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Bildung

Fabido-Familienzentrum Stollenstraße erhält den Deutschen Lesepreis 2019

Nachricht vom 11.11.2019

In Berlin wurde der Deutsche Lesepreis an 16 Personen und Einrichtungen aus ganz Deutschland verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Kita Stollenstraße in Dortmund hat dabei den zweiten Platz in der Kategorie "Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas" belegt.

Stadträtin Daniela Schneckenburger und FABIDO Gechäftsführer Daniel Kunstleben gratulierten Gabriele Braß, Leiterin des Familienzentrums Stollenstraße und Fatos Bozkurt, pädagogische Fachkraft der Einrichtung vor Ort zum Gewinn des Deutschen Lesepreises 2019

Stadträtin Daniela Schneckenburger und Fabido-Gechäftsführer Daniel Kunstleben gratulierten Gabriele Braß, Leiterin des Familienzentrums Stollenstraße, und Fatos Bozkurt, pädagogische Fachkraft der Einrichtung vor Ort, zum Gewinn des Deutschen Lesepreises 2019.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Manuela Piechota

"Das Fabido-Familienzentrum möchte bei Kindern nachhaltig die Freude am Gestalten, Vorlesen und Erzählen wecken. Eltern helfen als Vorlesepat*innen beim Lesen lernen – auf Deutsch, Polnisch, Spanisch und Kurdisch", heißt es in der Begründung der Jury. Gabriele Braß, Leiterin des Fabido-Familienzentrums Stollenstraße, und ihre Kollegin Fatos Bozkurt nahmen den Preis entgegen. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 1.500 Euro.

Leseförderung ist im Fabido-Familienzentrum Stollenstraße kein isoliertes Projekt, sondern in den Alltag der Kita integriert. Ohne Eltern geht es dabei nicht: "Die ganze Familie lernt, wie wichtig Lesen für die Entwicklung des Kindes ist. Gleichzeitig erfahren die Familien der unterschiedlichen Kulturen, dass ihre Sprache wichtig ist", so Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Die pädagogischen Fachkräfte der Kita Stollenstraße nehmen die Eltern mit auf dem Weg, die Kinder an Literatur heranzuführen, indem sie Neugier und Spaß am Gestalten und Vorlesen wecken. Dabei docken sie an Kindheitserinnerungen von Eltern oder Großeltern über Sprache und Schrift an. In Workshops werden Bücher übersetzt oder eigene gestaltet. Das setzt Impulse zum Erzählen und Vorlesen. Die Eltern bekommen Werkzeuge an die Hand, ihre Kinder in ihrer Sprache zu begeistern und die Fantasie zu wecken.

Deutscher Lesepreis

Der Deutsche Lesepreis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wurde in sechs Kategorien vergeben: individuelles Engagement, kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas, Leseförderung an Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien und Sonderpreis für prominentes Engagement. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien. Sie wird unterstützt von Fröbel e. V., PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, Arnulf Betzold GmbH, Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V., Melo Group GmbH & Co. KG und Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften sowie der Commerzbank-Stiftung.

Die Schirmherrin des Lesepreises 2019, Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, lobte die innovativen Projekte zur Leseförderung: "Lesekompetenz ist in unserer multimedialen Welt der Schlüssel zu Wissen, Bildung und demokratischer Teilhabe. Es ist daher wichtig, so früh wie möglich Kindern und Jugendlichen kreative Förderangebote zu bieten und sie so für das Lesen zu begeistern. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern, die sich auf vorbildliche Weise für die Leseförderung einsetzen."

Die Superkraft des (Vor-)Lesens

Auf der Festveranstaltung mit rund 240 geladenen Gästen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Kultur im Berliner Humboldt Carré betonte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas: "Die Superkraft des (Vor-)Lesens ist unbestritten. Wer von klein auf viel Zeit mit Geschichten verbringt, kann sich gut konzentrieren, ist wortgewandt und hat ideale Bildungs- und Berufschancen. Doch zu viele Menschen in Deutschland profitieren nicht von dieser Superkraft: Jedes fünfte Grundschulkind hat Probleme beim Lesen und 6,2 Millionen Erwachsenen gelten als gering literalisiert. Diese Menschen müssen wir mit guten Initiativen erreichen. Vorbild dafür sind die mit dem Deutschen Lesepreis 2019 prämierten Projekte: Sie sind kreativ, effektiv und setzen genau dort an, wo Leseförderung am notwendigsten ist."