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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Helden und Mythen im MKK: "Stadtgespräche im Museum" beschäftigen sich mit dem Heiligen Reinoldus

Nachricht vom 07.11.2019

Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) soricht am Donnerstag, 14. November, 18:00 Uhr, in der Reihe "Stadtgespräche im Museum" in der Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3 über den Heiligen Reinoldus. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag kann diskutiert werden.

Im frühen 14. Jahrhundert wurde in Dortmund eine monumentale Skulptur des Stadtpatrons Reinoldus öffentlich aufgestellt. Seine Legende gleicht einem Heldenepos, auch soll er heldenhaft in die Geschicke seiner Stadt eingegriffen haben. Seit damals hat die Skulptur eine wechselvolle Biographie durchlaufen – sowohl materiell als auch in ihren Bedeutungen. Darüber spricht Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) am Donnerstag, 14. November, in der Reihe "Stadtgespräche im Museum" im MKK.

Der Aufstellungsort Reinoldus‘, die städtische Hauptkirche St. Reinoldi, hat sich gewandelt, ebenso die Rolle, die die Kirche in der Stadt einnimmt. Dem gemeinschaftsstiftenden Bild des Stadtpatrons verliehen bis zur Reformation die Reliquien des heiligen Reinoldus eine besondere Glaubwürdigkeit; riesenhafte Knochen seines Pferdes Bayard sind noch bis ins 20. Jahrhundert nachweisbar.

Helden und Mythen

Prof. Dr. Barbara Welzel lehrt seit 2001 Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dortmund. Zu ihren Forschungsthemen gehört die Kunst- und Kulturgeschichte des Hanseraums; sie hat zahlreiche Publikationen zu den Kunstschätzen in Dortmunder Kirchen vorgelegt, ebenso zur Kulturgeschichte der Stadt sowie zum kulturellen Gedächtnis; sie engagiert sich für die Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes – etwa in öffentlichen Vorträgen, in der KinderUni und mit dem Stadtführer für Kinder "Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter".

Die "Stadtgespräche im Museum" sind in diesem Jahr dem Oberthema "Helden und Mythen" gewidmet: Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen tragen aus ihrer Perspektive zum Thema bei. Nächster Termin in der Reihe ist der 28. November: Prof. Holger Noltze (TU Dortmund) spricht über die "Eroica" und Beethoven als Helden.

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