis ins 15. Jahrhundert. Die Mehrheit der Originalobjekte stammt aus der Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und den Fundmagazinen der Dortmunder Bodendenkmalpflege. Darunter sind zahlreiche Fundstücke aus dem mittelalterlichen Dortmund und der Hörder Burg. Sie dokumentieren anschaulich die Facetten des Lebens im Mittelalter: Handwerk, Handel, Religiosität und Alltagsleben. Viele Stücke werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt, darunter Werkstattreste und Erzeugnisse der Dortmunder Buntmetallschmiede oder die eisernen Spitzen von Pfeilen und Armbrustbolzen.

Mythos Robin Hood

Gab es Robin Hood wirklich? Seine Existenz als reale, historische Person ist trotz intensiver Recherchen und verschiedener Vorschläge nicht belegt. Womöglich trug eine Vielzahl historischer Individuen zur Entstehung der Legende bei. Als Mythos ist Robin Hood jedoch heute genauso präsent wie vor 800 Jahren. Nach wie vor knüpfen sich an seine Figur romantische Fantasien und die Utopie einer besseren, gerechteren Gesellschaft. Ein speziell für die Ausstellung produzierter, kindgerechter Film fasst die Entwicklung der Legende um Robin zusammen und stellt sie in den historischen Kontext.

Zum Thema

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist dienstags, mittwochs, samstags und sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr, donnerstags und freitags 11:00 bis 20:00 Uhr geöffnet sowie an Feiertagen von 11:00 bis 18:00 Uhr. Weitere Informationen gibt es online.