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Verkehr

Bodenschwellen sollen Raser in der "Boxengasse" am Ostwall abbremsen

Nachricht vom 07.11.2019

Ein weiterer Baustein aus dem Gesamtkonzept im Vorgehen gegen die Raserszene wird nun umgesetzt: Das Tiefbauamt bringt gegen Beschleunigungsvorgänge in der Nebenfahrbahn am Ostwall (die sogenannte "Boxengasse") kurze Schwellen auf die Straße.

Bodenschwellen sollen Raser in der "Boxengasse" am Ostwall abbremsen

Die Materialkosten für die Schwellen betragen rund 8.500 Euro. Ihr Einbau erfolgt durch die Mitarbeiter*innen des Tiefbauamtes.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Die Schwellen, 40 cm lang, 5 cm hoch und mit Lücken für den Radverkehr, werden die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich begrenzen. Sie sind nur mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 km befahrbar. Passend dazu wird die Geschwindigkeit in der "Boxengasse" auf 10 km begrenzt. Entsprechende Verkehrsschilder werden aufgestellt.

"Erfahrungsgemäß kann der erwünschte Effekt nur mit diesen besonderen Bremsschwellen erzielt werden, so dass andere Bauausführungen frühzeitig bereits in der Planungsphase verworfen worden. Die Schwellen werden in Dortmund im öffentlichen Straßenraum erstmalig verwendet", erklärt Baudezernent Arnulf Rybicki.

Initiative entstand am "Runden Tisch"

Der "Runde Tisch zur Bekämpfung der Raserszene in Dortmund" hatte in seiner Sitzung am 26. Februar 2019 einvernehmlich empfohlen, diese Maßnahme umzusetzen. Die Materialkosten für die Schwellen betragen rund 8.500 Euro. Ihr Einbau erfolgt durch die Mitarbeiter*innen des Tiefbauamtes. Die Schwellen können verschraubt und/oder geklebt werden – je nach Untergrund.

Unter anderem besichtigten Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.), Baudezernent Arnulf Rybicki (4.v.l.), Tiefbauamt Sylvia Uehlendahl (2.v.r.) die Baumaßnahmen

Unter anderem besichtigten Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.), Baudezernent Arnulf Rybicki (4.v.l.) und die Leiterin des Tiefbauamtes Sylvia Uehlendahl (2.v.r.) die Baumaßnahmen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Aktuell sind noch keine weiteren Schwellenaufbringungen am Wall geplant. Die Nebenfahrbahn Ostwall ist durch die geplante Maßnahme im Bereich zwischen der Einfahrt nördlich der Löwenstraße und der Ausfahrt südlich der Agnes-Neuhaus-Straße bestmöglich bzw. gesichert.

Ampelphasen sollen bald das Rasen stoppen

Noch in Arbeit ist eine weitere Maßnahme: Die Signalschaltungen am Wall werden zukünftig so verändert, dass Rotlichtphasen die Raser ausbremsen. Diese Veränderung ist von der Programmierung her komplex und braucht daher eine gewisse Vorlaufzeit.

Folgende Maßnahmen gegen Raser in ganz Dortmund sind zuletzt eingeleitet worden:

  • Die Polizei führt fortlaufend Schwerpunktkontrollen vor Ort durch.
  • Das Ordnungsamt hat auf Beschluss der Unfallkommission und in Zusammenarbeit mit dem "Runden Tisch" stationäre Überwachungsanlagen zur Geschwindigkeit – vor allem im Wallbereich – aufgestellt.
  • Das Tiefbauamt hat auf Phoenix West Fahrbahneinengungen, Geschwindigkeitsreduzierungen und Durchfahrtverbote eingerichtet. Am Schwanen- und Ostwall wurden zeitlich befristete Haltverbote eingerichtet, um die Szene zu verdrängen.

Zum Thema

Der "Runde Tisch" setzt sich aus Vertretern*innen des Tiefbauamtes, des Ordnungsamtes, der Polizei, der Führerscheinstelle und der Staatsanwaltschaft zusammen. Die neue Maßnahme ist nur eine von mehreren, die bereits erfolgt sind oder noch kommen werden.