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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Sanierungsarbeiten

Ausbau der Stadtbahnhaltestelle unter dem Hauptbahnhof kommt voran

Nachricht vom 05.09.2019

Die Stadtbahnanlage Hauptbahnhof ist seit 1984 schon in Betrieb und entsprach nicht mehr den heutigen und künftigen Ansprüchen an eine moderne, leistungsfähige und attraktive Stadtbahnanlage. Der erste Bauabschnitt des Rohbaus ist mittlerweile fertig gestellt (bergmännischer Vortrieb).

Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl führte über die Baustelle

Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl führte über die Baustelle
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Der Ausbau der Stadtbahnhaltestelle unter dem Hauptbahnhof schreitet weiter voran.

Bei laufendem Betrieb und zudem unter den Gleisen der Deutsch Bahn liegend, wird die Stadtbahnhaltestelle unter dem Hauptbahnhof seit 2016 (erste Vorbereitungen in 2014) komplett umgebaut – sicherlich eine der aufwändigsten Baustellen im Stadtgebiet.

Der erste Bauabschnitt des Rohbaus ist mittlerweile fertig gestellt (bergmännischer Vortrieb). Damit ist die Voraussetzung für den zweiten Bauabschnitt des Rohbaus geschaffen, mit dem die Bahnsteigzugänge im Mittelbereich des Stadtbahnbahnhofes erweitert werden. Während der Rohbautätigkeit wurde bereits mit dem Ausbau in den Verteilerebenen begonnen. Dies beinhaltete den fachgerechten Ausbau und Entsorgung der Bestandsdecken und Herstellung der Wandflächen im Bereich der südlichen Verteilerebene und im Verbindungstunnel. Derzeit werden die neuen mittleren Treppenanlagen gefertigt, Aufzüge eingebaut und die Wand- und Deckverkleidungen angebracht.

Aufzugsanlage

Derzeit werden u.a. die neuen Aufzüge eingebaut.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Parallel zu den Ausbautätigkeiten, haben die Rohbauarbeiten des zweiten Bauabschnitts am Nordausgang der Verteilerebene begonnen. Begleitend zu den Rohbau-Gewerken und Ausbau-Gewerken wird die Betriebstechnik in den dafür vorgesehenen Betriebsräumen eingebaut und der technische Brandschutz hergestellt.

Aktuell wird erkennbar, dass vor allem die Ausbau-Gewerke aufgrund wechselseitiger Abhängigkeiten untereinander (insbesondere im Bestand und unter Betrieb) keinen gewohnt zügigen Bauablauf wie sonst beispielsweise im Neubau zulassen.

Tiefbauamt rechnet mit Bauzeitverlängerung

Dies wirkt sich unerwartet negativ auf die bisherige Terminplanung aus und führt im Ergebnis dazu, dass die benötigte Bauzeit entsprechend angepasst werden muss. Die weitere Entwicklung in der Baubranche kann jedoch zu weiteren Verschiebungen in der Zukunft führen. Vorläufig geht das Tiefbauamt von einer Verlängerung der Bauzeit um mindestens 2 Jahre aus und von einer Fertigstellung des Bauvorhabens frühestens im Jahr 2022.

Im Laufe des Projekts ergaben sich beim "Bauen im Bestand" und damit erst baubegleitend neue Erkenntnisse und Umstände, die letztlich Änderungen und Mehraufwand in der Umsetzung des Vorhabens mit sich bringen. Zusätzlich wurde diese Situation durch die rasante Konjunktur in der Baubranche überlagert, so dass auch insbesondere hieraus resultierende Kostensteigerungen nicht vermieden werden können – eine nennenswerte Maßnahmenausweitung hat es nicht gegeben.

12% Mehrkosten

Über die ursprüngliche Kostenprognose hinaus sind derzeit Mehrausgaben für die Umsetzung des Bauvorhabens in Höhe von voraussichtlich ca. 4 Mio. € zu erwarten. Dies entspricht einem Mehrbedarf von ca. 12 % der bisher ermittelten Baukosten. Hierdurch steigen die Gesamtausgaben für das Vorhaben auf ca. 41 Mio. €.

Daten zum Rohbau:

  • 2.600 m Schneckenbohrungen
  • 2.500 t hydraulisch abbindender Baustoff
  • 90 m bergmännischer Vortrieb mit Spritzbetonsicherung, Einzelquerschnitt ca. 55m²
  • 2.000 m³ Stahlbeton abbrechen
  • 2.600 m³ Stahlbeton einbauen

Zahlen zum Ausbau:

  • Natursteinarbeiten: 4200 m²
  • Fliesen- und Plattenarbeiten: 1.100 m²
  • Wand- und Deckenverkleidung: 4.900 m²
  • Deckenverkleidung Verteilerebene Süd : 1.950 m²