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Digitalisierung

Digital-Gipfel der Bundesregierung in den Westfalenhallen - Dortmund präsentiert gelungene Projekte

Nachricht vom 28.10.2019

Der Digital-Gipfel der Bundesregierung zum Thema "Digitale Plattformen" ist in Dortmund gestartet. Am 28. und 29. Oktober 2019 treffen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Bei einer Tour durch die Stadt informierte sich u.a. Minister Pinkwart über digitale Projekte in Dortmund.

Digitalgipfel

Am 28. und 29. Oktober findet in Dortmund der Digitalgipfel statt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Wie funktionieren digitale Plattformen? Wie kann ein gut funktionierendes Ökosystem aus Start-ups, etablierten Unternehmen, Wissenschaft und Politik die Entstehung neuer, digitaler Geschäftsmodelle beflügeln? Antworten auf diese und weitere Fragen lieferte die Info-Tour "Orte des Internets: Digitale Plattformen erleben" des eco Verbands der Internetwirtschaft am Rande des Digital-Gipfels der Bundesregierung in Dortmund. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart nahm, gemeinsam mit Thomas Jarzombek, Beauftragter der Bundesregierung für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, teil.

Dortmunder Beispiele für gelungene Digitalisierung

In Dortmund sammeln sich nicht nur digitale Start-ups des Ruhrgebiets, sondern vor allen Dingen viele IT-Dienstleister, eine moderne Produktionswirtschaft und hervorragende Wissenschaftseinrichtungen. Prominente Beispiele und Ausdruck der besonderen Stärke im Bereich der Digitalisierung sind die Fraunhofer-Institute IML (Materialfluss und Logistik) und ISST (Software- und Systemtechnik), der Hightech-Pumpenhersteller WILO SE und die TU Dortmund. Auch der Digitalhub der Bundesregierung zum Thema Logistik ist hier angesiedelt. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet mit einem Exzellenz-Start-up Center.NRW an der TU Dortmund und dem ruhr:HUB ebenfalls Anlaufstellen in dieser gründungsintensiven Digitalregion.

In der neuen Smart Factory präsentierte der international tätige Hightech-Pumpenhersteller WILO SE sein Produktions- und Logistiksystem. Neue Technologien wie Smart Robotics und Virtual Reality erleichtern die Arbeitsbedingungen. Zusätzlich ermöglichen vernetzte Maschinen und Produkte, dass Daten im Produktionsprozess in Echtzeit geprüft werden.

Im Fraunhofer Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik an der TU Dortmund bewegen sich 20 Drohnen und sechs HighSpeed-Roboter bewegen autonom im Schwarm, sie transportieren und sortieren intelligente Ladungsträger. Die Kommunikation zwischen Drohnen und Robotern findet ausschließlich über Plattformen statt.

Im International Data Spaces-Demonstrator des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) sowie Software- und Systemtechnik (ISST) steuern und vernetzen Plattformen die Daten autonom handelnder Logistikelemente. Im Demonstrator werden die vielfältigen Prozesse in der Logistikkette visualisiert. Alle Daten, von der Produktion über die Lieferung bis zum fertigen Produkt, werden über die von Fraunhofer entwickelte International-Data-Space-Infrastruktur (IDS) bereitgestellt.

Das Start-up Logarithmo GmbH unterstützt europäische Energie- und Logistik-Unternehmen dabei, ihren Datenschatz zu veredeln und neue datenbasierte Dienstleistungen zu entwickeln. Das Unternehmen wurde als Spin-Off von Ingenieuren und Informatikern der TU Dortmund und der ETH Zürich gegründet.

Pinkwart: "Die Beispiele aus Dortmund zeigen: Wir bieten digitalen Geschäftskunden-Plattformen in Nordrhein-Westfalen eine hervorragende Basis. Mittelständler, anwendungsorientierte Forschung und Start-ups stellen ein vorbildhaftes Ökosystem für die Entstehung neuer Technologien und Geschäftsmodelle dar. Diese Ausgangsposition wollen wir nutzen und unser Land zum Vorreiter in diesem schnell wachsenden Markt weiterentwickeln."

Andreas Pinkwart

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Als Gastgeberland bringt sich Nordrhein-Westfalen aktiv ein: Mit dem Auftaktprogramm "B2B-Plattformen – eine Reise durch Nordrhein-Westfalen" beleuchtet die Landesregierung herausragende Anbieter von Plattformen für Geschäftskunden (B2B – Business to Business). So präsentieren sich Unternehmen aus den Bereichen Cyber-Security, der datengetriebenen Landwirtschaft (Smart Farming), Maschinen-Fernwartung sowie innovativer Energiedienstleistungen. Hinzu kommen wissenschaftliche Vorträge zur Wettbewerbs-Ökonomie und Anwendungen im Bereich der Logistik mit Hilfe der Schlüsseltechnologie Blockchain.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagte bei der Eröffnung des Auftaktprogramms: "Wir freuen uns, die digitale Republik bei uns in Nordrhein-Westfalen zu begrüßen und wir haben viel zu bieten. Die Plattform-Ökonomie ist eine große Chance für unsere wirtschaftliche Zukunft, die wir positiv aufgreifen und gestalten. Denn die Struktur unserer Wirtschaft ist hervorragend geeignet, um zum Vorreiter bei Geschäftskunden-Plattformen zu werden. Deshalb setzen wir auf die Freiheit von Daten, wollen Eintrittsbarrieren für den starken industriellen Mittelstand verhindern und ihre Kooperation mit innovativen Start-ups erleichtern."

Im B2B-Geschäft bietet sich Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa ein großes Potenzial, da die Plattform-Märkte gerade erst entstehen. Bereits jetzt ist Nordrhein-Westfalen B2B-Land: Die hier ansässigen Start-ups machen 73,4 Prozent ihres Umsatzes in diesem Bereich (Bund 67,7 Prozent). Gleichzeitig verfügt das Land über eine starke Industrie mit neun DAX-Unternehmen und vielen Hidden Champions. Jedes vierte familiengeführte Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro hat hier seinen Sitz.