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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Vielfalt

Dortmund feiert Christopher Street Day mit Demo und Stadtfest

Nachricht vom 10.09.2019

Nach einjähriger Pause ist der Christopher Street Day zurück in Dortmund. Am kommenden Samstag, 14. September, findet ab 12:00 Uhr der 22. CSD Dortmund unter dem Motto "Gemeinsam stärker“ an der Reinoldikirche und auf dem Platz von Leeds statt.

Männerkopf mit Haargummis in Regenbogenfarben

Auch in diesem Jahr will der CSD wieder zu einem Fest der Vielfalt und Toleranz einladen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Susanne Hildebrandt

Dort erwartet die Dortmunder*innen ein Straßenfest mit buntem Bühnenprogramm mit Live-Acts sowie ein CSD-Dorf mit zahlreichen Infoständen. Auf einer Demonstration der Vielfalt zeigen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und andere queere Menschen (LSBTI*Q) aus unserer Stadt Flagge für gleiche Rechte für alle und gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt.

Der Dortmunder CSD-Queer im Revier findet in diesem Jahr bereits zum 22. Mal statt und bietet ein vielfältiges Programm. Bereits zum 6. Mal unterstützt die Stadt Dortmund die Veranstaltung finanziell.

CSD-Demonstrationszug

Die Demonstration der Vielfalt beginnt am Samstag um 12:00 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs und führt durch die Nordstadt über den Königswall und den Hellweg. "Wir demonstrieren für eine Welt in der jede*r unabhängig von geschlechtlicher und sexueller Identität ein freies, selbstbestimmtes und angstfreies Leben führen kann", sagt Moritz Heller, Vorstandsmitglied bei SLADO. "Queere Menschen erleben jeden Tag Diskriminierung, Hass und Gewalt. Dagegen gehen wir auf die Straße." Die Ankunft an der Reinoldikirche ist gegen 14:00 Uhr geplant.

Bereits ab 12:00 Uhr erwartet die Besucher*innen auf dem Platz von Leeds ein CSD-Dorf mit zahlreichen Ständen. Ca. 30 Gruppen und Vereine werden ihre Angebote vorstellen sowie Raum für Gespräche und Beratung anbieten. An vielen Ständen sind die Dortmunder*innen zum Mitmachen eingeladen. Auf der Bühne ist mit Rahel Maas, Max Weyers und den Bands No Comply sowie Boomtown Shakedown von Schlager bis Rock alles vertreten. Auch Dortmunder Künstler*innen wie die Band "Finn & Jonas" sowie das Duo "Trianon forte" treten auf der großen Bühne an der Reinoldikirche auf.

Über Begegnung und Dialog Akzeptanz schaffen

Susanne Hildebrandt von der städtischen Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente: "Auch nach der Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare geht es weiter darum, Barrieren in den Köpfen wegzuräumen. In Dortmund wollen wir, so wie bisher, in guter Zusammenarbeit mit dem SLADO e.V. und der Community daran arbeiten, dass das Thema in der Gesellschaft noch sichtbarer wird, um über Begegnung und Dialog Akzeptanz zu schaffen. Der CSD ist hierfür eine sehr gute Möglichkeit, die wir gerne fördern."

Der CSD geht zurück auf die Stonewall Riots in der New Yorker Christopher Street vor 50 Jahren, die als Meilenstein der LSBTI*Q-Bewegung gelten. In Dortmund findet seit 1997 regelmäßig ein CSD statt, der seit mehr als 20 Jahren von SLADO, dem Dachverband der Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen- und Transidentengruppen in unserer Stadt, organisiert wird. "Unser diesjähriges Motto ‚Gemeinsam stärker‘ zeigt, dass unsere Community zusammenhält, weil noch viel zu tun bleibt, bis wir endlich gleichberechtigt sind", sagt Janina Oliver-Daumen, Vorstandsmitglied bei SLADO.

Mehr als 90 Veranstaltungen während der CSD-Wochen

Wie vielfältig und engagiert die Dortmunder LSBTI*Q-Community ist, hat sie auf mehr als 90 Veranstaltungen während der CSD-Wochen gezeigt, die seit dem 17. August laufen. "Am kommenden Samstag laden wir nochmal alle Dortmunder*innen ein, sich zu informieren und mit uns zu feiern", so Oliver-Daumen.

Zum Thema

Alle Veranstaltungen des Christopher Street Day (CSD) Dortmund finden sich online.