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Bildung

Schulvereinbarung mit Schwerte unterzeichnet - Wechsel an Schwerter Gymnasien demnächst möglich

Nachricht vom 10.10.2019

Nach intensiven Gesprächen haben die Stadt Dortmund und die Stadt Schwerte eine Beschulungsvereinbarung getroffen, der die Räte beider Kommunen zugestimmt haben. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos unterzeichneten sie am Donnerstag, 10. Oktober, in Schwerte.

Schulvereinbarung mit Schwerte unterzeichnet – Wechsel an Schwerter Gymnasien demnächst möglich

Unterzeichnung mit (v.l.) Martina Raddatz-Nowack (Leiterin des Fachbereichs Schule), Schul-Dezernentin Daniela Schneckenburger, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Hans-Georg Winkler (Erster Beigeordneter und Schuldezernent Schwerte).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Schwerte / Ingo Rous

Damit können Dortmunder Kinder von der Eintracht-Grundschule und der Höchstener Grundschule ab dem Schuljahr 2020/21 ans Schwerter Ruhrtal-Gymnasium und ans Friedrich-Bährens-Gymnasium wechseln. Sie haben im Anmeldeverfahren den gleichen Status wie Schwerter Kinder und unterliegen denselben Auswahlkriterien.

Aufgrund der Wohnortnähe und der guten Verkehrsanbindungen sind in der Vergangenheit häufig Kinder, die an der Stadtgrenze zu Schwerte wohnen, in die Sekundarstufe I eines Schwerter Gymnasiums gewechselt. Seit dem Schuljahr 2015/16 war dies nur noch möglich, wenn ausreichend Aufnahmekapazitäten an den Schwerter Schulen vorhanden waren. Es kam zu vermehrten Ablehnungen - eine unbefriedigende Situation für die betroffenen Familien.

Entsprechend groß war die Erleichterung bei Dimitrios Axourgos über das nachbarschaftliche Einvernehmen. Gerade für ihn als ehemaligen Lehrer habe das Thema Bildung höchste Priorität: "Was lange währt, ist endlich gut. Der Schulfrieden wird seit Jahren von Eltern und Schüler*innen herbeigesehnt." Axourgos betonte außerdem die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund, etwa im Bereich Verkehr.

Vereinbarung gilt bis 2025/2026

Die nun getroffene Vereinbarung gilt zunächst für die Schuljahre 2020/21 bis 2025/26. Sie verlängert sich um jeweils ein Schuljahr, wenn sie nicht von einer der beiden Vertragsparteien gekündigt wird.

Letzteres hält Ullrich Sierau für unwahrscheinlich. Auch er lobte die vielfältigen Kooperationen beider Städte und die kollegiale Zusammenarbeit, in der Konkurrenz keinen Platz habe: "Schwerte und Dortmund sind eine Bildungsregion, das Ziel ist eine gute Ausbildung für alle Schüler*innen." Ähnlich wie Bürgermeister Axourgos zeigte sich der Dortmunder Oberbürgermeister erleichtert über das Zustandekommen der Vereinbarung, er dankte allen daran Beteiligten in Politik, Verwaltung und der Bezirksregierung Arnsberg.

Für die Beurteilung eines Anspruchs auf Fahrtkostenerstattung gelten je nach Anmeldung das Ruhrtal-Gymnasium oder das Friedrich-Bährens-Gymnasium als nächstgelegene Schule im Sinne der Schülerfahrtkostenverordnung NRW. Damit gelten bei der Erstattung der Schülerfahrtkosten die gleichen Regelungen wie für die Schulen im Dortmunder Stadtgebiet.