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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Nordstadt

Einweihung - Stadt Dortmund widmet Mehmet Kubaşık einen Platz

Nachricht vom 08.11.2019

An den von der rechtsextremistischen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ermordeten Dortmunder Mehmet Kubaşık erinnert künftig ein Platz. Die Stadt Dortmund benannte am Freitag, 8. November, einen Platz in der Nordstadt nach dem am 4. April 2006 gestorbenen Kioskbetreiber.

Enthüllten gemeinsam das Schild für den Mehmet Kubaşık Platz: v.l. Generalkonsul Şener Cebeci, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Familie Kubaşık und Prof. Dr. Barbara John, Ombudsfrau für die NSU-Opferfamilien

Enthüllten gemeinsam das Schild für den Mehmet Kubaşık Platz: v.l. Generalkonsul Şener Cebeci, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Familie Kubaşık und Prof. Dr. Barbara John, Ombudsfrau für die NSU-Opferfamilien
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Gemeinsam mit der Familie Kubaşık und zahlreichen engagierten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen ist es der Stadt Dortmund und der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord ein wichtiges Anliegen, diese Taten auf das Schärfste zu verurteilen, das Andenken an Mehmet Kubaşık und alle Opfer gleichermaßen aufrecht zu erhalten und Stellung gegen Rechtsextremismus und -terrorismus zu beziehen. In Dortmund wird dieses Andenken - neben den vielfältigen Aktivitäten der Zivilgesellschaft - durch das Mahnmal für Mehmet Kubaşık in der Mallinckrodtstraße sowie das Mahnmal für alle NSU-Opfer vor der Auslandsgesellschaft aufrecht erhalten.

Ausgehend von diesem Selbstverständnis hat die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord in ihrer Sitzung am 6. Februar 2019 auf Antrag und mit den Stimmen aller demokratischen Fraktionen (SPD, CDU, B´90/Die Grünen, Fraktion Die Linke & Piraten) den Beschluss gefasst, einen Platz nach Mehmet Kubaşık zu benennen.

Heute geht das Signal aus, dass wir uns weiterhin mit allen Kräften gegen alle rechtsextremen Strömungen stellen werden

Oberbürgermeister Sierau

Dieser Beschluss wurde nun mit der offiziellen Platzbenennung "Mehmet-Kubaşık-Platz" am 8. November 2019 umgesetzt. Der Platz befindet sich im Karree Münsterstraße/Mallinckrodtstraße/Kleine Burgholzstraße und wurde im Beisein von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der Familie Kubaşık, Generalkonsul Şener Cebeci und der Ombudsfrau für die NSU-Opferfamilien, Prof. Dr. Barbara John benannt. Weitere geladene Gäste kamen aus der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord, der Politik und Verwaltung, dem Integrationsrat, den Religionsgemeinschaften und dem Polizeipräsidium.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau sagte in seiner Rede dazu: "Mehmet Kubaşık war einer von uns und Teil unserer gemeinsamen Gesellschaft und Heimat. Wir verstehen diese Platzbenennung als dauerhafte Erinnerung an das entsetzliche Verbrechen. Gleichzeitig verstehen wir sie als stete Mahnung, dass wir alle in Dortmund uns stets wachsam, konsequent und mit allen Kräften gegen alle rechtsextremen Strömungen stellen müssen und auch stellen werden. Dieses Signal soll von der Platzbenennung ausgehen."