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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Marten

Stadt nimmt 2. Sachstandsbericht des Projekts ZUKUR – Zukunft Stadt Region Ruhr zur Kenntnis

Nachricht vom 18.11.2019

Die Verwaltungsspitze hat in ihrer Sitzung am Dienstag, 19. November, den Sachstandsbericht zum Forschungsprojekt Zukunft Stadt-Region-Ruhr (ZUKUR) zur Kenntnis genommen und die Weiterleitung der Vorlage an die politischen Gremien veranlasst.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt ZUKUR knüpft an bereits angelaufene Veränderungs- und Entwicklungsprozesse im Dortmunder Stadtteil Marten an. Ziel ist es, bedarfsorientierte Lösungsansätze zum nachhaltigen und partizipativen Stadtumbau zu entwickeln und zu erproben. Dabei sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, wie es gelingen kann, mögliche sozial-ökologische Ungleichheit in der Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung zu reduzieren. Im Fokus stehen Veränderungen der Lebensqualität für die Menschen in den Quartieren, die durch den Klimawandel entstehen können.

Ziel des Projektes ist ein breiter Beteiligungsprozess im Quartier zu den künftigen Herausforderungen und Wünschen der Bewohner*innen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Themenbereichen Klimaresilienz (Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels) und Urbane Gemeinschaft.

Kommunikation und Austausch

Durch unterschiedliche Beteiligungsformate sowie die Teilnahme an verschiedenen Martener Öffentlichkeitsformaten konnten Kommunikation und Austausch mit den Akteuren vor Ort verstärkt werden. Besondere Bedeutung hat die Schaffung und Begleitung des Quartiersschaufensters, dem Meilenstein für Marten.

Im Sommer 2019 bot die TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, eine projektbegleitende Lehrveranstaltung, begleitet durch "nordwärts", an. Hier flossen die bisherigen Problemanalysen von Bürger*innen sowie die Problemanalysen des Projektes ZUKUR ein. Die Studierenden erarbeiteten für Dortmund-Marten teilweise konkrete Projekt- und Maßnahmensteckbriefe. Insgesamt entstanden vier Abschlussarbeiten aus dem Master-Projekt “Grüne Infrastrukturen in Dortmund-Marten“. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen in einer Zukunftswerkstatt im ersten Quartal 2020 zur Diskussion gestellt und bewertet werden. Ziel ist die Verortung und Ausgestaltung konkreter Maßnahmen.

Zum Thema

Die Koordinierungsstelle "nordwärts" hat in dem Projekt die Aufgabe, die Ansprache und Einbindung der Menschen vor Ort sowie der Akteure aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft zu koordinieren. Die durch die Projekte gewonnenen Erkenntnisse fließen sowohl in die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Beteiligungsformate des Projektes "nordwärts" als auch in zukünftige gesamtstädtische Beteiligungsprozesse ein. Dortmund steht damit Modell für die Entwicklung von Empfehlungen zu nachhaltigen Partizipationsverfahren und -strukturen, die auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene übertragbar sein sollen.

Zum Projektverbund gehören neben der Koordinierungsstelle "nordwärts" der Stadt Dortmund der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Bottrop und die Technische Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre (07/2017-06/2020).