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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Tierwohl

Stadt Dortmund verfolgt gestuftes Konzept zur Kastration von Katzen (bzw. Katern)

Nachricht vom 05.11.2019

Auf Einladung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau fand am Montag, 4. November, ein Gespräch mit Dortmunder Tierschutzorganisationen statt, bei dem das weitere Vorgehen zum Thema "Katzenschutzverordnung" erörtert wurde. Es wurde ein gemeinsames Stufenkonzept vereinbart, das dem Rat am 12. Dezember zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

Seitens der Tierschutzorganisationen in Dortmund nahmen die Vorsitzenden des Dortmunder Katzenschutzvereins e. V. und des Tierschutzvereins Groß-Dortmund e. V. teil. Als Teilnehmende der Stadtverwaltung standen Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Dezernent Norbert Dahmen, Beate Siekmann, Leiterin des Ordnungsamtes und Rüdiger Wurm, Amtstierarzt der Stadt Dortmund, zur Seite.

Den beiden Tierschutzorganisationen wurde zunächst Dank und Respekt bezüglich der bisher über mehrere Jahrzehnte im Katzenschutz geleisteten Arbeit ausgesprochen. Weiterhin wurde gemeinsam ein Stufenkonzept vereinbart, das den politischen Gremien und dem Rat in seiner Sitzung am 12. Dezember 2019 vorgestellt und zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

Dieses Konzept sieht nach der Zustimmung folgende Vorgehensweise vor:

  • gestuftes Verfahren
  • Kostenbeteiligung-/erstattung für Kastrationen in 2020
  • gemeinsame Öffentlichkeitsoffensive für Katzenkastrationen in 2020
  • Erstellen einer Katzenkastrationsverordnung
  • Einrichtung von zwei Planstellen zur Administration einer Katzenschutzverordnung im Ordnungsamt

Freiwilligkeit unterstützen

Damit diese Leistungen weiter erbracht und der Erfolg gesteigert werden kann, also die Anzahl freilebender Katzen zukünftig noch weiter zu verringern und so präventiv Katzenleid zu verhindern, wird weiter auf Freiwilligkeit der Katzenbesitzer*innen gesetzt, ihre Besitzerkatzen kastrieren zu lassen.

In gemeinsamen Aktionen der Tierschutzorganisationen und der Stadt Dortmund sollen alle Katzenbesitzer*innen in Dortmund angesprochen werden, ihre freilebenden Besitzerkatzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen (Transponder-Mikrochip) und die Tiere dann in einer Datenbank registrieren zu lassen. Dies soll ganzjährig erfolgen und nicht nur zwei Mal im Jahr im Rahmen einer Schwerpunktaktion.

Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsam werden die Stadtverwaltung und die beiden Tierschutzorganisationen eine Öffentlichkeitsoffensive in 2020 durchführen, die als Ziel hat, Aufklärungsarbeit zu leisten, Hilfe anzubieten und Kontakte zu knüpfen.

Finanzielle Beteiligung der Stadt Dortmund zur Vermeidung von Katzenleid

In begründeten Einzelfällen und bei bedürftigen Personen kann in 2020 ein Zuschuss für eine durchgeführte Katzenkastration über den Katzenschutzverein oder den Tierschutzverein erteilt werden, an dem sich die Stadt Dortmund in 2020 beteiligt. Das Verfahren dazu befindet sich noch in der Abstimmung.

Katzenschutzverordnung kommt

Leider wird man nicht damit rechnen können, dass auf diese Weise alle Halter*innen von freilebenden Besitzerkatzen überzeugt werden. Die an dem Gespräch teilnehmenden Tierschutzorganisationen berichteten, dass sie immer wieder mit Personen Kontakt haben, die eine Kastration und Kennzeichnung ihrer freilebenden Besitzerkatzen strikt ablehnen. Um auch diese Bevölkerungsgruppe letztendlich zum Umdenken zu bringen, soll die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilebende Katzen auf dem Gebiet der Stadt Dortmund mit einer rechtssicheren Verordnung im Rahmen des oben beschriebenen Gesamtkonzeptes umgesetzt werden. Dazu gehören auch Kontrollen und die administrative Bearbeitung durch das Ordnungsamt. Hierzu ist die Einrichtung von zwei Planstellen inklusive Sachausstattung notwendig.