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Großveranstaltungen

Oberbürgermeister Ullrich Sierau nimmt Stellung zum Lichterfest im Westfalenpark

Nachricht vom 04.09.2019

In der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Mittwoch, 4. September, äußerte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau zum Ablauf des Lichterfestes im Westfalenpark vergangenen Samstag.

Westfalenpark

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Sierau verwies auf die jahrelange Praxis, die Expertise und die guten Erfahrungen bei der Organisation von Großveranstaltungen in Dortmund, darunter etwa die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Still-Leben 2010, die BVB-Meisterfeiern in 2011 und 2012, die Feier zum DFB-Pokal in 2017 und nicht zuletzt auf die diesjährigen Großevents darunter auch der 5-tägige Deutsche Evangelische Kirchentag.

"Alle Veranstaltungen sind mit höchster Professionalität durchgeführt worden. Es ist dabei niemand zu Schaden gekommen", so der Oberbürgermeister. "Samstag war deshalb spezifisch", fuhr Sierau fort, "weil es im Vorfeld in Dortmund keine Gewitterwarnung gab." Erst kurz nach 21:00 Uhr sei mitgeteilt worden, dass es eine Gewitterfront gäbe, die sich auf Dortmund zubewege. Darauf sei sofort eine Lagebesprechung einberufen worden. Um 21:25 Uhr gab es die einvernehmliche Entscheidung, zu evakuieren. Die Evakuierungsmaßnahme wurde innerhalb von zehn Minuten kommuniziert, die Besucher*innen wurden entsprechend informiert.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 35.000 Gäste im Park. Ab 21:40 Uhr begann der Regen, der etwa 20 Minuten anhielt. Während dieser Phase verließen Gäste den Ort, allerdings verblieben noch immer 15.000 Besucher*innen im Park. Die Überlegungen der Veranstaltungsleitung galten nun diesen Gästen, die noch im Park waren. Der Oberbürgermeister erklärte: "Um mögliches Konfliktpotenzial unter den 15.000 Gästen zu vermeiden, musste man abwägen. So fiel die Entscheidung, die Veranstaltung fortzusetzen und das Feuerwerk ab 22:15 Uhr zu zünden.“ Das Unverständnis der Gäste, die den Park verlassen hatten "kann ich gut nachvollziehen", sagte Sierau.

Dieser Entscheidungsprozess war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht kommunizierbar. Sierau wünschte sich eine Versachlichung der Diskussion und unterstrich deutlich: "Die oberste Priorität galt bei allen Entscheidungen der Sicherheit der Menschen vor Ort und dass niemand zu Schaden kommt. Das ist uns gelungen. Alle sind heil nach Hause gekommen."

Der Oberbürgermeister erläuterte, dass verschiedene Überlegungen in den letzten Tagen angestellt worden seien, wie "wir das Ereignis kompensieren können." Ergebnis: "Zum ersten Mal während des traditionellen Winterleuchtens im Westfalenpark wird es statt einem Feuerwerk, zwei geben und zwar je eins zu Beginn und eins zum Ende der Veranstaltung. Die Auftaktveranstaltung zum Winterleuchten mit dem ersten Feuerwerk ist frei für alle – und alle sind herzlich eingeladen vorbeizukommen."

Zum Thema

Das Feuerwerk zum Auftakt der Veranstaltung "Winterleuchten" im Westfalenpark findet voraussichtlich am Samstag, 7. Dezember 2019, statt. Der Eintritt ist für alle kleinen und großen Besucher*innen frei.

Weitere Informationen des Westfalenparks

Liebe Besucherinnen und Besucher,

liebe Gäste des Lichterfestes am 31. August 2019,

das diesjährige Lichterfest hat aufgrund einer Unwetterwarnung leider nicht den von uns allen gewünschten Verlauf nehmen können. Die daraus resultierende Enttäuschung und Verärgerung unserer Besucher*innen verstehen und bedauern wir sehr.

Hier im Westfalenparkbüro haben sich daraufhin viele Gäste telefonisch gemeldet und es liegen uns zahlreiche Zuschriften zum Lichterfest vor.

