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Kampagne

Stadt ehrt stärkste Teilnehmende des Stadtradelns 2019 - 41 Tonnen CO2 eingespart

Nachricht vom 06.11.2019

287.108 gefahrene Kilometer, 41 Tonnen CO2 eingespart - das ist die Bilanz des Dortmunder Stadtradelns 2019. Die Stadt hat am Dienstag, 5. November, die stärksten Einzelradler*innen und Teams geehrt. Als "Stadtradeln-Star" bloggte Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl über ihre Wege mit dem Rad.

Baudezernent Arnulf Rybicki (1.v.r.) ehrte die siegreichen Teilnehmer*innen.

Baudezernent Arnulf Rybicki (1.v.r.) ehrte die siegreichen Teilnehmer*innen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Es ist nun gut vier Wochen her, dass in Dortmund zum zweiten Mal die Aktion "Stadtradeln" zu Ende ging. Vom 2. September bis zum 22. September 2019 radelten die Teilnehmer*innen, um für Dortmund CO2 zu vermeiden und für Fahrrad oder E-Bike als Verkehrsmittel der Wahl zu werben. Jetzt liegt das offiziell von der bundesweiten Aktionsaufsicht bestätigte Ergebnis vor.

Rad statt Auto: 41 Tonnen CO2 eingespart

Insgesamt 1.398 Teilnehmer haben an der Aktion in Dortmund teilgenommen und gemeinsam 287.108 km auf dem Rad zurückgelegt. Die Teilnehmer*innen, die in 127 Teams angetreten sind, haben dabei 41 Tonnen CO2 vermieden, sofern dadurch Kfz-Fahrten eingespart wurden. Dies entspricht etwa der Menge, die 41 Buchen in 80 Jahren Wachstumsphase aufnehmen.

"die Welt ein kleines Stück besser geworden"

Zur Siegerehrung durch Baudezernent Arnulf Rybicki hatte die Stadt Dortmund die zehn besten Einzelradler*innen ins Rathaus eingeladen. Außerdem zeichnete Rybicki die stärksten Teams aus. "Die öffentliche Wahrnehmung auf das Verkehrsgeschehen ändert sich", sagte er im Hinblick auf die Bewegung "Fridays for Future". "So gesehen, ist die Welt ein kleines Stück besser geworden, denn Sie haben nicht nur das Auto, sondern auch Bus und Bahn links liegen gelassen und sind aufs Rad umgestiegen." Als Anerkennung überreichte Baudezernent Arnulf Rybicki den Sportler*innen eine Urkunde und Fahrradtaschen.

Team der EDG fuhr die meisten Kilometer

Bester Einzelradler war Gerd Koch von RuMC "Sturm" Hombruch 1925 mit 2.222 gefahrenen Kilometern. In der Teamkategorie brachten die Radler*innen von EDG Verbund am meisten Kilometer aufs Pflaster (20.581) , gemessen an den Teilnehmer*innen hatte das Offene Team Dortmund die Nase vorn (93).

Das stärkste Team der Stadtverwaltung fuhr für das Tiefbauamt: 66 Fahrer*innen kamen auf 11.592 Kilometer.

Kampagne lief zuletzt vor fünf Jahren - Neuauflage zufriedenstellend

Da das Zeitfenster zur Durchführung der 21-tägigen Aktion Stadtradeln bundesweit am 30. September 2019 endete, können die Ergebnisse nun auch deutschlandweit eingeordnet werden. Im Vergleich der Städte über 500.000 Einwohner in Deutschland belegt Dortmund mit 0.48 km / Einwohner knapp den letzten Platz nach geradelten Kilometern pro Einwohner, was der einzige vergleichbare Wert ist. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Kampagne in Dortmund neu aufgestellt und ohne dafür zusätzliche Personalkapazitäten quasi "nebenbei" organisiert wurde. Die letzte Teilnahme von Dortmund an der Aktion Stadtradeln liegt fünf Jahre zurück, 2014 erradelten 337 Teilnehmer*innen in 52 Teams zusammen 86.061 km.

Radeldankfest und Frühstückstouren

Fabian Menke, Radfahr- und Fußgängerbeauftragter der Stadt und Mitorganisator des Events, zeigte sich zufrieden mit der Neuetablierung von Stadtradeln in Dortmund. Er verwies auf die zahlreichen Angebote während des Aktionszeitraums: "In jeder Woche gab es ein Radeldankfest, in der bei einem Frühstück den Radfahrenden für die Teilnahme gedankt wurde. Außerdem gab es Frühstückstouren, bei denen vor der Arbeit eine Stunde gemeinsam geradelt wurde." Zu einem besonderen Höhepunkt geriet die Vollmondtour im Dunkeln nach Lünen.

Sylvia Uehlendahl

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl bloggte über Erlebnisse

Besonderen Dank wurde bei der Schlussakt- und Ehrungsveranstaltung Sylvia Uehlendal ausgesprochen, der Leiterin des Tiefbauamtes. Sie hat nicht nur selbst am Wettbewerb teilgenommen und damit ihre persönliche Premiere als Rad-Pendlerin erlebt. Als "Stadtradeln-Star" hat sie täglich gebloggt über ihre Erfahrungen, ihre schönen Erlebnisse, aber auch über die Probleme, die Radfahrer*innen in dieser Stadt mit dem täglichen Pendeln haben können. Uehlendahl verzichtete drei Wochen nicht nur auf den 20 Kilometern zur Arbeit auf das Auto, auch privat ist sie von vier auf zwei Räder umgestiegen.

Geschärfte Perspektive für den Radverkehr

Aus beruflicher Perspektive schärfte sich ihr Blick für die Bedürfnisse von Radfahrer*innen im Straßenverkehr, etwa in Bezug auf Umleitungsbeschilderungen für den Radverkehr an Baustellen. Oder die Notwendigkeit, bei Straßensanierungen das Radwegenetz gesondert zu betrachten. "Das Stadtradeln hat bei mir ein Umdenken bewirkt", sagte sie, "gerade wir beim Tiefbauamt können hier einiges bewegen." So soll das Team Radverkehr weiter ausgebaut werden, außerdem werde ein zweiter Fahrradkeller im Tiefbauamt fertiggestellt, "weil der alte mittlerweile überfüllt ist", fuhr Sylvia Uehlendahl schmunzelnd fort. Persönliches Highlight des Stadtradelns war für sie die Sternfahrt nach Hagen. Sie schreibt in ihrem Blog: "In Hagen angekommen war ich sprachlos, aus allen Himmelsrichtungen haben sich 700 Radlerinnen und Radler zusammengefunden um für eine fahrradfreundlichere Infrastruktur zu demonstrieren!"

Zum Thema

Auf der Seite zum Stadtradeln Dortmund wird der Blog von Sylvia Uehlendahl auch weiterhin zu lesen sein.