Selbstverständlich lesen wir alle, werden es aber – da wir mit der Abwicklung der Veranstaltung, der Aufarbeitung der Geschehnisse und der Planung der Ersatzveranstaltung am 7. Dezember 2019 sehr beschäftigt sind – nicht schaffen, auf jede einzelne Mail persönlich einzugehen.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal Stellung beziehen und mit diesem offenen Brief zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen:

Evakuierung:

Die Entscheidung zur Evakuierung wurde zum Schutz aller Gäste nicht nur vor dem Unwetter selbst, sondern auch vor herumfliegenden Aufbauten und Dekorationen sowie herabfallenden Ästen innerhalb eines kurzen Zeitraums von 25 Minuten getroffen.

Diese Entscheidung war in Anbetracht der vorliegenden Informationslage zwingend und wurde einvernehmlich von allen beteiligten Behördenvertreter*innen und Sicherheitsbeauftragten mitgetragen. Die Sicherheit unserer Gäste stand immer im Vordergrund!

Wir sind froh, dass der weit überwiegende Teil unserer Gäste den Anweisungen Folge geleistet hat. Nur so war eine vorwiegend ruhige und verletzungsfreie Evakuierung möglich. Für das Verständnis, das uns für diese Entscheidung an dem Abend und auch jetzt entgegengebracht wird, bedanken wir uns!

Alle Gäste wurden zu Beginn der Evakuierung über standardisierte Durchsagen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Mit Megaphonen und Lautsprecherdurchsagen wurden die Besucher*innen darüber unterrichtet, dass die Veranstaltung abgebrochen werden musste und der Park unverzüglich zu verlassen war. Auf der großen Bühne wurden die Besucher*innen ebenfalls zum Verlassen des Parks aufgerufen. Allerdings geschah dies mit dem Hinweis, dass die Veranstaltung nur unterbrochen sei und später fortgesetzt werden würde. Dieser bedauerliche Kommunikationsfehler führte dazu, dass viele Gäste Schutz innerhalb und außerhalb des Parks suchten und nach dem Unwetter wieder in den Park zurückkehrten.

Rückblickend zu dieser Veranstaltung werden wir mit allen Beteiligten die Abläufe an diesem Abend analysieren, aufarbeiten und für die nächsten Veranstaltungen Vorkehrungen treffen, um derartige Situationen zukünftig zu vermeiden.

Fortsetzung des Programms:

Nach Beendigung des Regens füllte sich die Veranstaltungswiese wieder sehr schnell, so dass unter Abwägung der Möglichkeiten entschieden wurde, die Veranstaltung fortzusetzen.

Die Fortführung der Veranstaltung nach dem Abbruch mit Musik und Feuerwerken ist bei Besuchern, die den Park bereits verlassen hatten auf viel Unverständnis gestoßen, was wir nachvollziehen können.

Eintrittskarten:

Viele Besucher*innen fordern eine Erstattung der Eintrittsgelder. Diese durchaus nachvollziehbare Forderung haben wir geprüft und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass es nicht möglich sein wird, eine gerechte und befriedigende Lösung für alle Besucher*innen zu erreichen. Daher wurde die Entscheidung getroffen, keine Erstattung vorzunehmen und als Ersatz noch in diesem Jahr eine neue Veranstaltung anzubieten.

Diesen Weg haben wir auch mit den politischen Vertreter*innen in unserem Ausschuss intensiv diskutiert und abgewogen. Letztendlich wurde auch dort ein weiteres Feuerwerk zum Auftakt des nächsten Winterleuchtens als die beste Möglichkeit der Wiedergutmachung erachtet.

Feuerwerk 2.0:

Vor diesem Hintergrund wird es am 7. Dezember 2019, dem ersten Samstag des Winterleuchtens, ein zusätzlich zu den fantasievollen leuchtenden Objekten und Inszenierungen von Winterleuchten ein Programm mit Walking Bands, Gauklereien und einem großem Feuerwerk am Florianturm geben.

Allen Gästen des Lichterfestes 2019 möchten wir die Möglichkeit geben, dieses besondere Feuerwerk, welches bisher nur zum 50. und 60. Geburtstag des Florians gezeigt wurde, zu erleben. Auch Familien mit kleineren Kindern können diesen Abend gemeinsam hier genießen. Mit Einbruch der Dunkelheit findet das Programm zwischen 17:00 und 21:00 Uhr statt.

Wir freuen uns, an diesem stimmungsvollen Abend die Gäste des Lichterfestes und Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt hier im Park zu unserem Feuerwerk 2.0 begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Parkleitung